Die Zahl der Rotkreuz-Flugrettungseinsätze blieb 2025 zum Vorjahr weitgehend stabil, ging jedoch geringfügig zurück. Insgesamt flogen die Flugretter:innen 4.842 Einsätze. In der Statistik lagen auch 2025 die Sport- und Freizeitunfälle an erster Stelle.
Mit 4.842 lag die Zahl der Flüge im abgelaufenen Jahr nur knapp unter jener für 2024 (4.918). Die Einsätze aufgrund von Sport- und Freizeitunfällen sind gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen und bilden damit weiterhin den Hauptgrund für einen Flugrettungseinsatz mit 43 Prozent der Einsätze. Die Flüge bei internistischen und neurologischen Erkrankungen sind hingegen deutlich von 33 auf 40 Prozent gestiegen.
Rund 30 Prozent des Einsatzgeschehens gingen auf internistische Notfälle, wie z. B. Herzinfarkte zurück. Zehn Prozent der Einsätze erfolgten aufgrund von neurologischen Notfällen und Erkrankungen. Arbeits- und Haushaltsunfälle machten etwa acht Prozent der Flugrettungseinsätze aus, während die Notarzthubschrauber bei knapp fünf Prozent ihrer Einsätze zu Verkehrsunfällen gerufen wurden.
Schnellste Versorgung als Leitprinzip
Die Kriterien für den Einsatz eines Notarzthubschraubers sind klar festgelegt. „Die Entscheidung über einen Einsatz wird von den Disponent:innen der Rettungsleitstelle getroffen. Grundlage dafür sind zwei Fragen: Auf welchem Weg erreicht das Rettungsteam die erkrankte oder verunfallte Person am schnellsten und wo erhalten die Patient:innen möglichst rasch die erforderliche Behandlung?“, erklärt Peter Dioszeghy, Leiter der Rettungsleitstelle im Bundesland Salzburg.
Darüber hinaus werden die Disponent:innen durch die auf international anerkannten Standards basierende „standardisierte Notrufabfrage“ unterstützt. Diese hilft den Disponent:innen dabei, zu beurteilen, welche Einsatzmittel für die jeweilige Versorgung passend sind, und stellt sicher, dass die Patient:innen so rasch wie möglich die richtige, oft lebensrettende Behandlung erhalten.
Erfolgreiche Partnerschaften in der Luft
Das Rote Kreuz Salzburg betreibt landesweit in Kooperation mit Heli Austria, Schider Helicopter, Wolf Helicopter und dem ÖAMTC insgesamt vier Hubschrauber-Stützpunkte. „Ich bedanke mich bei unseren Kooperationspartnern ebenso wie unseren Rettungskräften für ihren herausragenden Einsatz im abgelaufenen Jahr“, betont Gerhard Wechselberger, Leiter Notfalldienst, und ergänzt: „Durch den Einsatz der Flugrettung sind wir in der Lage, Patient:innen mit besonders engem Zeitfenster für die medizinische Weiterversorgung schnellstmöglich ins Krankenhaus zu transportieren.“
Schnell am Notfallort
Die Einsätze der Notarzthubschrauber werden von der Rettungsleitstelle des Roten Kreuzes koordiniert. Nach einer Alarmierung heben die Flugretter innerhalb weniger Minuten mit dem Hubschrauber ab und erreichen den Notfallort nach durchschnittlich 13 Minuten. Vor Ort ist Teamarbeit entscheidend: Das optimale Zusammenspiel von Pilot:innen, Notärzt:innen und Notfallsanitäter:innen bzw. HCM (Hems Crew Member; Bergespezialist:in und Flughelfer:in) gewährleistet eine sichere und rasche Rettung.
An den vier Standorten stehen derzeit 22 Notfallsanitäter des Roten Kreuzes und 75 Notärzt:innen an 365 Tagen im Jahr im Dienst. Für ihre Einsätze sind im Sommer vier Hubschrauber verfügbar, im Winter fünf.
Stützpunkte und Einsätze im Detail
Stützpunkt Flughafen Salzburg: Christophorus 6, EC 135 T3 Helionix
Zusammenarbeit Christophorus Flugrettungsverein (ÖAMTC)
1.731 Rettungsflüge im Jahr 2025
Stützpunkt St. Johann: Martin 1, MD 902
Stützpunkt St. Johann (Wintersaison 3 Monate): Martin 10, MD 902
Zusammenarbeit Heli Austria GmbH (Roy Knaus)
1.373 Rettungsflüge im Jahr 2025
Stützpunkt Zell am See: Heli-Alpin 6, EC 135 T3, Bell 429
Zusammenarbeit ÖAMTC, Schider Helicopter Service GmbH
947 Rettungsflüge im Jahr 2025
Stützpunkt Hinterglemm: Saisonal Martin 6, MD 902 (Sommer- und Wintersaison)
Zusammenarbeit Wolf Helicopter GmbH & Co KG
791 Rettungsflüge im Jahr 2025
Fotos (c) Alexander Schwarz/Aviation-media.com / NAH C6
Foto 1: Der Notarzthubschrauber Martin 1 ist einer von bis zu fünf Notarzthubschraubern, die vom Roten Kreuz eingesetzt werden.
Foto 2: Blick aus dem Cockpit des Notarzthubschraubers Christophorus 6.
Foto 3: Auch nachts können die Notarzthubschrauber zu Rettungseinsätzen fliegen.
Salzburg, am 2. Jänner 2026
