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42 Menschen ertrinken jährlich: OÖ. Jugendrotkreuz bildet neue Rettungsschwimmer aus

Während viele Menschen bereits die Sommertage am Wasser genießen, trainieren im Parkbad Linz derzeit angehende Rettungsschwimmer, Rettungsschwimmlehrer und Helfer für den Ernstfall. Denn durchschnittlich 42 Menschen ertrinken laut Todesursachenstatistik (2015 bis 2024) des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) jedes Jahr in Österreich – 9 Prozent der Opfer sind Kinder und nach Niederösterreich (8) gibt es in Oberösterreich (7) im Schnitt die meisten Ertrinkungsopfer. „Schwimmen gehört zu den wichtigsten Lebenskompetenzen überhaupt. Wer sicher schwimmen kann, schützt sich selbst und kann im Ernstfall auch anderen helfen. Deshalb investieren wir seit vielen Jahren gezielt in die Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung“, sagt OÖ. Rotkreuz-Präsident Dipl.-Päd. Gottfried Hirz.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer trainieren Rettungsszenarien unter Zeitdruck. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer trainieren Rettungsszenarien unter Zeitdruck.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer trainieren Rettungsszenarien unter Zeitdruck.

Allein im vergangenen Schuljahr absolvierten 18.585 Kinder und Jugendliche in Oberösterreich ein Schwimmabzeichen. Weitere 1.217 Personen legten ein Rettungsschwimmabzeichen ab – heuer sind es bis Juli bereits 1.341. Wie groß der Handlungsbedarf dennoch ist, zeigt eine aktuelle KFV-Studie: Mehr als jede vierte Person in Österreich kann gar nicht oder nur mittelmäßig schwimmen. Sieben Prozent der österreichischen Bevölkerung sind Nichtschwimmer, weitere 23 Prozent schätzen ihre Fähigkeiten im Wasser nur als unsicher bis mittelmäßig ein. Besonders bei Kindern und Jugendlichen zeigen sich nach wie vor Defizite bei der Schwimmkompetenz.

Im Parkbad Linz wird Lebensrettung geübt

Im Parkbad Linz ziehen die 52 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der drei Kurse (Rettungsschwimmer, Rettungsschwimmlehrer und Helfer) Personen aus dem Wasser, üben Befreiungsgriffe und trainieren Rettungsszenarien unter Zeitdruck. In 40 Stunden lernen die Rettungsschwimmer jene Fähigkeiten, die im Ernstfall Leben retten können. „Viele Menschen unterschätzen, wie schnell eine Situation im Wasser kritisch werden kann. Wer Rettungsschwimmen lernt, entwickelt nicht nur technische Fähigkeiten, sondern auch das nötige Verantwortungsbewusstsein, um in Notfällen richtig zu handeln“, sagt Michael Heilbrunner, BEd, MSc, Landesreferent für Schwimmen und Rettungsschwimmen im OÖ. Jugendrotkreuz.

Die Ausbildungen richten sich an Menschen, die Verantwortung übernehmen möchten – sei es im Vereinswesen, im Schulbereich oder in ihrer Freizeit. So wie Esin Tahtaci, Lehrerin an der Mittelschule 23 Linz: „Ich mache die Ausbildung, weil ich das Wissen an die Kinder weitergeben möchte. Alles, was wir hier lernen, ist absolut praxisnah.“

Rund 4.100 Badeunfälle pro Jahr

Die Ausbildungen gewinnen zusätzlich an Bedeutung, weil sich Badeunfälle nicht nur auf Ertrinkungsnotfälle beschränken. Laut KFV müssen jährlich rund 4.100 Menschen nach Unfällen in Hallen- und Freibädern im Krankenhaus behandelt werden. Zwei Drittel der Verletzungen entstehen durch Stürze auf nassen Böden.

Kommt es zu einem Unfall, zählt jede Sekunde. Bei den Ausbildungen zum Rettungsschwimmer, Rettungsschwimmlehrer und Helfer sowie in den Erste-Hilfe-Kursen des OÖ. Roten Kreuzes lernen Erwachsene sowie Jugendliche, wie sie in Notfällen rasch und richtig helfen können. „Unfälle können jederzeit und überall passieren. Deshalb ist es wichtig, dass möglichst viele Menschen wissen, wie sie im Notfall helfen können. Jede absolvierte Rettungsschwimm- oder Erste-Hilfe-Ausbildung macht unsere Gesellschaft ein Stück sicherer“, sagt der Rotkreuz-Präsident.

Weitere Informationen und Termine in Ihrer Nähe finden Sie unter www.erstehilfe.at

 

Erste-Hilfe-Maßnahmen sind auch Bestandteil der Ausbildungen.
Erste-Hilfe-Maßnahmen sind auch Bestandteil der Ausbildungen.
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Daniel Gruber

Öffentlichkeitsarbeit und Medienservice

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