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Safer Spaces: Gewaltprävention in unseren Jugendgruppen

Kinder- und Jugendschutz ist ein zentraler Teil unserer Arbeit – und geht weit über „reine Betreuung“ hinaus. Mit den verpflichtenden Workshops „Safer Spaces – Gewaltprävention in Jugendgruppen“ setzt das Jugendrotkreuz Kärnten hier einen klaren Schwerpunkt.

Der Auftakt fand im März in Feldkirchen statt. Betreuungspersonen aus ganz Kärnten haben sich dabei mit Fragen beschäftigt, die im Alltag oft Unsicherheit auslösen: Wo beginnen Grenzverletzungen? Was ist meldepflichtig? Und wie gehe ich damit um, wenn sich mir ein Kind anvertraut?

Die Teilnahme an den Workshops ist für alle Jugendgruppenleiter:innen, Jugendgruppenbetreuer:innen und Bezirksjugendreferent:innen verpflichtend. Ziel ist es, ein gemeinsames Verständnis zu schaffen und mehr Sicherheit im Umgang mit sensiblen Situationen zu geben.

Grenzverletzungen sind nicht immer klar erkennbar. Oft sind sie schwer einzuordnen oder werden erst später als problematisch wahrgenommen. Genau deshalb setzen die Workshops hier an: Hinschauen statt wegschauen.

Gemeinsam holen wir diese Themen aus der Tabuzone. Mit praktischen Übungen wird reflektiert, diskutiert und die Perspektive gewechselt. So werden (auch sexualisierte) Grenzverletzungen sichtbar und ansprechbar gemacht. Es geht nicht nur um Wissen, sondern vor allem um konkrete Handlungsmöglichkeiten für den Alltag: Situationen besser erkennen, richtig einschätzen und angemessen reagieren.

Begleitet werden alle Termine von unserem Kinder- und Jugendschutzbeauftragten Mag. Manfred Herrnhofer. Mit seiner fachlichen Expertise unterstützt er die Teilnehmer:innen dabei, Fragen zu klären und Sicherheit zu gewinnen.

Unser Ziel ist klar: Jugendgruppen sollen weiterhin sichere Orte sein, an denen sich Kinder und Jugendliche wohlfühlen und ernst genommen werden. Dafür brauchen Betreuungspersonen Wissen, Austausch und Unterstützung. Mit den Safer Spaces Workshops setzen wir als Landesverband Kärnten ein klares Zeichen: Kinder- und Jugendschutz hat höchste Priorität.

Die nächsten Termine stehen bereits fest: Am 13. Juni in Radenthein und am 7. November in Wolfsberg haben weitere Betreuungspersonen die Möglichkeit, am Workshop teilzunehmen. Durch die dezentrale Umsetzung wollen wir sicherstellen, dass möglichst viele Kolleg:innen gut erreicht werden.

 

In mehr als 450 Jugendgruppen in ganz Österreich treffen sich Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 18 Jahren zu regelmäßigen Gruppenstunden. Dort setzen sie gemeinsam soziale Projekte um und widmen sich aktuellen Themen, die sie beschäftigen.