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Tag der Freundschaft: Lebensretter im Geländemodus

Wer sich beim Roten Kreuz engagiert, hilft nicht nur anderen, sondern findet oft auch Freunde fürs Leben. So wie Felix Atzmüller und Tobias Sammereyer. Wenn die beiden Sanitäter nicht gerade Leben retten, fordern sie gemeinsam ihr eigenes Schicksal beim Hard Enduro heraus.

Dass Freundschaften oft in unverhofften Momenten wurzeln, beweist die Geschichte von Felix Atzmüller. Eigentlich sprang der damalige Zivildiener vor drei Jahren nur spontan für eine Kollegin ein. So kam er zu seinem ersten gemeinsamen Dienst mit Kollege Tobias Sammereyer. „Obwohl wir uns noch nicht kannten, hatten wir in dieser Nacht recht fordernde Einsätze und haben schnell bewiesen, dass wir gut miteinander arbeiten können“, so Atzmüller.

Was als spontaner Gefallen begann, wurde zur soliden Kameradschaft: Dienst für Dienst wurden die beiden zum eingespielten Team. Dieses blinde Vertrauen aus dem Rettungswagen nehmen Atzmüller und Sammereyer auch mit in ihre Freizeit. Wenn die beiden nicht gerade in Uniform Leben retten, tauschen sie Blutdruckmanschette gegen Brustpanzer. Ihre gemeinsame Leidenschaft: Hard Enduro. Auf das gemeinsame Hobby stießen sie durch Zufall: „Felix sprach auf der Dienststelle über Enduros, als ich spontan mit meiner ankam, da mein Auto streikte“, erzählt Sammereyer. Wenig später legte sich auch der 24-jährige Pöttinger sein erstes eigenes „Moped“ zu. „Nach den ersten Ausfahrten bei mir zuhause, wurde schnell klar, dass das unser gemeinsames Hobby wird“, ergänzt der 32-Jährige aus Rottenbach.

Über Stock und über Stein

Wo normale Motorradfahrer kopfschüttelnd umkehren, fängt der Spaß für die beiden Rettungssanitäter erst an. Es geht über rutschige Baumstämme, durch knietiefe Schlammlöcher und steile Schotterhänge hinauf. "Das Spannende ist der Kontrast", erzählt Sammereyer. "Im Rettungswagen muss alles steril, kontrolliert und nach Protokoll ablaufen. Beim Hard Enduro im Wald sind wir dreckig, verschwitzt und gehen an unsere Grenzen. Aber das Mindset ist dasselbe - wir passen aufeinander auf und brauchen nur wenig Worte, um in stressigen Situationen fokussiert zu agieren.“

Dass es bei diesem Hobby nicht immer ohne Kratzer geht, bewies erst kürzlich ein Sturz von Atzmüller an einer steilen Waldauffahrt, bei der er sich den Lenker in den Bauch rammte. "Noch bevor ich den Helm abnehmen konnte, stand Tobias schon neben mir, hat mich mitten im Wald professionell erstversorgt und mir im selben Atemzug einen Vortrag über meine miserable Technik gehalten“, resümiert Atzmüller mit darauffolgendem Lachen.

Freiwilligkeit, die verbindet

Geschichten wie diese sind beim Roten Kreuz keine Seltenheit: Im Rettungsdienst teilt man emotionale Momente, meistert herausfordernde Situationen und lernt sich auf eine Weise kennen, wie es in einem normalen Büroalltag kaum möglich wäre. Zudem werden immer Leute gesucht, die anpacken wollen - nicht nur im Rettungsdienst, sondern auch beim Jugendrotkreuz oder in den sozialen Diensten. „Wer sich beim Roten Kreuz engagiert, tut nicht nur der Gesellschaft etwas Gutes. Man findet bei uns auch Freunde fürs Leben“, betont Sammereyer, der zudem seit 2025 auch als Ortsstellenleiter in Grieskirchen tätig ist. Details zur freiwilligen Mitarbeit gibt es im Bezirksbüro unter 07248/62243 sowie direkt in der Ortsstelle. Der nächste Rettungssanitäter:innen-Kurs startet am 22. September.

Foto: Abdruck honorarfrei, Credits: OÖRK/Grieskirchen

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