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200 Passagiere, ein brennendes Schiff: Großübung auf der Donau

Ein brennendes Passagierschiff, zahlreiche Verletzte und eine groß angelegte Rettungsaktion: Bei der Großübung „TRITON26“ trainierten Freiwillige Feuerwehren aus Ober- und Niederösterreich, das OÖ. Rote Kreuz, die Wasserpolizei sowie die Schifffahrtsaufsicht mit insgesamt rund 400 Einsatzkräften am Sonntag auf der Donau im Bezirk Perg gemeinsam für den Ernstfall. Das OÖ. Rote Kreuz beteiligte sich mit 180 Mitarbeitenden aus dem Katastrophenhilfsdienst, dem Rettungsdienst, der Krisenintervention und der Realistischen Unfalldarstellung.

180 Mitarbeitenden aus dem Katastrophenhilfsdienst, dem Rettungsdienst, der Krisenintervention und der Realistischen Unfalldarstellung beteiligten sich an der Übung.
180 Mitarbeitenden aus dem Katastrophenhilfsdienst, dem Rettungsdienst, der Krisenintervention und der Realistischen Unfalldarstellung beteiligten sich an der Übung.

Rauch über der Donau, ein Brand auf einem Passagierschiff und zahlreiche Menschen, die rasch in Sicherheit gebracht und versorgt werden mussten: Das Übungsszenario forderte die beteiligten Einsatzkräfte auf mehreren Ebenen. Während die Feuerwehr die Brandbekämpfung und die Evakuierung übernahm, kümmerte sich das OÖ. Rote Kreuz um die Sichtung und medizinische Versorgung der Betroffenen. Teams der Krisenintervention betreuten Betroffene und Angehörige, während der Rettungshubschrauber in die medizinische Versorgung und den Patiententransport eingebunden war.

Statisten sorgen für realitätsnahe Bedingungen

Eine besondere Herausforderung stellte der Einsatzort auf dem Wasser dar: Verletzte mussten vom Schiff evakuiert, an Land übernommen, gesichtet und anschließend medizinisch weiterversorgt werden. Rund 200 Statisten sorgten gemeinsam mit der Realistischen Unfalldarstellung des OÖ. Roten Kreuzes für möglichst authentische Bedingungen. Verletzungen und Krankheitsbilder wurden dafür detailgetreu geschminkt und dargestellt.

Ziel der vom Bezirksfeuerwehrkommando Perg organisierten Großübung war es, die Zusammenarbeit der beteiligten Einsatzorganisationen und gemeinsame Abläufe für den Ernstfall zu erproben. Die gewonnenen Erkenntnisse werden anschließend ausgewertet und fließen in die weitere Einsatzplanung sowie die Aus- und Weiterbildung ein.

„Im Ernstfall zählt jede Minute – und eine Großschadenslage bewältigt keine Einsatzorganisation allein. Entscheidend ist, dass alle beteiligten Organisationen ihre jeweiligen Stärken zusammenbringen und als eingespieltes System funktionieren. Genau das trainieren wir bei TRITON26.“
Reinhard Schmidt, Landesrettungskommandant

„Menschen reagieren in Ausnahmesituationen sehr unterschiedlich. Realitätsnahe Übungen sind deshalb besonders wertvoll: Unsere Kriseninterventionsteams trainieren, auch in unübersichtlichen Situationen rasch auf Betroffene zuzugehen, ihre Bedürfnisse zu erkennen und Halt und Orientierung zu geben.“
Petra Keplinger, fachliche Leiterin der Krisenintervention des OÖ. Roten Kreuzes

 

200 Passagiere mussten evakuiert werden.
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Daniel Gruber MSc

Daniel Gruber, MSc

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