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Perfektes Zusammenspiel rettet Leben: Erfolgreiche Wiederbelebung in Annaberg

Die beiden First Responder beim Wiedersehen mit dem Geretteten und seiner Familie. Von links:  First Responder Peter Hirscher, Gattin Barbara, Tochter Lara, Martin mit Sohn Philipp, First Responder Matthäus Schlager
Dankbares Wiedersehen nach erfolgreicher Wiederbelebung. Von links: First Responder Matthäus Schlager, Martin, First Responder Peter Hirscher
Die beiden im Lammertal im Einsatz befindlichen First Responder Peter Hirscher (links) und Matthäus Schlager, beide in Rotkreuz-Uniform.

Durch das rasche und koordinierte Handeln von Angehörigen, First Respondern, Rettungsdienst und Notarzthubschrauber konnte im August 2025 in Annaberg einem 46-jährigen Mann nach einem Atem-Kreislauf-Stillstand das Leben gerettet werden.

Am Abend des 14. August 2025 kam es in Annaberg zu einem medizinischen Notfall, der beispielhaft zeigt, wie entscheidend eine funktionierende Rettungskette ist. Der 46-jährige Martin erlitt plötzlich einen Atem-Kreislauf-Stillstand. Seine Ehefrau, die einen früheren Erste-Hilfe-Kurs besucht hatte, reagierte sofort, kontrollierte Bewusstsein und Atmung und begann nach dem Notruf durch Anleitung des Kollegen der Rettungsleitstelle  unverzüglich mit Wiederbelebungsmaßnahmen. Diese rasche Laienreanimation legte den Grundstein für den weiteren erfolgreichen Einsatz.

 

First Responder übernehmen nahtlos die Wiederbelebung

Wenige Minuten nach der Alarmierung trafen die beiden First Responder Matthäus Schlager und Peter Hirscher am Einsatzort ein. Peter Hirscher ist seit 2014 als First Responder tätig und wird seit einem Jahr von Matthäus Schlager unterstützt. Bei Notarzteinsätzen werden beide gemeinsam alarmiert. Sie lösten die Ehefrau des Patienten ab, führten Herzdruckmassage und Beatmung durch und setzten im weiteren Verlauf zweimal einen Defibrillator ein. Kurz darauf traf der Rettungswagen ein, die Sanitäter:innen führten die Maßnahmen fort und bereiteten gemeinsam mit den First Respondern die weitere Versorgung vor.

 

Nachtflug mit Notarzthubschrauber

Trotz der fortgeschrittenen Abendstunden konnte ein Notarzthubschrauber alarmiert werden und am Einsatzort landen. Nach rund 45 Minuten intensiver Maßnahmen gelang schließlich die Rückkehr eines Spontankreislaufs. Der Patient wurde stabilisiert, aus dem ersten Stock des Hauses schonend geborgen und mit dem Notarzthubschrauber in die Salzburger Landeskliniken geflogen.

 

Medizinischer Ausnahmefall mit glücklichem Ausgang

In den Salzburger Landeskliniken wurde Martin Linder intensivmedizinisch weiterbehandelt. Aufgrund der langen Reanimationsdauer ging man zunächst von schweren neurologischen Schäden aus. Umso bemerkenswerter ist das Ergebnis: Nach dem kontrollierten Aufwecken und einer herausfordernden Rehabilitationsphase bestätigten die behandelnden Ärzt:innen, dass die Wiederbelebung „nicht besser hätte geplant werden können“ und keine bleibenden neurologischen Schäden vorliegen.

 

Zurück ins Leben – dank funktionierender Rettungskette und Rehabilitation

Nach rund dreieinhalb Wochen Intensiv- und Normalstationsaufenthalt konnte Martin entlassen werden. Sein Herz erholte sich rasch und so erreicht er nahezu wieder Normalwerte seiner ursprünglichen Leistungsfähigkeit. Zwar musste er viele Fähigkeiten – insbesondere Gedächtnis und Rechnen – neu erlernen, doch mit Unterstützung seiner Familie sowie durch konsequente Rehabilitation konnte er mittlerweile fast alles wieder aufholen.

 

Freude bei First Respondern

Für die beiden First Responder war der Einsatz auch persönlich besonders. Beide kennen die Familie des Patienten, die Rückmeldungen nach dem Einsatz waren entsprechend eng und emotional. „Es ist ein unglaublich gutes Gefühl zu sehen, wie gut es ihm heute geht. Genau für solche Momente macht man diese Aufgabe“, beschreibt Matthäus Schlager die Erlebnisse. Auch Peter Hirscher betont, dass von ärztlicher Seite mehrfach hervorgehoben wurde, wie entscheidend der frühe Einsatz der First Responder für dieses außergewöhnlich gute Ergebnis war. „Das freut mich total, dass alles so gut ausgegangen ist“, so Hirscher.

 

Ehrenamtliches Engagement wirkt

Für Clemens Ebster, Landesrettungskommandant ad interim des Roten Kreuzes Salzburg ist dieser Einsatz ein eindrucksvoller Beleg für den hohen Wert des First-Responder-Systems. In Annaberg sind die First Responder im laufenden Jahr bereits mehr als 70-mal ausgerückt, die notwendige Ausrüstung wurde von der Gemeinde zur Verfügung gestellt. „Wenn geschulte Laien, First Responder, Rettungsdienst, Notärzt:innen und Einsatzorganisationen so reibungslos zusammenarbeiten, können auch scheinbar aussichtslose Situationen ein gutes Ende nehmen. Ich bedanke mich im Namen des Roten Kreuzes herzlich bei unseren ehrenamtlichen First Respondern für ihren raschen Einsatz“, so Ebster.

 

Fotos (c) Rotes Kreuz Salzburg

Foto 1: Die beiden First Responder beim Wiedersehen mit dem Geretteten und seiner Familie
v.l.: Peter Hirscher (First Responder), Barbara Linder (Gattin, 44 J.), Tochter Lara (8 J.), Martin Linder mit Sohn Philipp (6 J.), Matthäus Schlager (First Responder)

Foto 2: Dankbares Wiedersehen nach erfolgreicher Wiederbelebung
v.l.: Matthäus Schlager (First Responder), Martin Linder, Peter Hirscher (First Responder),

Foto 3: Die beiden ehrenamtlichen First Responder sind im Lammertal im Einsatz
v.l.: Peter Hirscher (First Responder), Matthäus Schlager (First Responder)

 

Salzburg, am 5. Jänner 2026

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