81.279 freiwillige Stunden, 21.146 Alarmierungen und Investitionen in moderne Infrastruktur prägen das Vereinsjahr 2025.
Mit beeindruckenden Leistungszahlen, bewegenden Ehrungen und einem klaren Bekenntnis zur Freiwilligkeit stand die Generalversammlung des Roten Kreuzes Osttirol am 29. Mai im Kolpinghaus Lienz ganz im Zeichen des Engagements für die Bevölkerung.
Bezirksstellenleiter Egon Kleinlercher zog vor zahlreichen Ehrengästen aus Politik, Gesundheitswesen sowie den Blaulichtorganisationen Bilanz über das Jahr 2025 und blickte auf die wichtigsten Entwicklungen und Herausforderungen zurück.
Insgesamt 696 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter 609 freiwillige Helferinnen und Helfer, engagierten sich im vergangenen Jahr für das Rote Kreuz Osttirol. Mit 81.279 freiwillig geleisteten Stunden und mehr als 1,23 Millionen gefahrenen Kilometern war 2025 erneut ein äußerst intensives Jahr.
Im Rettungsdienst, zu dem unter anderem auch die Teilbereiche Krisenintervention, First Responder und Ambulanzdienste zählen, wurden insgesamt 66.346 Stunden freiwillig geleistet. Die Einsatzkräfte wurden im Rettungs- und Krankentransport in Summe 21.146 alarmiert. Die hohe Zahl an Alarmierungen verdeutlicht die zentrale Rolle des Roten Kreuzes in der Gesundheitsversorgung des Bezirks.
Die Leistungen des Roten Kreuzes gehen weit über den Rettungsdienst hinaus. Im Bereich der Gesundheits- und Sozialen Dienste wurden insgesamt 14.933 Stunden erbracht. Die Team Österreich Tafel unterstützte im Vorjahr 8.939 Menschen, während „Essen auf Rädern“ knapp 30.000 Mahlzeiten auslieferte. Darüber hinaus leisteten der Besuchsdienst, die Rufhilfe, das Angebot „Bewegung zum Wohlfühlen“ sowie der Betreute Fahrdienst einen unverzichtbaren Beitrag zur Lebensqualität und sozialen Sicherheit der Bevölkerung in Osttirol. Zudem wurde in akuten Notlagen gezielte Hilfe geleistet. Im Rahmen unserer Hilfsfonds „Mitbürger in Not“ und „PENNY-Familienfonds“ konnten über 24 Personen bzw. Familien mit insgesamt rund 23.500 Euro finanziell unterstützt werden.
Auch in die Zukunft wurde kräftig investiert. Neben dem Ausbau der Ortsstelle Matrei wurden an der Ortsstelle Sillian die Toranlagen an die Anforderungen der neuen Rettungsfahrzeuge angepasst. Gemeinsam mit der Anschaffung von vier modernen Rettungsfahrzeugen stärkt dies die Einsatzfähigkeit des Roten Kreuzes Osttirol nachhaltig und sichert eine zeitgemäße Versorgung der Bevölkerung. Zudem ist das Rote Kreuz Osttirol im vergangenen Jahr dem Klimabündnis Tirol beigetreten und setzt verstärkt auf nachhaltiges Handeln. Durch bewusstes Ressourcenmanagement, energieeffiziente Maßnahmen und die Berücksichtigung ökologischer Aspekte bei zukünftigen Entscheidungen leistet das Rote Kreuz Osttirol einen aktiven Beitrag zum Klima- und Umweltschutz.
Bei der Präsentation des Rechnungsabschlusses 2025 berichtete Finanzreferent Hansjörg Mattersberger, dass das Rote Kreuz Osttirol das Jahr 2025 trotz umfangreicher Investitionen mit einer positiven Bilanz beenden konnte.
Zu den bewegendsten Momenten der Generalversammlung zählten auch die Ehrungen zahlreicher langjähriger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die für ihren langjährigen Einsatz und ihr großes Engagement ausgezeichnet wurden.
Für besondere Anerkennung sorgte die Auszeichnung von Bernhard Oberschneider von der Ortsstelle Matrei. Er wurde für 40 Jahre freiwilligen Dienst mit dem Dienstjahresabzeichen in Gold sowie der Medaille des Landes Tirol für das Rettungswesen in Silber geehrt.
Ein weiterer Punkt war die Beförderung von Lorena Bstieler. Die im März neu gewählte Ortsstellenleiterin der Ortsstelle Matrei wurde zur Abteilungskommandantin ernannt und ist damit nach Valentina Erlsbacher erst die zweite Frau in Osttirol, die diese Funktion ausübt.
Zudem wurden 23 Blutspenderinnen und Blutspender für ihren jahrzehntelangen Beitrag zur Lebensrettung ausgezeichnet.
Große Anerkennung für die Arbeit des Roten Kreuzes Osttirol kam auch von den anwesenden Ehrengästen. In ihren Grußworten würdigten sie das hohe Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die wichtige Rolle des Roten Kreuzes für die Bevölkerung. Besonders hervorgehoben wurden die enge Zusammenarbeit mit den Partnerorganisationen, die starke Verankerung in der Region und der wertvolle Beitrag, den das Rote Kreuz Osttirol tagtäglich für die Gesellschaft leistet.
Der Präsident des Tiroler Roten Kreuzes, Günther Ennemoser, betonte die österreichweit außergewöhnlich hohe Freiwilligenquote in Osttirol: „Wir haben hier eine der höchsten Freiwilligkeitsquoten im Roten Kreuz in ganz Österreich.“ Zugleich unterstrich er die Bedeutung der Nachwuchsarbeit. Die Gewinnung und langfristige Bindung junger Freiwilliger werde auch in den kommenden Jahren eine der wichtigsten Aufgaben des Roten Kreuzes bleiben.
Zum Abschluss dankte Bezirksstellenleiter Egon Kleinlercher allen freiwilligen und hauptamtlichen Mitarbeitern, den Zivildienern, Partnerorganisationen und Unterstützern. Seine Worte brachten die Botschaft des Abends auf den Punkt: „Das Rote Kreuz lebt durch Menschen. Durch Menschen, die hinschauen. Durch Menschen, die helfen. Durch Menschen, die Verantwortung übernehmen.“
Die Generalversammlung zeigte eindrucksvoll, dass hinter jeder Statistik Menschen stehen, die Tag für Tag Verantwortung übernehmen – und damit das soziale Rückgrat Osttirols stärken.
Fotos ©Ecaterina TOLICOVA | ÖRK Osttirol.
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Ecaterina TOLICOVA
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