Von 17. bis 24. Jänner absolvierte die Suchhundestaffel des Roten Kreuzes Salzburg ihre bereits jährliche Ausbildungs- und Trainingswoche im Skigebiet der Filzmooser Bergbahnen. Die Helden auf vier Pfoten übten gemeinsamen mit ihren Herrchen und Frauchen den Rettungseinsatz im alpinen Gelände, um für den Ernstfall bestens gerüstet zu sein.
Wintersport erfreut sich in Österreich sowohl bei Einheimischen als auch Gästen großer Beliebtheit. Die Begeisterung für sportliche Aktivitäten auf Eis und Schnee ist dabei unvermindert hoch – ob beim Ski- und Snowboardfahren, Langlaufen, Rodeln oder beim Skitourengehen. Für das Rote Kreuz Salzburg ist es daher besonders wichtig, auf mögliche Ernstfälle bestens vorbereitet zu sein. Bereits zum 32. Mal trainieren daher die Rotkreuz-Suchhunde im Skigebiet der Filzmooser Bergbahnen im Rahmen ihrer Ausbildung den Einsatz bei Lawinen.
Intensivwoche im alpinen Gelände
„Es ist für uns großartig, auch in diesem Jahr wieder in einem derart optimalen Umfeld gemeinsam trainieren zu können“, betont Leopold Slotta-Bachmayr, Kommandant der Rotkreuz-Suchhundestaffel. „So können wir gewährleisten, dass das gesamte Team im Ernstfall perfekt aufeinander abgestimmt ist und Einsätze reibungslos ablaufen.“
Das einwöchige Intensivtraining umfasst die Suche nach von Lawinen verschütteten Personen sowie Erste-Hilfe-Maßnahmen. Darüber hinaus werden Orientierung und richtiges Verhalten im alpinen Gelände geschult. Einen wesentlichen Schwerpunkt bildet das Trainieren am Hubschrauber, bei dem sich die Hunde an den Einsatz der Seilwinde und an die Arbeit in großer Höhe gewöhnen. Ein besonderer Dank gilt dabei dem Innenministerium, mit dessen Hubschrauber inklusive Besatzung die Suchhunde bei einer gemeinsamen Übung arbeiten dürfen.
Unterstützung durch die Gemeinde Filzmoos und die Filzmooser Bergbahnen
Die Durchführung dieses umfangreichen Trainings ist vor allem dank der Unterstützung zweier langjähriger Partner möglich. „Die Suchhundestaffel ist ein unverzichtbarer Bestandteil der alpinen Rettungskette“, betont Landesrettungskommandant ad interim Clemens Ebster. „Mein aufrichtiger Dank gilt daher der Gemeinde Filzmoos sowie den Filzmooser Bergbahnen, die es ermöglichen, diese wichtige Ausbildungswoche hier durchzuführen.“
Im Dienst der Salzburger Bevölkerung seit 1969
Die freiwillige Suchhundestaffel des Roten Kreuzes Salzburg besteht seit dem Jahr 1969. Die vierbeinigen Helfer:innen absolvieren gemeinsam mit ihren Suchhundeführer:innen eine zweijährige Ausbildung, in der sie zu einem routinierten Team zusammenwachsen. Zum Einsatz kommen sie, wenn Personen als vermisst gemeldet werden und erste Suchmaßnahmen ohne Erfolg geblieben sind. Darüber hinaus werden sie auch nach Naturereignissen wie Lawinenabgängen oder Erdbeben zur Suche nach Verschütteten angefordert.
Das Lawinentraining stellt für das gesamte Team ein besonderes Highlight und eine wichtige Motivation dar. Gleichzeitig wird dadurch sichergestellt, dass die hohen Erwartungen der Öffentlichkeit an Ausbildungs- und Einsatzstandards erfüllt werden.
Vielfältige Ausbildungsschwerpunkte
Im Rahmen der Ausbildung werden verschiedene Spezialisierungen geschult. Sogenannte „Mantrailer“ sind darauf trainiert, gezielt nach bestimmten Personen zu suchen, auch im urbanen Raum. Flächensuchhunde kommen bei der Suche nach Vermissten in offenem Gelände, in Wäldern oder im Gebirge zum Einsatz. Lawinensuchhunde werden eingesetzt, um unter Schnee verschüttete Personen zu lokalisieren, während Trümmersuchhunde bei der Suche nach Menschen in eingestürzten Gebäuden eingesetzt werden.
Aktuelle Zahlen zur Suchhundestaffel des Roten Kreuzes Salzburg
- 28 Mitarbeiter:innen (11 Frauen, 17 Männer)
- 7 Einsatzhundeführer:innen
- 1 Tierärztin
- 1 Arzt
- 18 Teams in Ausbildung
- Insgesamt 28 Hunde
- 14 Flächen-/Lawinensuchhunde
- 14 Mantrailer
- 2 Trümmersuchhunde in Ausbildung
- 2025 ca. 5000 freiwillig geleistete Stunden und bei 18 Sucheinsätzen aktive Ausrückung
Salzburg, am 26. Jänner 2026
