Am 20. und 21. März 2026 führte das Salzburger Jugendrotkreuz einen österreichweit standardisierten Grundkurs für 18 neue Jugendgruppenmitarbeiter:innen durch. Die Ausbildung bereitet Freiwillige umfassend auf ihre pädagogische, organisatorische und rechtliche Rolle in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen vor und verbindet moderne E-Learning-Elemente mit einer praxisnahen Präsenzschulung.
Das Salzburger Jugendrotkreuz hat am 20. und 21. März 2026 den Grundkurs für Jugendarbeit im Roten Kreuz und dem Jugendrotkreuz erfolgreich durchgeführt und damit 18 neue Jugendgruppenmitarbeiter:innen qualifiziert. Ziel der Ausbildung ist es, Freiwillige fundiert auf ihre verantwortungsvolle Aufgabe vorzubereiten und ihnen sowohl fachliches Wissen als auch praktische Kompetenzen für die Arbeit mit jungen Menschen zu vermitteln.
Blended Learning als moderne Ausbildungsbasis
Die Ausbildung startete mit flexiblen digitalen Lernmodulen, die bereits vor der Präsenzphase absolviert wurden. Diese E-Learning-Einheiten vermittelten grundlegendes Wissen über das Rote Kreuz und seine humanitären Prinzipien, entwicklungspsychologische Grundlagen sowie zentrale rechtliche Rahmenbedingungen der Jugendarbeit. Dadurch kamen alle Teilnehmenden mit einem einheitlichen Wissensstand in die anschließende Präsenzschulung und konnten sich gezielt auf praxisorientierte Inhalte konzentrieren.
Pädagogische Kompetenz für die Arbeit mit jungen Menschen
Ein wesentlicher Schwerpunkt des Grundkurses lag auf der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Die angehenden Jugendgruppenmitarbeiter:innen setzten sich intensiv mit altersgerechten Bedürfnissen, Identitätsfindung, Gruppendynamiken, Kommunikation und Konfliktlösung auseinander. Ergänzend wurden achtsame Pädagogik, „Neue Autorität“ sowie Diversität und Doing Gender thematisiert, um einen sicheren, respektvollen und entwicklungsfördernden Umgang mit jungen Menschen zu stärken.
Kinder- und Jugendschutz im Fokus
Ein zentraler Bestandteil der Ausbildung war der Schutz von Kindern und Jugendlichen. Vermittelt wurden Präventionsmaßnahmen gegen Grenzverletzungen und Machtmissbrauch, klare Nähe-Distanz-Regeln sowie der bewusste Umgang mit Auffälligkeiten. Darüber hinaus wurde der Verhaltenskodex des Roten Kreuzes praxisnah behandelt und die Teilnehmenden darin geschult, sichere Rahmenbedingungen zu schaffen und Verantwortung aktiv wahrzunehmen.
Rechtliche Sicherheit und klare Rahmenbedingungen
Neben pädagogischen Inhalten erhielten die Teilnehmenden ein fundiertes Verständnis für rechtliche Grundlagen der Jugendarbeit, darunter Aufsichts- und Sorgfaltspflicht, Haftungsfragen, Jugendschutzbestimmungen in Salzburg sowie Erziehungs- und Eingriffsrechte. Auch Fragen des Versicherungsschutzes wurden praxisnah aufgearbeitet, um den zukünftigen Jugendgruppenmitarbeiter:innen Handlungssicherheit im Alltag zu geben.
Praxisnahe Methoden und lebendige Gruppenarbeit
In der Präsenzphase stand die praktische Umsetzung im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden erprobten Aktivierungsübungen, Icebreaker, gruppendynamische Spiele sowie Feedback- und Reflexionsmethoden und lernten, Gruppenstunden strukturiert und abwechslungsreich zu planen. Jahres- und Stundenplanung, Zieldefinition sowie die Einbindung unterschiedlicher Altersgruppen bildeten dabei zentrale Bausteine für eine nachhaltige und motivierende Jugendarbeit.
