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Bezirskversammlung 2026 mit Leistungsbericht 2025

Bezirksstellenleiter Ing. Mag. (FH) Florian Klug

Bezirksversammlung des Roten Kreuzes Deutschlandsberg: Über 101.000 ehrenamtliche Stunden

Im Rahmen der Bezirksversammlung des Roten Kreuzes Deutschlandsberg am 12. Mai 2026 im Laßnitzhaus Deutschlandsberg wurde eine eindrucksvolle Leistungsbilanz präsentiert. Fast 27.000 Rettungseinsätze, zigtausende ehrenamtliche Stunden und zahlreiche soziale Dienstleistungen unterstreichen die enorme Bedeutung des Roten Kreuzes für die Bevölkerung im Bezirk.

Bezirksstellenleiter Ing. Mag. (FH) Florian Klug konnte etwa 150 Mitarbeiter:innen sowie Ehrengäste aus Politik, Behörden und Einsatzorganisationen begrüßen. Unter den Ehrengästen befanden sich unter anderem Rotkreuz-Chefarzt Ass. Prof. Dr. Berthold Petutschnigg, Bezirkshauptfrau Mag. Doris Bund, Bürgermeister Ing. Mag. Josef Wallner, sowie Bereichsfeuerwehrkommandant OBR Josef Gaich. Ebenso folgten Vertreter benachbarter Rotkreuz-Bezirksstellen der Einladung. Seitens der Ortsstellen waren Ing. Andreas Fiebich, Ortsstellenleiter Lannach/St. Josef, sowie Ing. Martin Hengsberger, Ortsstellenleiter Stainz, anwesend.

Nach dem Gedenken an verstorbene Mitarbeiter:innen folgte der umfassende Leistungsbericht über das Jahr 2025.

Dabei bleibt der Rettungsdienst weiterhin das Fundament der Organisation: Insgesamt wurden 26.760 Einsätze geleistet und dabei rund 893.549 Kilometer zurückgelegt. Besonders hervorzuheben sind die 747 Einsätze der 55 First Responder. Insgesamt engagierten sich rund 570 Mitarbeiter:innen, die dabei 84.336 ehrenamtliche Stunden leisteten.

Auch der Notarztrettungsdienst war stark gefordert: 1.276 Einsätze sowie mehr als 8.300 ehrenamtliche Stunden unterstreichen die hohe Bedeutung für die notfallmedizinische Versorgung im Bezirk. 50 Notfallsanitäter:innen und 24 Notärzt:innen sorgen für eine Einsatzbereitschaft rund um die Uhr.

Von Bezirksrotkreuzarzt Dr. Peter Grasl wurde das neu eingeführte „Notfallsanitäter-First-Responder-System“ vorgestellt. Das mit Notfallsanitätern besetzte „Vorausfahrzeug“ ergänzt die bestehende notärztliche Versorgung im Bezirk und kommt zum Einsatz, wenn keine unmittelbare Lebensgefahr besteht, jedoch rasche medizinische Hilfe ohne notärztliche Maßnahmen benötigt wird. Unterstützung erhalten die speziell ausgebildeten Notfallsanitäter:innen vor Ort auch durch einen Telenotarzt - dieser kann sich per Telefon und Computer in Echtzeit zuschalten und das Personal vor Ort medizinisch unterstützen. Der Bezirk Deutschlandsberg nimmt hierbei steiermarkweit eine Vorreiterrolle ein und gilt als Modellregion für die Weiterentwicklung moderner Rettungsdienststrukturen.

Zunehmend an Bedeutung gewinnt auch die psychosoziale Betreuung, die im vergangenen Jahr 45 Einsätze verzeichnete und rund 200 Personen unterstützte. Die 29 Mitarbeiter:innen leisteten dazu 1.543 ehrenamtliche Stunden.

Ein besonderer Fokus liegt weiterhin auf der Nachwuchsarbeit: Im Jugendrotkreuz engagierten sich mittlerweile 96 Jugendliche in vier Gruppen unter der Leitung von 22 Betreuer:innen und leisteten gemeinsam 5.246 Stunden. Zahlreiche Bewerbe und Veranstaltungen stärkten Teamgeist und Erste-Hilfe-Kompetenz. Den umfangreichen Rückblick präsentierten die beiden Bezirksjugendsprecherinnen Marie-Christin Eberhardt und Nadine Diestler.

Auch im Bereich Ausbildung wurde ein starkes Zeichen gesetzt: Insgesamt wurden von 27 Lehrpersonen 126 Erste-Hilfe-Kurse sowie zahlreiche Firmen- und Mitarbeiterkurse abgehalten, an denen knapp 2.000 Teilnehmer:innen teilnahmen.

Der Blutspendedienst organisierte 57 Aktionen, bei denen 2.308 Blutspenden gesammelt wurden – ein unverzichtbarer Beitrag zur medizinischen Versorgung. 20 Blutspendehelfer:innen leisteten dabei 786 ehrenamtliche Stunden.

Im sozialen Bereich wurden durch die mobile Pflege und Betreuung über 20.000 Hausbesuche durchgeführt und 319 Klient:innen betreut. Ergänzend dazu engagieren sich 12 Mitarbeiter:innen im Besuchsdienst sowie 3 im seit November neu eingeführten Leistungsbereich der Lernhilfe, bei der bereits 60 Kinder unterstützt werden konnten.

Die beiden Freiwilligenkoordinatoren berichteten von zahlreichen Mitarbeitergesprächen sowie 133 neu gewonnenen Mitarbeiter:innen im Jahr 2025.

