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Sagenhaftes Miteinander in Puch: Kunstprojekt bringt Generationen zusammen – gelungener Auftakt mit den „Halleiner Zeiserlfängern“

Gruppenfoto einer großen Gruppe von Menschen.
Eine Gruppe von Menschen sitzt an einem Tisch, auf dem Zweige liegen.
Eine Gruppe von Menschen schreibt auf Zetteln unter Anleitung einer Dame.
Eine Gruppe von Menschen sitzt an einem Tisch und schreibt auf Zetteln.
Eine Gruppe von Menschen sitzt um einen Tisch unter einem Zelt.
Eine Gruppe von Menschen steht unter dem Vordach eines Anhängers.

Mit dem generationenübergreifenden Kunstprojekt „MITSAMMEN – Sagenhaftes Miteinander“ ist am 8. Mai im Park des Rotkreuz-Seniorenwohnhauses Puch ein kreativer Auftakt gelungen. Die Künstler:innengruppe MoKuBa verwandelte den Ort in eine offene Bühne für Begegnung, Austausch und künstlerisches Experimentieren, inspiriert von regionalen Sagen und getragen von der Idee, Jung und Alt nachhaltig zu verbinden.

Am 8. Mai wurde in Puch bei Hallein der erste von drei geplanten Terminen des Kunstprojekts „MITSAMMEN – Sagenhaftes Miteinander“ erfolgreich umgesetzt. Initiiert und durchgeführt von der Künstler:innengruppe MoKuBa (Mobile Kunst- und Kultur-Basis) unter Leitung von Felix Igler und gefördert vom Land Salzburg, bringt das Projekt Kinder, Jugendliche und Senior:innen in einem gemeinsamen kreativen Prozess zusammen. Schauplatz war der Park des Rotkreuz-Seniorenwohnhauses Puch, der sich rund um den mobilen MoKuBa-Anhänger in ein lebendiges Atelier und einen Ort der Begegnung verwandelte.

„Unser Anspruch als Künstler:innen ist es, Räume zu schaffen, in denen Begegnung ganz selbstverständlich passiert. Wenn Kinder, Jugendliche und Senior:innen gemeinsam an einer Idee arbeiten, entstehen nicht nur Kunstwerke, sondern echte Verbindungen. Genau das macht Projekte wie „Sagenhaftes Miteinander“ so besonders“, erklärt Felix Igler, der künstlerische Projektleiter.

 

„Halleiner Zeiserlfänger“ machen den Auftakt

Im Zentrum des Auftakts stand die regionale Sage der „Halleiner Zeiserlfänger“, die als thematischer Ausgangspunkt für die künstlerische Auseinandersetzung diente. Die Geschichte rund um den entflogenen Zeisig und die vergeblichen Fangversuche der Halleiner Stadtwache bot dabei nicht nur einen humorvollen historischen Bezug, sondern auch vielfältige Anknüpfungspunkte für kreative Interpretationen zum Thema „Luft“, Bewegung und Perspektivwechsel.

 

Kunst als Brücke zwischen den Generationen

Das Projekt „MITSAMMEN“ verfolgt das Ziel, generationenübergreifende Begegnungen aktiv zu fördern. In Puch befinden sich zahlreiche Bildungseinrichtungen und soziale Angebote in unmittelbarer räumlicher Nähe: Von der Volksschule über den Jugendtreff und dem betreuten Wohnen bis hin zum Seniorenwohnhaus. Dieses besondere Umfeld nutzt MoKuBa gezielt, um Menschen unterschiedlicher Altersgruppen miteinander in Kontakt zu bringen.

Durch die gemeinsame künstlerische Arbeit entstehen Räume für Austausch, gegenseitiges Lernen und neue Perspektiven. Insbesondere die Verbindung zwischen Schüler:innen der Volksschule und den Bewohner:innen des Seniorenwohnhauses und betreuten Wohnens sowie Besucher:innen des Tageszentrums stand im Fokus des ersten Veranstaltungstages.

„Solche Projekte zeigen eindrucksvoll, wie wertvoll der direkte Austausch zwischen den Generationen ist. Hier entsteht ein Miteinander, das unsere Gemeinde nachhaltig prägt“, so Bürgermeisterin Barbara Schweitl.

 

Drei Workshops, eine Sage, vielfältige Zugänge

Ein zentrales Element des Projekts ist die parallele Durchführung mehrerer Workshops aus unterschiedlichen Kunstsparten, die sich alle demselben Thema widmen. Am 8. Mai konnten die Teilnehmer:innen zwischen drei kreativen Angeboten wählen:

 

Musik-Workshop: „Das Zeiserl zum Singen bringen“
Unter der Leitung von Franziska Strohmayr wurden kleine Flöten gebaut, mit denen die Teilnehmer:innen versuchten, Vogelstimmen nachzuahmen. Spielerisch entstand so ein Zugang zu Klang, Rhythmus und Naturbeobachtung – und gleichzeitig eine Verbindung zur Sage.

