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Premiere beim Roten Kreuz Salzburg: Erster Salzburger Telenotarzt im Einsatz

Links zu sehen ist Doktor Alexander Franz in einer Notarzt-Uniform mit Gilet, rechts ein Notarzt in Rotkreuz-Uniform. Beide betrachten ein Corpuls-Gerät zur Überwachung von Vitalparametern von Patientinnen.
Links zu sehen ist Doktor Alexander Franz in einer Notarzt-Uniform mit Gilet, rechts ein Notarzt in Rotkreuz-Uniform. Vor ihnen steht auf einem Tisch ein Corpuls-Gerät zur Überwachung von Vitalparametern von Patientinnen.
Blick auf den Bildschirm eines Corpuls-Gerätes, davor ein Notarzt von hinten in einem Polo-Shirt mit dem Aufdruck "Notarzt".
Ein Notarzt erklärt einem anderen Notarzt die Anzeige auf einem Corpuls-Bildschirm.
Doktor Alexander Franz, Notarzt des Roten Kreuzes Salzburg, mit gelber Rotkreuz-Weste.

Mit der erfolgreich abgeschlossenen ersten Telenotarzt-Ausbildung in Österreich setzt das Österreichische Rote Kreuz einen weiteren Meilenstein in der präklinischen Notfallversorgung. Mit dabei: Dr. Alexander Franz, Notarzt des Roten Kreuzes Salzburg. Er ist damit der erste Salzburger Notarzt, der diese österreichweit erstmals angebotene Ausbildung absolviert hat, und wird künftig bundesweit als Telenotarzt zur Verfügung stehen.

Zum ersten Mal wurde in Österreich eine bundesländer- und organisationsübergreifende Basisausbildung für Telenotärzt:innen durchgeführt. Organisiert vom Roten Kreuz Niederösterreich in Abstimmung mit der Ärztekammer, nahmen insgesamt 27 Notärzt:innen aus mehreren Bundesländern an der Ausbildung teil – darunter auch Dr. Alexander Franz vom Roten Kreuz Salzburg. Für Salzburg ist dies ein besonderer Schritt: Dr. Franz ist der erste Salzburger Notarzt, der diese neue Qualifikation erworben hat und seine Expertise künftig im Telenotarztsystem einbringt.

 

Österreichweite Premiere mit Salzburger Beteiligung

Die Ausbildung, die im Jänner abgeschlossen wurde, kombinierte zwei Online-Module mit einem intensiven Präsenztag in der Landesverbandszentrale des Roten Kreuzes Niederösterreich in Tulln. Inhaltlich reichte das Spektrum von der Entwicklung des Telenotarztsystems in Österreich über Einsatzmöglichkeiten bis hin zu rechtlichen Rahmenbedingungen, Datenschutz und Kommunikation. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf praktischen Übungen in Kleingruppen, bei denen reale Einsatzszenarien simuliert und die technischen Systeme intensiv erprobt wurden.

Für Dr. Franz war die Teilnahme an dieser Ausbildung ein wichtiger Schritt in die Zukunft der Notfallmedizin. „Die Ausbildung war fachlich hochstehend und praxisnah. Besonders wertvoll war der intensive Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Bundesländern und Organisationen. Das Telenotarztsystem eröffnet uns völlig neue Möglichkeiten, Patientinnen und Patienten rasch und bestmöglich zu versorgen – darauf freue ich mich in meiner künftigen Rolle als Telenotarzt sehr“, so Dr. Franz.

 

Telenotarztsystem: Digitale Unterstützung direkt aus Salzburg

Das Telenotarztsystem stellt eine wesentliche Erweiterung der präklinischen Versorgung dar und ist inzwischen in Salzburg und anderen Bundesländern im Einsatz. Ziel ist es, dass das nichtärztliche Rettungsdienstpersonal vor Ort bei Bedarf jederzeit in Echtzeit ärztliche Unterstützung erhält und den Telenotarzt oder die Telenotärztin unmittelbar in die laufende Behandlung einbinden kann.