Im Anschluss an die Leistungsberichte folgte der Bericht über die finanziellen Gebarungen, vorgetragen von Bezirksstellenleiter-Stv. Finanzreferent Bernhard Pölzl. Diesem war trotz Rückgang der Einnahmen und gestiegenen Ausgaben ein positives Jahresergebnis von EUR 2.600,84 zu entnehmen. Die Kassaprüfer Monika Zsifkovits und Ing. Martin Hengsberger bestätigten die ordnungsgemäße Kassaführung, somit erfolgte die Entlastung der verantwortlichen Funktionär:innen.

Nach der Wahl der Delegierten zur Generalversammlung sowie der Kassaprüfer war ein besonderer Höhepunkt der Bezirksversammlung die Ehrung der Mitarbeiter:innen für ihr außergewöhnliches Engagement und ihre langjährige Tätigkeit im Dienste des Roten Kreuzes.

Mit der Stundenspange für ehrenamtlich geleistete Stunden wurden geehrt:

  • in Bronze für 1.000: Elke Krois, MSc, Sophie Arnfelser, Bettina Ofner, BEd., MEd., Raffael Fürpaß, Fabian Fürnschuß, Marie-Sophie Kreutner sowie Chiara Katharina Wenzig, BSc.
  • in Silber für 2.500: Monika Zsifkovits, Tobias Reiterer, Stefan Plasonik, Simon Schmautz, Katharina Lang, Martin Sackl sowie Katja Hartinger
  • in Gold für 5.000: Lorena Köstenbauer, BSc, Gerald Strohmeier sowie DI Peter Weiss, BSc., BEd.
  • in Gold für 8.000: Magdalena Kluge sowie Ing. Andreas Fiebich
  • in Gold für 10.000: Zeljka Groß, Markus Auer sowie Dominik Pretzmann
  • in Gold für 16.000: Bernhard Pölzl
  • in Gold für 17.000: Mag. Silvia Meschnark
  • in Gold für 31.000: Ing. Mag. (FH) Florian Klug

Befördert wurden:

  • zum Haupthelfer: Margit Widmar
  • zum Zugsführer nach Absolvierung der Ausbildung Führungskräfte I: Carina Tatzl, Marlene Tatzl, Katharina Lang sowie Tobias Reiterer
  • zum Obersanitätsmeister: DI Felix Auer, BSc sowie Gregor Fürpass
  • im Jugendrotkreuz
    • zur JRK-Helferin: Anina Arnfelser, Anna Herzog, Florentina Klug, Magdalena Kohlbacher, Laura Krois, Sarah Langmann sowie Jennifer Pauritsch
    • zur JRK-Oberhelferin: Lena Prall
    • zur JRK-Haupthelferin: Marie-Christin Eberhardt

Für besondere Verdienste um das Rote Kreuz wurden mit dem Verdienstzeichen des Landesverbandes ausgezeichnet:

  • in Bronze: Markus Jöbstl, Florentina Kiegerl, Katharina Lang, Tobias Reiterer, Martin Sackl sowie Margit Widmar
  • in Silber: Moritz Auer, Gerhard Galler sowie Ing. Simon Schönegger, MSc
  • in Gold: Gerald Strohmeier

Die Verdienstmedaille des Österreichischen Roten Kreuzes in Bronze erhielt Franz Poscharnik.

Für besondere Leistungen und hervorragende Verdienste auf dem Gebiet des Feuerwehr- und Rettungswesens wurde Lukas Amplatz, MSc mit dem Verdienstkreuz in Bronze des Landes Steiermark ausgezeichnet.

Für ihr besonderes und zeitintensives Engagement im Rettungsdienst und in der Ausbildung wurde Frau Mag. Silvia Meschnark lobend erwähnt. Für die hervorragende Führung der Jugendarbeit erhielt Frau Elke Krois, MSc ebenfalls eine besondere Anerkennung.

Chefarzt Dr. Berthold Petutschnigg betonte, dass er sich hier im Bezirk „besonders wohlfühle“ und hob hervor, dass zahlreiche zukunftsweisende Projekte innerhalb des Roten Kreuzes Steiermark ihren Ausgangspunkt im Bezirk Deutschlandsberg genommen hätten. So seien unter anderem die Themenbereiche „Notfallkompetenzen“ sowie „Zukunft Rettungsdienst“ maßgeblich in Deutschlandsberg mitentwickelt und diskutiert worden. Besonders positiv hob Petutschnigg auch die Entwicklung rund um das Notfallsanitäter-First-Responder-Fahrzeug hervor. Der Bezirk Deutschlandsberg nehme hierbei eine Vorreiterrolle ein und gelte mittlerweile steiermarkweit als Vorbild.

Auch Bezirkshauptfrau Mag. Doris Bund, Bürgermeister Ing. Mag. Josef Wallner sowie Bereichsfeuerwehrkommandant OBR Josef Gaich unterstrichen die große Bedeutung des Roten Kreuzes für die Sicherheit und Versorgung der Bevölkerung und dankten allen Mitarbeiter:innen für ihren unermüdlichen Einsatz sowie für die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit den Behörden und Einsatzorganisationen im Bezirk.

Abschließend bedankte sich Bezirksstellenleiter Ing. Mag. (FH) Florian Klug bei allen Mitarbeiter:innen, Partnerorganisationen sowie Unterstützern für ihr Engagement und die hervorragende Zusammenarbeit. Zum Ausklang der Bezirksversammlung wurde zu einem gemeinsamen Essen geladen, bei dem der Abend in kameradschaftlicher Atmosphäre ausklang.

(Fotos: Philipp Schrempf-Güttinger)

Leistungsbericht 2025