 

Schreib-Workshop: „Wenn ich ein Vogel wär“
Evelyn Hesch führte die Teilnehmer:innen in die Welt des kreativen Schreibens. Ausgehend von Vogelbildern entstanden Texte und Gedichte, die die Perspektive eines Vogels einnahmen. Die Ergebnisse zeigten eindrucksvoll, wie Fantasie und persönliche Ausdruckskraft generationenübergreifend wirken können.

 

Interaktiver Storytelling-Workshop: „Die Geschichte selbst gestalten“
Dario Ackermann kombinierte klassische Erzähltradition mit modernen interaktiven Elementen. Die Teilnehmer:innen entschieden selbst über den Verlauf der Geschichte und tauchten so aktiv in die Sagenwelt ein.

 

Begegnung im kreativen Raum

Ein besonderes Merkmal des Projekts ist das mobile Atelier „MokuBa“, das als voll ausgestattete Werkstatt und Bühne dient. Gemeinsam mit dem Holzpavillon im Garten des Seniorenwohnhauses und weiteren Zelten entstand ein barrierefreier Raum, der für alle Beteiligten leicht zugänglich war.

Der Veranstaltungstag fand seinen Abschluss in einer gemeinsamen Präsentation der Workshopergebnisse. Dabei wurden die unterschiedlichen künstlerischen Zugänge sichtbar und boten Anlass für Gespräche zwischen den Generationen. Zudem konnten so auch Angehörige sowie weniger mobile Senior:innen am Geschehen teilhaben.

 

Nachhaltige Perspektive für Puch

Neben dem unmittelbaren Erlebnis verfolgt das Projekt auch eine langfristige Perspektive: Die drei geplanten Veranstaltungen im Frühjahr, Sommer und Herbst sollen zeigen, wie nachhaltige Kooperationen zwischen lokalen Institutionen aufgebaut werden können. Beteiligt sind neben der Gemeinde Puch das Rote Kreuz Salzburg, die Volksschule Puch, der Verein Freizeitbetreuung sowie Einrichtungen des Salzburger Hilfswerks.

Die Kombination aus regionalem Kulturerbe, künstlerischer Praxis und sozialem Austausch bildet dabei die Grundlage für ein Modell, das bei positiver Resonanz weitergeführt werden kann.

 

Ausblick auf die nächsten Termine

Nach dem erfolgreichen Auftakt am 8. Mai sind am 3. Juli und 2. Oktober zwei weitere Veranstaltungen geplant, bei denen erneut regionale Sagen im Mittelpunkt stehen werden. Jede dieser Sagen wird aus unterschiedlichen künstlerischen Perspektiven neu interpretiert und gemeinsam mit den Teilnehmer:innen erarbeitet.

Das Projekt „MITSAMMEN – Sagenhaftes Miteinander“ zeigt damit eindrucksvoll, wie Kunst als verbindendes Element über Altersgrenzen hinweg wirken und so den Alltag einer Gemeinde bereichern kann.

Fotos (c) Rotes Kreuz Salzburg (1-3, 5-6), Felix Igler (4)

Foto 1: Rund 50 Teilnehmer:innen aus allen Generationen nahmen mit großer Begeisterung an den Workshops teil.

Foto 2: Unter der Leitung von Franziska Strohmayr wurden kleine Flöten gebaut, mit denen die Teilnehmer:innen versuchten, Vogelstimmen nachzuahmen.

Foto 3: In ihrem Workshop führte Evelyn Hesch (stehend) die Teilnehmer:innen in die Welt des kreativen Schreibens.

Foto 4: Ausgehend von Vogelbildern entstanden Texte und Gedichte, die die Perspektive eines Vogels einnahmen.

Foto 5: Im interaktiven Storytelling-Workshop kombinierte Dario Ackermann (4. v.l.) klassische Erzähltradition mit modernen interaktiven Elementen.

Foto 6: Sie sorgten gemeinsam für einen gelungenen Nachmittag im Seniorenwohnhaus Puch (v.l.): Christian Präauer (Haus- und Pflegedienstleiter, Seniorenwohnhaus Puch, Rotes Kreuz), Barbara Schweitl (Bürgermeisterin Puch), Evelyn Hesch (Leiterin Schreib-Workshop), Franziska Strohmayr (Leiterin Musik-Workshop), Dario Ackermann (Leiter interaktiver Storytelling-Workshop), Felix Igler (Leiter der Künstler:innengruppe MoKuBa und Projektverantwortlicher), Sabine Schröter (Betreutes Wohnen Puch, Hilfswerk), Alexander Holzer (Seniorenwohnhaus Puch, Rotes Kreuz)

 

Salzburg, am 11. Mai 2026

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Roberta Thanner

Roberta Thanner, MSc.

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