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Formel 1 Grand Prix 2026: Grosseinsatz für das Rote Kreuz

Die Rotkreuz-Bezirksstelle Knittelfeld zeichnete sich auch 2026 für die sanitätsdienstliche Versorgung während des Formel 1 Grand Prix in Spielberg verantwortlich.

Einige Rotkreuz-Mitarbeiter:innen stehen in einer Gruppe zusammen. Im Hintergrund erkennt man den Red Bull Ring.

Vom 26. bis 28. Juni 2026 machte der wohl schnellste Zirkus der Welt den Red Bull Ring in Spielberg abermals zu seiner Manege. Der Formel 1 Grand Prix von Österreich lockte wie bereits in den Jahren zuvor hunderttausende Besucher:innen aus aller Welt in das malerisch gelegene Murtal und ließen in der beschaulichen Obersteiermark über ein Wochenende spontan eine ganze Großstadt entsteht. Deren Einwohner:innen konnten sich natürlich auf das Rote Kreuz als verantwortliche Rettungsdienst-Organisation verlassen.

Geleitet wurde der Großeinsatz - es handelt sich dabei um die größte Veranstaltung in Österreich, die vom Roten Kreuz betreut wird - in gewohnter Manier von Einsatzleiter-Rettungsdienst, ORR Bernd Peer, MSc, der auf den erfolgreichen "Routine-Einsatz der Superlative" zurückblicken meint:

"Wir können bei unseren Großeinsätzen am Red Bull Ring auf unsere jahrelange Erfahrung und das perfekte Teamwork sowohl im Roten Kreuz, als auch mit dem Veranstalter und unseren befreundeten Einsatzorganisationen bauen."

- Bernd Peer, Einsatzleiter-Rettungsdienst

Die Rotkreuz-Bezirksstelle Knittelfeld organisiert seit jeher die Bereitstellung der notwendigen Teams und Rettungswägen für die vielen zu besetzenden Dienst auf der Rennstrecke und die sanitätsdienstliche Versorgung des dazugehörigen Fantrubels rundherum. Insgesamt befanden sich an dem Wochenende (von Mittwoch bis Montag Früh) über 400 Sanitäter:innen und 18 Notärzt:innen im Dienst. Sie versahen auf bis zu 29 Rettungswägen, einem eigens in Dienst gestellten "geflügelten" Notarzteinsatzfahrzeug (dem "NEF Red Bull Ring"), dem Kommandofahrzeug aus Knittelfeld, sowie mehreren Logistikfahrzeugen, in drei Unfallhilfsstellen im Zuseher:innenbereich, sowie der eigens eingerichteten "Leitstelle Red Bull Ring" großteils ehrenamtlich ihren Dienst.

Österreichweite Zusammenarbeit

Um für die bestmögliche sanitätsdienstliche Versorgung vor Ort sorgen zu können wurde die Rotkreuz-Bezirksstelle Knittelfeld im Zuge dieses Ambulanzdienstes wieder tatkräftig von Kolleg:innen zahlreicher Rotkreuz-Schwesterdienststellen der Landesverbände Oberösterreich, Vorarlberg und natürlich der Steiermark unterstützt. Diese besondere Kombination aus lokaler Knittelfelder Expertise in Führungspositionen und den weiteren, breit einsetzbaren und motivierten Kolleg:innen aus ganz Österreich zeigt, dass der dem Rotkreuz-Grundsatz "Einheit" entsprechende verbindende Rotkreuzgedanke ein Erfolgsgarant ist.
Neben der perfekten Rotkreuz-internen Kooperation sei auch die langjährige, ausgezeichnete Zusammenarbeit mit der Bezirkshauptmannschaft Murtal, den Feuerwehren des Bereiches Knittelfeld, der Exekutive und den Veranstaltern zu erwähnen. Die professionelle und dennoch amikale Arbeitsweise aller Beteiligter garantiert bereits seit Jahren den erfolgreichen und zufriedenstellenden Ablauf derart fordernder Events. Wir bedanken uns ganz herzlich bei folgenden Rotkreuz-Landesverbänden und Dienststellen für die personelle und/oder materielle Unterstützung:

  • Rotes Kreuz Eferding
  • Rotes Kreuz Steyr-Stadt
  • Rotes Kreuz Wels
  • Rotes Kreuz Bruck-Mürzzuschlag
  • Rotes Kreuz Graz-Umgebung
  • Rotes Kreuz Judenburg
  • Rotes Kreuz Leoben
  • Rotes Kreuz Liezen
  • Rotes Kreuz Murau
  • Rotes Kreuz Südoststeiermark
  • Rotes Kreuz Voitsberg-Köflach
  • Rotes Kreuz Bludenz
  • Rotes Kreuz Bregenz
  • Rotes Kreuz Dornbirn
  • Rotes Kreuz Feldkirch
  • Rotes Kreuz Hohenems

Breites Einsatzspektrum wurde abgearbeitet

Die Einsätze der Rotkreuz-Kräfte deckten ein breites Spektrum an Erkrankungen und Verletzungen ab. Von kleineren Blessuren bis hin zu schweren Verletzungen und Erkrankungen war auch 2026 wieder alles mit dabei. Insgesamt wurden an diesem Rennwochenende im Zusammenhang mit dem Event exakt 924 Personen vom Roten Kreuz medizinisch versorgt - so viele wie bei keinem Grand Prix zuvor! Besonders häufig kam es zu Insektenstichen, kleineren Schnittverletzungen, Sonnenstichen sowie zu Kreislaufbeschwerden aufgrund der Hitze. 353 Mal musste einer der 29 Rettungswägen am Gelände rund um die Rennstrecke entsanndt werden um verletzten oder erkrankten Menschen zu Hilfe zu kommen. 70 Personen mussten im Anschluss nach der Behandlung vor Ort zur weiteren Abklärung und Behandlung in umliegende Krankenhäuser verbracht werden. Im Hinblick auf immerhin 300.000 Besucher:innen, die das Murtal von Donnerstag bis Sonntag in den Fokus der Motorsportwelt rückten, konnte EL-RD Peer dennoch ein durchwegs positives Resümee ziehen. Beim Großteil der medizinischen Versorgungen handelte es sich um kleinere Verletzungen, die die Stimmung unserer Patient:innen nur kurzzeitig trübten.

Auch nach dem Schwenken der Zielflagge eines spannenden Rennens am Sonntag geht es für die Bezirksstelle Knittelfeld kurz in die Box, bevor es im Herbst mit der MotoGP wieder laut wird am größten (Motorsport)Spielplatz Österreichs. Heuer werden die Ampeln am "Ring" von 18. bis 20. September wieder auf Grün gestellt werden.

Fotos, kurze Videos und einige Einblicke hinter die Kulissen von unserem Ambulanzdienst finden Sie auf unserer Facebook-, sowie auf unserer Instagram-Seite.

Fact Box

Veranstaltungsbesucher:innen 300.000?
Sanitäter:innen im Dienst > 400
Landesverbände im Einsatz 4
Fahrzeuge bis zu 29
Versorgte Patient:innen 924
Transporte am Gelände 353
Transporte in Krankenhäuser 70