Lokale Hilfsorganisationen bitten um Spenden, da die Nachfrage bei der Tafel
steigt, während Warenspenden durch weniger Lebensmittel-Müll sinken.
Wenn Notlagen spürbar werden, rückt das Stubaital zusammen. Die Vinzenzgemeinschaften Stubaital, die Caritas Tirol und das Rote Kreuz Innsbruck Land setzen
ihre erfolgreiche Spendeninitiative „Ein Tal hilft“ fort.
Vom 3. bis 23. November 2025 ruft die Aktion erneut alle Bewohnerinnen und Bewohner des Stubaitals dazu auf, Lebensmittel und Hygieneartikel zu spenden. Ziel ist es, ein starkes Zeichen zu setzen und jene Menschen im Tal zu unterstützen, die sich den regelmäßigen Einkauf kaum noch leisten können.
Die Spenden können ganz einfach in den teilnehmenden Geschäften und Pfarrkirchen im Stubaital abgegeben werden. Von dort werden sie von Mitarbeiter:innen des Roten Kreuzes abgeholt und an die Team Österreich Tafel in Fulpmes weitergeleitet.
Die Initiative, die zugunsten der Team Österreich Tafel in Fulpmes des Roten Kreuzes ins Leben gerufen wurde, richtet sich an alle im Stubaital lebenden Menschen. „Wir bitten um Spenden von haltbaren Lebensmitteln wie Reis, Konserven, Zucker oder Öl sowie dringend benötigte Hygieneprodukte. Jeder Beitrag zählt und kommt direkt denjenigen zugute, die hier im Stubaital leben und auf Unterstützung angewiesen sind“, erklärt Josef Nagele, Leiter der Team Österreich Tafeln im Roten Kreuz Innsbruck Land.
Die Nachfrage bei der Team Österreich Tafel Stubai steigt wieder spürbar an. Besonders Menschen mit Mindestpension und alleinerziehende Mütter nehmen die Unterstützung vermehrt in Anspruch. Gleichzeitig stellt eine an sich sehr erfreuliche Entwicklung die Tafel vor große Herausforderungen: Supermärkte vermeiden Lebensmittelverschwendung heute viel konsequenter.
Michael Volderauer, Bezirksstellenleiter des Roten Kreuzes Innsbruck Land, erklärt die Situation: „Wir als Rotes Kreuz begrüßen es außerordentlich, dass weniger Lebensmittel weggeworfen werden. Das ist ein wichtiger und richtiger Schritt. Für unsere Tafeln bedeutet dies jedoch, dass wir deutlich weniger Waren erhalten. Genau deshalb ist das Projekt 'Ein Tal hilft' so unglaublich wichtig geworden, um diese Lücke zu schließen.“
„Diese Aktion ist der lebende Beweis für den Zusammenhalt im Stubaital“, so Volderauer. „Es ist beeindruckend zu sehen, wie die lokalen Hilfsorganisationen Hand in Hand arbeiten. Ein großer Dank gilt auch den Supermärkten für die großartige Unterstützung und die jahrelange gute Zusammenarbeit. Jetzt bitten wir die gesamte Bevölkerung, dieses Netz mitzutragen.“ Die Initiative sammelt zugunsten der Team Österreich Tafel Stubai. Benötigt werden vor allem haltbare Lebensmittel wie Reis, Konserven, Zucker, Öl, Nudeln sowie dringend benötigte Hygieneprodukte (z.B. Zahnpasta, Duschgel, Shampoo).
Die Aktion setzt auch heuer auf das unschätzbare Engagement der Jüngsten. Alle Kindergärten und Volksschulen im Stubaital mit insgesamt zirka 1000 Kindern sind aufgerufen, sich aktiv zu beteiligen. Bis zum 11. November, dem Fest des Heiligen Martin, können die Kinder ihre Spenden sammeln. Die Spenden werden direkt vom Roten Kreuz bei den Einrichtungen abgeholt. Als symbolischer Ort für die Übergabe aller gesammelten Spenden der Kinder und Jugendlichen im Tal dient heuer der Kindergarten Schönberg, der damit die Volksschule und den Kindergarten Telfes vom Vorjahr ablöst.
Petra Stöckl, Freiwilligen-Koordinatorin der Caritas im Stubaital, hebt die Bedeutung der frühzeitigen Bewusstseinsbildung hervor: „Als Caritas unterstützen wir 'Ein Tal hilft' von ganzem Herzen, weil die Aktion für gelebte Zusammenarbeit im Stubaital steht. Es ist ein starkes Signal, wenn wir als Hilfsorganisationen so eng zusammenarbeiten. Besonders wertvoll ist aber die Einbindung der jüngsten Generation. Wenn Kinder erleben, wie aus vielen kleinen Spenden etwas Großes entsteht, ist das eine unbezahlbare Erfahrung von Gemeinschaft und Teilhabe. Sie lernen am Festtag des Heiligen Martin nicht nur das Teilen, sondern auch, dass ihr Beitrag im eigenen Dorf einen echten Unterschied macht. Das sät den Samen für ein solidarisches Miteinander, das über die Aktion hinaus Bestand hat."