Beatrix Zauner: "Symptome eines Sonnenstichs können ein roter heißer Kopf, Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit und Übelkeit sein. Der Rest des Körpers ist normal temperiert. Hier gilt es Betroffene sofort in den Schatten zu bringen, den Oberkörper leicht erhöht zu lagern sowie Kopf und Nacken mit feuchten Tüchern kühlen. Reichlich Wasser gibt man nur, wenn die Person voll ansprechbar ist."
Sommer, Sonne, Erste-Hilfe-Tipps
Der Sommer lockt nach draußen: ob an den Badesee, in die Berge oder in den eigenen Garten. Mit den steigenden Temperaturen und Outdoor-Aktivitäten häufen sich jedoch leider auch die kleinen und großen Notfälle.
Unsere Rettungssanitäter:innen aus der Ortsstelle Haag am Hausruck haben einige der wichtigsten Erste-Hilfe-Tipps für die Sommerzeit kompakt und praxisnah für euch zusammengefasst.
Sonnenstich
Hitzeschlag
David Dirisamer: "Ein Hitzeschlag ist ein lebensbedrohlicher Notfall. Die Körpertemperatur steigt rasant auf mehr als 40 Grad, die Haut ist trocken. Es treten Verwirrtheit, Schwindel und Bewusstseinstrübung bis hin zur Bewusstlosigkeit auf. Es gilt sofort den Notruf zu wählen! Die Person bringt man in den Schatten, lockert die Kleidung und kühlt den gesamten Körper mit feuchten Tüchern oder Wasser. Bei Bewusstlosigkeit und normaler Atmung bitte in stabile Seitenlage bringen, bis wir da sind. In geparkten Autos kann es übrigens in wenigen Minuten bis zu 70 Grad heiß werden. Das ist lebensgefährlich."
Kälteschock
Hannah Endholzer: "Beim Plantschen gilt: Der plötzliche Temperaturunterschied zwischen heißer Luft und kaltem Wasser kann zu einem Kälteschock oder Herz-Kreislauf-Versagen führen. Wenn die Person nach der Bergung nicht atmet, beginnt man sofort mit der Herzdruckmassage, wählt den Notruf und folgt den Anweisungen. Ertrinkende Personen soll man aber nur dann retten, wenn man sich selbst nicht in Gefahr bringt."
Bienen- und Wespenstich
Lukas Voraberger: "Ein Bienen- oder Wespenstich ist im Sommer keine Seltenheit. Der Stachel lässt sich rasch mit dem Fingernagel oder einer Pinzette wegkratzen. Wenn sie jedoch verschluckt wird und im Rachen zusticht, droht durch das schnelle Anschwellen der Atemwege Erstickungsgefahr. Hier ruft man sofort 144, gibt Eiswürfel zum Lutschen oder lässt eiskaltes Wasser trinken. Den Hals kann man von außen intensiv mit kalten Tüchern oder Eis kühlen."
Nicht nur zuschauen, sondern anpacken
Manchmal entscheiden wenige Handgriffe über ein Menschenleben. Als Rettungssanitäter:in lernst du in entscheidenden Momenten ruhig zu bleiben, richtig zu handeln und Verantwortung zu übernehmen. Aber vor allem wirst du Teil einer Gemeinschaft, auf die du dich verlassen kannst. Unser nächster Rettungssanitäter:innen-Kurs startet am 22. September. Melde dich gerne im Bezirksbüro unter 07248/62243 oder per Mail an gr-office@o.roteskreuz.at
Dieser Kurs passt gerade nicht in deinen Alltag? Kein Problem – helfen kann man auch im Kleinen! In unseren Erste-Hilfe-Kursen machen wir dich fit für den Notfall im Alltag, beim Sport oder in der Familie. Details findest du auf erstehilfe.at
Foto: Abdruck honorarfrei, Credits: OÖRK Haag am Hausruck

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