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ROKO sucht Verstärkung

Mit Maskottchen Roko im Gepäck vermitteln Freiwillige wie Andreas Kerle-Kelz vom Roten Kreuz Grieskirchen schon den Kleinsten spielerisch Erste Hilfe. Aktuell wird für die Region nach Verstärkung gesucht.

Wenn Andreas Kerle-Kelz vormittags den Gruppenraum im Kindergarten betritt, sind alle Augen auf ihn gerichtet – und auf seinen kleinen Begleiter. Aus seinem Rucksack schlüpft ROKO, eine Handpuppe in Superheldenmontur. Gemeinsam haben die beiden eine Mission: Sie zeigen schon den Kleinsten, dass Erste Hilfe keine Frage des Alters ist. „Kinder haben ja im Notfall erstaunlich feine Antennen. Was ihnen oft fehlt, ist das Zutrauen und das Wissen“, erklärt Kerle-Kelz. Genau hier setzt das Programm an. Statt trockener Theorie geht es altersgerecht direkt ins Tun. Gemeinsam mit dem Rotkreuzler lernen die Kinder, wie man ein Pflaster richtig klebt oder einen Verband anlegt.

„144, wir helfen dir.“

Ein Highlight ist auch das Erlernen des Notrufs. Mit einem Anruf in der Leitstelle übt Andreas mit den Kindern ein richtiges Notfallgespräch. Die Kinder verinnerlichen dabei eine wichtige Botschaft, die ihnen das Rote Kreuz mit auf den Weg geben möchte: Niemand braucht sich vor dem Anrufen zu fürchten. Mit dem einprägsamen Spruch „144, wir helfen dir“ gelingt zudem auch das gedankliche Abspeichern der Nummer bei den Kleinsten schon einwandfrei.

Nach der Praxis wartet draußen das große Finale: Die Kinder dürfen das Rettungsauto erkunden. Als Andreas die Schiebetür öffnet, leuchten die Augen: Ob Notfallrucksack, Rettungshelm, Sauerstoffmaske oder Stryker, die ausfahrbare Trage – alles wird genauestens inspiziert und getestet. Auch Fragen gibt es erfahrungsgemäß viele. „Durch das Anfassen und Erleben verliert das Rettungsfahrzeug seinen bedrohlichen Charakter“, weiß Kerle-Kelz. Dank seines engagierten Einsatzes wird aus dem Vormittag mehr als nur ein aufregender Spieltag. Die Kinder nehmen das beruhigende Gefühl mit nach Hause, im Ernstfall genau zu wissen, wie sie anderen helfen oder Hilfe holen können.

ROKO-Mobil braucht Verstärkung

Mitfinanziert wird das Herzensprojekt des Jugendrotkreuzes durch lokale Partner: Dank der Kooperation mit dem Grieskirchner Familienunternehmen Kröswang tourt seit 2026 ein eigenes ROKO-Mobil durch den Bezirk. Aufgrund der zahlreichen Anfragen ist man nun auf der Suche nach Verstärkung. „Neben der Volljährigkeit und dem Abschluss der neunten Schulstufe ist der Führerschein Voraussetzung für eine ROKO-Mitarbeit“, erklärt Bezirksjugendkoordinatorin Nadine Haupert. Dazu kommen eine kurze Grundausbildung, ein Erste-Hilfe-Kurs und eine Lenkerschulung. Details gibt es bei Haupert unter 07243/62243 sowie per Mail an nadine.haupert@o.roteskreuz.at.

Foto: Abdruck honorarfrei, Credits: OÖRK/Grieskirchen

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