„Der Grundkurs ist die Basis für qualitätsvolle Jugendarbeit im Jugendrotkreuz. Er vermittelt nicht nur Wissen, sondern stärkt auch Haltung, Verantwortung und Handlungssicherheit im Umgang mit Kindern und Jugendlichen“, erklärt Michael Hinterhofer, Landesreferent für die Jugendgruppen Salzburg.
Die positive Resonanz der Teilnehmenden unterstreicht die Relevanz des Angebots für die Praxis der Freiwilligenarbeit: „Die Veranstaltung war sehr gelungen. Ich habe viel darüber gelernt, wie man Gruppenstunden sinnvoll gestaltet, und zugleich einen wichtigen Einblick in die rechtlichen Grundlagen, insbesondere im Hinblick auf Ausflüge, bekommen. Besonders wertvoll war für mich auch der Austausch mit anderen“, so Teilnehmerin Jenny aus dem Pinzgau.
Gelebte Werte, Diversität und humanitäre Bildung
Ein weiterer Fokus der Ausbildung lag auf Diversität, Inklusion und wertschätzender Kommunikation. Unterschiedliche Lebensrealitäten, Geschlechterrollen und Identität wurden als wichtige Aspekte einer zeitgemäßen Jugendarbeit behandelt. Gleichzeitig wurden humanitäre Werte des Roten Kreuzes – Menschlichkeit, Neutralität und Unparteilichkeit – als grundlegende Orientierung für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen vermittelt.
Viele Teilnehmende hoben insbesondere die Verbindung aus Theorie und Praxis sowie den Erfahrungsaustausch innerhalb der Gruppe hervor. So berichtet Luca aus dem Tennengau: „Der Erfahrungsaustausch war sowohl in den Gruppen als auch mit den Trainer:innen sehr gut und wurde durch einen hilfreichen Überblick über verfügbare Materialien ergänzt. Die Inhalte unterstützen uns insbesondere Situationen, in denen wir an unsere Grenzen stoßen und uns ein wenig überfordert fühlen. Die gezeigten Methoden, Erfahrungswerte und Strategien bieten da eine wertvolle Hilfestellung.“
Qualifizierung für eine verantwortungsvolle Zukunftsaufgabe
Mit dem erfolgreich durchgeführten Grundkurs qualifizierte das Salzburger Jugendrotkreuz 18 neue Jugendgruppenmitarbeiter:innen gezielt für ihre verantwortungsvolle Aufgabe: Kinder und Jugendliche sicher zu begleiten, in ihrer Entwicklung zu stärken und für humanitäre Werte zu begeistern. Die Ausbildung leistet damit einen nachhaltigen Beitrag zur Qualitätssicherung und Weiterentwicklung der Jugendarbeit im Roten Kreuz in Salzburg.
Fotos (c) Rotes Kreuz Salzburg (1-5) & Österreichisches Jugendrotkreuz (ÖJRK) / Markus Hechenberger (6)
Foto 1: Die Teilnehmer:innen und Trainer:innen des Grundkurses des Salzburger Jugendrotkreuzes für neue Jugendgruppenmitarbeiter:innen.
Foto 2: Gemeinsam mit den Trainer:innen erarbeiteten die Teilnehmer:innen beispielhaft Jahresplanung für eine Jugendgruppe.
Foto 3: Die neuen Jugendgruppenmitarbeiter:innen beschäftigten sich unter anderem mit der Planung von Gruppentreffen.
Foto 4: Der Workshop ermöglichte einen intensiven Erfahrungsaustausch zwischen den Teilnehmer:innen und Trainer:innen.
Foto 5: In gruppendynamischen Übungen wurde die Zusammenarbeit in Drucksituationen trainiert.
Foto 6: In den Jugendgruppen treffen sich Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 18 Jahren. Dort arbeiten sie an sozialen Projekten, beschäftigen sich mit aktuellen Themen, knüpfen Freundschaften und entdecken gemeinsam Werte wie Menschlichkeit.
Salzburg, am 24. März 2026
