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Kleine Dose, große Hilfe!

Rotkreuzdose startet in Tirol

Was, wenn im Notfall plötzlich niemand sagen kann, welche Medikamente genommen werden, welche Allergien bestehen oder wer verständigt werden soll? Genau für diesen Moment gibt es jetzt die Rotkreuzdose. Sie bringt wichtige persönliche und medizinische Informationen an einen festen, für Einsatzkräfte schnell auffindbaren Ort – direkt in die Kühlschranktür. Ein einfacher Handgriff zur Vorsorge, der im entscheidenden Moment wertvolle Zeit sparen kann.

„Welche Medikamente nehmen Sie? Haben Sie Allergien? Gibt es wichtige Vorerkrankungen?“ Für Rettungskräfte gehören diese Fragen zum Alltag. Doch was, wenn ein Mensch im Notfall selbst keine Auskunft mehr geben kann? Wenn Angehörige nicht erreichbar sind oder wichtige Informationen gerade nicht zur Hand sind? Dann können wenige Minuten entscheidend sein. Genau hier setzt die neue Rotkreuzdose an. Das Konzept wurde übernommen, es handelt sich um ein bereits vielfach in der Praxis erprobtes Hilfsmittel.

Kleine Maße, große Hilfe

Sie ist klein, unscheinbar und passt in jede Kühlschranktür – kann im Notfall aber eine große Hilfe sein. In der Notfalldose werden wichtige persönliche und medizinische Informationen aufbewahrt: etwa aktuelle Medikamente, Allergien, Vorerkrankungen, Notfallkontakte, behandelnde Ärztinnen und Ärzte oder der Hinweis auf eine vorhandene Patientenverfügung. Auch eine ausführliche Medikamentenliste kann zusätzlich in der Dose hinterlegt werden.

Einfaches Prinzip - starke Wirkung - voller Datenschutz

Das Prinzip dahinter ist bewusst einfach: "Die Informationen sollen stets auffindbar sein und sich daher an einem rasch auffindbaren Ort befinden" erklärt Andreas Mader vom Roten Kreuz. Die Rotkreuzdose wird gut sichtbar in der Kühlschranktür aufbewahrt. Ein Aufkleber an der Innenseite der Haus- oder Wohnungstür und ein weiterer am Kühlschrank weisen die Einsatzkräfte darauf hin, dass eine Dose vorhanden ist. So kann das Rettungsdienstpersonal im Einsatz rasch darauf zugreifen und die Informationen bei Bedarf auch ins Krankenhaus mitnehmen.

„Gerade wenn Betroffene selbst nicht mehr sagen können, was für ihre Versorgung wichtig ist, können vorhandene Informationen eine wertvolle Unterstützung sein“, so Mader. Die Rotkreuzdose richtet sich dabei an alle Menschen – unabhängig vom Alter. Sie ist insbesondere für Personen interessant, die regelmäßig Medikamente einnehmen oder wichtige gesundheitliche Informationen für einen Notfall hinterlegen möchten.

Die Vorbereitung ist denkbar unkompliziert: Rotkreuzdose bei einer Ausgabestelle abholen, das beiliegende Blatt mit den persönlichen Notfallinformationen ausfüllen, die Dose in die Kühlschranktür stellen und Aufkleber auf die Innenseite der Wohnungstür und an der Kühlschranktür anbringen. Ändern sich Medikamente oder andere Angaben, werden die Informationen einfach aktualisiert. 

Zudem wurde das Informationsblatt digital ausfüllbar und ausdruckbar unter www.rotkreuzdose.tirol zur Verfügung gestellt. Ein neues Blatt beziehungsweise neue Aufkleber sind bei den Ausgabestellen oder online jederzeit erhältlich – die Dose selbst muss nicht ausgetauscht werden.

Auch beim Thema Datenschutz bleibt das Prinzip einfach: Die Informationen bleiben zu Hause. "Das Rote Kreuz speichert weder Daten über den Besitz einer Rotkreuzdose noch die darin enthaltenen medizinischen Informationen digital in seinen IT-Systemen" erläutert Mader.

Kostenlos erhältlich

Die Rotkreuzdose ist an den teilnehmenden Ausgabestellen ab 9.11.2026 kostenlos erhältlich. Eine freiwillige Spende ist willkommen und hilft dabei, die Ausgabe weiterer Dosen zu finanzieren. Die Notfalldosen sind zudem bei vielen Rotkreuz-Veranstaltungen erhältlich.

Der neue Service steht bereits in zahlreichen Tiroler Bezirken zur Verfügung. Wo die Rotkreuzdose erhältlich ist, welche Ausgabestellen teilnehmen und alle weiteren Informationen gibt es unter www.rotkreuzdose.tirol. Kommen weitere Abholorte dazu, werden diese eingepflegt.

Denn für einen Notfall kann man nicht planen. Aber man kann dafür sorgen, dass wichtige Informationen bereitliegen, wenn man sie selbst einmal nicht mehr geben kann.

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Portrait Andreas Mader

DI Andreas Mader

Referent für Öffentlichkeitsarbeit, S5 BezRKdo, Pressesprecher

Rotes Kreuz Schwaz

Münchner Straße 25
6130 Schwaz

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