Zum Einsatz kommt das System insbesondere bei medizinisch nicht kritischen Patient:innen, bei denen eine ärztliche Beratung und Unterstützung einen wichtigen Beitrag zur Versorgung leisten kann, ohne dass sofort ein Notarzt vor Ort sein muss. Gleichzeitig bietet es zusätzliche Sicherheit, wenn sich der Zustand von Patient:innen unerwartet verschlechtert: In solchen Fällen kann das Telenotarztsystem die Zeit bis zum Eintreffen eines nachalarmierten Notarztes bzw. einer nachalarmierten Notärztin sinnvoll überbrücken. Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt aktuell auf der Beurteilung von EKGs, darüber hinaus begleiten Telenotärzt:innen auch Transporte ins Krankenhaus.

 

Erste Erfahrungen aus der Praxis

Nach dem ersten Dienst als Telenotarzt zieht Dr. Franz ein positives Fazit und bestätigt, dass das Konzept eine wertvolle Unterstützung für die Rettungskräfte darstellt: „In Summe wurde ich bei fünf Einsätzen hinzugezogen – unter anderem zur Beurteilung von EKGs aber auch zur Überbrückung, bis der physische Notarzt vor Ort war“, berichtet Dr. Franz.

 

Mehr Qualität und Effizienz für Salzburg

Ein großer Vorteil des Systems liegt in der örtlichen Unabhängigkeit der Telenotärzt:innen. Sie können sich von jedem Ort mit stabiler Internetverbindung in das System einloggen und innerhalb kürzester Zeit Unterstützung leisten. Damit steht ärztliche Expertise genau dann zur Verfügung, wenn sie benötigt wird – unabhängig von Standort oder Tageszeit.

Für das Rote Kreuz Salzburg ist dies ein bedeutender Schritt zur Weiterentwicklung der Versorgungsqualität. „Das Telenotarzt-System ist ein wichtiger Baustein, um unsere Rettungskräfte bestmöglich zu unterstützen und die medizinische Versorgung der Salzburger Bevölkerung weiter zu verbessern. Gerade in Zeiten zunehmender Anforderungen und knapper Ressourcen ermöglicht es schnelle ärztliche Entscheidungen und erhöht die Patient:innensicherheit spürbar“, betont Stefan Soucek, Leiter des Rettungsdienstes ad interim im Roten Kreuz Salzburg.

Mit der Ausbildung von Dr. Franz bringt das Rote Kreuz Salzburg nun auch eigene ärztliche Expertise aktiv in dieses zukunftsweisende System ein – und stärkt damit die digitale Notfallmedizin weit über die Landesgrenzen hinaus.

 

Fakten

  • Projektstart: Anfang 2025 begann der flächendeckende Einsatz des Telenotarztes im Bundesland Salzburg.
  • Qualifiziertes Personal: Rund 170 Notfallsanitäter:innen verfügen über die Zusatzqualifikationen Telenotarzt.
  • Einsätze: Bis Februar 2026 wurde der Telenotarzt rund 160-mal hinzugezogen.
  • Häufigste Einsatzgründe: Etwa 75 Prozent der Einsätze erfolgten aufgrund internistischer Ursachen, darunter am häufigsten Beurteilung von EKGs bei Verdacht auf Herzinfarkt.
  • Bei rund 10 Prozent der Einsätze wurde ein Transport in Krankenhaus obsolet und ein anderer „best point of care“ empfohlen.

 

Fotos (c) Rotes Kreuz Niederösterreich / M. Hechenberger (?) (1-4), Rotes Kreuz Salzburg (5)

Foto 1: Dr. Alexander Franz (links), Notarzt des Roten Kreuzes Salzburg, absolvierte erfolgreich die erste Telenotarzt-Ausbildung in Österreich.

Foto 2: Im Rahmen der Ausbildung beschäftigte sich im Rahmen der Ausbildung mit der Entwicklung des Telenotarztsystems in Österreich, dessen Einsatzmöglichkeiten sowie den rechtlichen Rahmenbedingungen, Datenschutz und Kommunikation.

Foto 3: Telenotärzt:innen können sich von jedem Ort mit stabiler Internetverbindung in das System einloggen und innerhalb kürzester Zeit Unterstützung leisten.

Foto 4: Ein Schwerpunkt der Ausbildung lag auf praktischen Übungen in Kleingruppen, bei denen reale Einsatzszenarien simuliert und die technischen Systeme intensiv erprobt wurden.

Foto 5: Dr. Alexander Franz, Notarzt des Roten Kreuzes Salzburg, schätzte die fachlich hochstehende und praxisnahe Ausbildung.

 

Salzburg, am 10. Februar 2026

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Roberta Thanner

Roberta Thanner, MSc.

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