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Jugendrotkreuz bildet neue Erste-Hilfe-Lehrbeauftragte für Salzburgs Schulen aus

Gruppenfoto der Teilnehmerinnen der Erste-Hilfe-Lehrbeauftragenausbildung des Jugendrotkreuzes Salzburg. Das Foto wurde im Freien bei Sonnenschein aufgenommen.
Ein Erste-Hilfe-Lehrbeauftragter mit rotem Jugendrotkreuz-T-Shirt zeigt einem Teilnehmer wie ein Verband richtig am Unterarm angebracht wird.
Ein Erste-Hilfe-Lehrbeauftragter in rotem Jugendrotkreuz-T-Shirt legt eine goldene Rettungsdecke über einen am Boden liegenden Teilnehmer des Kurses und hält dessen verbundenen linken Oberarm hoch.

In zwei Ausbildungsblöcken im Jänner sowie von 26. bis 28. Februar 2026 qualifizierten sich 15 Pädagog:innen aus neun Salzburger Schulen beim Jugendrotkreuz Salzburg zu Erste-Hilfe-Lehrbeauftragten. Sie sind nun befähigt, eigenständig Erste-Hilfe-Kurse an ihren Schulstandorten durchzuführen und damit lebensrettendes Wissen nachhaltig im Schulalltag zu verankern.

Von Jänner bis Ende Februar 2026 absolvierten 15 engagierte   Pädagog:innen aus dem Bundesland Salzburg die Ausbildung zu Erste-Hilfe-Lehrbeauftragten des Salzburger Jugendrotkreuzes. Der erste Ausbildungsblock fand im Jänner statt, der zweite von 26. bis 28. Februar 2026 in Bad Vigaun. In mehreren Modulen vertieften die Teilnehmer:innen ihr Wissen in Theorie und Praxis der Ersten Hilfe und erwarben die didaktische Qualifikation, dieses künftig eigenständig an Schüler:innen weiterzugeben.

Einer der Absolvent:innen ist Elias Hinterhofer, 27 Jahre alt, Lehrer an der Mittelschule Thalgau im dritten Dienstjahr. Für ihn steht der präventive Gedanke im Vordergrund: „Erste Hilfe ist einfach und kann Leben retten! Je früher man Kontakt mit dem Thema hat, desto besser. Ich finde es sehr wichtig, Kinder auf eine Notsituation vorzubereiten, damit sie im Notfall Hilfe leisten können.“

 

Praxisnahes Training für den Ernstfall

Im Zentrum der Ausbildung standen die Grundlagen der Ersten Hilfe – darunter Notfallcheck, Rettungskette und stabile Seitenlage. Darüber hinaus trainierten die Pädagog:innen lebensrettende Sofortmaßnahmen wie Herzdruckmassage, den Einsatz eines Defibrillators, den Heimlich-Handgriff sowie das Anlegen von Druckverbänden.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf realitätsnahen Übungsszenarien: Verkehrsunfälle mit Bergung mittels Rautekgriff und Helmabnahme, aber auch das richtige Vorgehen bei medizinischen Notfällen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Krampfanfall, Hitzenotfall oder Kollaps. Ergänzt wurde der Lehrplan durch psychische Erste Hilfe nach dem Prinzip „Look, listen, link“, um auch in belastenden Ausnahmesituationen angemessen unterstützen zu können.

Patrick Pichler, Lehrer an der Sportmittelschule Seekirchen unterstrich die Relevanz der Ausbildung: „Ich habe vor knapp 20 Jahren, kurz vor meinem Schulantritt, in einer Jugendgruppe des Jugendrotkreuzes angefangen und seitdem ist Erste Hilfe eines meiner schönsten Hobbies. Es ist mir eine große Freude, dieses Hobby jetzt fast schon spielerisch mit meinen Schülerinnen und Schülern teilen zu können. Ich hoffe, dass ich in den Kindern ein ähnliches Feuer fürs Helfen entzünden und sie so in ihrer Freizeit und in der Schule ein bisschen sicherer machen kann."

 

„Erste Hilfe muss selbstverständlich sein“

Andrea Neuhofer, operative Leiterin des Salzburger Jugendrotkreuzes, betonte die nachhaltige Wirkung der Ausbildung: „Wenn Pädagog:innen Erste Hilfe sicher anwenden können und dieses Wissen gezielt an ihre Schüler:innen weitergeben, wird Helfen zur Selbstverständlichkeit. Entscheidend dafür sind eine fundierte Ausbildung und regelmäßiges Training. Es freut mich zu sehen, dass den Salzburger Schulen Erste Hilfe ein großes Anliegen ist und sie zunehmend im Schullalltag verankert wird. So entwickeln junge Menschen immer stärker die Haltung, in Notsituationen nicht wegzusehen, sondern aktiv zu helfen.“

Mit dem erfolgreichen Abschluss sind die Absolvent:innen offiziell berechtigt, im Auftrag des Jugendrotkreuzes Erste-Hilfe-Kurse an ihren Schulen abzuhalten. Die Ausbildung wurde in bewährter Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule Salzburg durchgeführt und fand auch diesmal großen Zuspruch.

Aktuell gibt es im Bundesland Salzburg insgesamt 289 Pädagog:innen, welche die Zusatzqualifikation besitzen und an ihren Schulstandorten Erste-Hilfe-Kurse durchführen dürfen.

Durch das Engagement unserer bereits aktiven und der 15 neu ausgebildeten Erste-Hilfe-Lehrbeauftragten wird die Sicherheit an Salzburgs Schulen weiter gestärkt – und das Bewusstsein dafür geschärft, dass jede:r im Ernstfall Leben retten kann.

 

Teilnehmende Pädagog:innen nach Bezirken – Ausbildung zu Erste-Hilfe-Lehrbeauftragten:

  •  1 x Stadt Salzburg (Lehramtsstudentin)
  •  8 x Salzburg Umgebung (1 x Mittelschule Thalgau, 2x Sportmittelschule Wals-Siezenheim, 2 x Sportmittelschule Seekirchen, 1 x Mittelschule Bürmoos, 2 x Mittelschule Mattsee)
  •  2x Pongau (2 x Mittelschule Wagrain)
  •  2 x Pinzgau (1 x Mittelschule Zell am See, 1 x Gymnasium HIB Saalfelden)
  • 2 x Lungau (2 x Gymnasium Tamsweg)

 

Fotos (c) Rotes Kreuz Salzburg

Foto 1: 15 Salzburger Pädagog:innen lernten in einem Ausbildungskurs des Jugendrotkreuzes, Erste-Hilfe-Kurse zu leiten.

Foto 2: Jugendrotkreuz-Lehrbeauftragter Patrick Pichler (links) erklärt Elias Hinterhofer das richtige Anlegen von Verbänden.

Foto 3: In verschiedenen Szenarien wurden grundlegende Erste-Hilfe-Maßnahmen geübt.

 

Salzburg, am 2. März 2026

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