Sieben Mitglieder der RKHE04 des Landesrettungskommandos Kärnten nahmen Anfang Mai an der österreichweiten Not- und Katastrophenfunkübung „AOEE 2026“ teil. Ziel der Übung war es, Funkverbindungen ausschließlich über Kurzwelle herzustellen – also völlig unabhängig von Internet, Mobilfunk oder anderer bestehender Infrastruktur.
Dabei wurde die Kurzwellenstation OE8XRK des Roten Kreuzes Kärnten nach rund zwölf Jahren Pause wieder erfolgreich aktiviert. Insgesamt gelangen dem Team 127 Funkverbindungen in ganz Österreich. Erreicht wurden 44 Bezirke und damit beinahe die Hälfte des Bundesgebietes – direkt aus Klagenfurt per Kurzwelle.
Hinter der Technik standen engagierte und speziell ausgebildete Mitglieder der RKHE04, die sich intensiv mit Notfallkommunikation und Funktechnik beschäftigen. Simon, Alf, Patrick und Lukas waren direkt als Funkoperatoren im Einsatz und stellten die Verbindungen zu anderen Stationen her. Unterstützt wurden sie von Kristina, David und Marc, die den Funkbetrieb mitverfolgten und praktische Einblicke in den Kurzwellenfunk gewinnen konnten.
Besonders beeindruckend: Die Kommunikation funktionierte vollständig ohne Internet oder Mobilfunknetz. Gerade bei Naturkatastrophen, großflächigen Stromausfällen oder Ausfällen bestehender Systeme kann eine solche unabhängige Kommunikation entscheidend sein.
An der Übung beteiligten sich neben dem Roten Kreuz auch Stationen von Polizei, Feuerwehr, Bundesheer und weiteren Organisationen mit Sicherheitsaufgaben. Dadurch konnten wichtige organisationsübergreifende Verbindungen aufgebaut und getestet werden.
Neben dem eigentlichen Funkbetrieb nutzte das Team die Gelegenheit, neue technische Systeme des Einsatzleitwagens Kärnten praktisch zu erproben und verschiedene Funktechnologien zu trainieren. Auch der neue Funkraum der RKHE04 wurde erstmals intensiv genutzt.
Geplant ist nun auch eine fixe Kurzwellenantenne am Standort der Rettungsleitstelle Kärnten. Ziel ist es, regelmäßige Übungen und eine stabile Backup-Kommunikation zwischen den Landesverbänden sicherzustellen – damit das Rote Kreuz auch in außergewöhnlichen Einsatzlagen verlässlich kommunizieren kann.