Die Rettungskräfte versorgten Menschen mit Kreislaufkollaps, Herz-Kreislauf-Beschwerden, Atemproblemen, Sonnenstichen oder starker Dehydrierung und brachten sie zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser. Darüber hinaus waren Hitze und Flüssigkeitsmangel vermutlich bei vielen weiteren Einsätzen mitverantwortlich. Für Hirz zeigt das Wochenende einmal mehr die Bedeutung eines leistungsfähigen Rettungssystems: „Dieses Wochenende hat gezeigt, wie belastbar unser Rettungssystem ist. Trotz extremer Hitze und tausender Besucher bei Großveranstaltungen konnten wir die Versorgung jederzeit sicherstellen. Die Gründe dafür sind ein gut ausgebautes Notarztsystem und vor allem unsere tausenden hervorragend ausgebildeten freiwilligen und beruflichen Mitarbeitenden. Gemeinsam gelingt es ihnen dadurch auch, außergewöhnliche Belastungssituationen zuverlässig zu bewältigen.“
Abkühlung erst zur Wochenmitte
Bereits Tage zuvor hatte das OÖ. Rote Kreuz zusätzliche Besatzungen eingeplant, Ambulanzdienste verstärkt und gemeinsam mit Veranstaltern sowie Behörden die Einsatzkonzepte angepasst. Auch die Einsatzkräfte selbst waren der extremen Hitze ausgesetzt. Deshalb wurde besonderes Augenmerk auf ausreichende Trinkpausen, Sonnenschutz und regelmäßige Erholungszeiten gelegt.
Die Hitzewelle ist noch nicht vorbei. Deshalb appelliert das OÖ. Rote Kreuz, die kommenden Tage nicht zu unterschätzen. Viele hitzebedingte Notfälle lassen sich mit einfachen Maßnahmen verhindern:
- Ausreichend trinken – auch ohne Durstgefühl.
- Die pralle Sonne und körperliche Anstrengung während der heißesten Tageszeit meiden.
- Besonders auf ältere Menschen, Kleinkinder und chronisch kranke Personen achten.
- Überhitzte Körper niemals durch einen Sprung ins kalte Wasser abrupt abkühlen.
- Beim Baden auf Alkohol verzichten und Kinder niemals unbeaufsichtigt lassen.
- Bei Anzeichen eines Hitzenotfalls – etwa Bewusstseinsstörungen, starker Benommenheit oder Kreislaufzusammenbruch – sofort den Notruf wählen und Erste Hilfe leisten.
