Egal ob ein Sturz vom Pferd, eine Verbrennung, eine bewusstlose Person oder ein Unfall beim Campingausflug: Die Kinder absolvierten konzentriert, ruhig und als Team die Theorieprüfung sowie die vier anspruchsvollen Praxisstationen. Dabei wurde schnell klar: Hier geht es nicht nur um richtiges Verbinden oder stabile Seitenlage. Bei den sechsköpfigen Teams sind auch Einfühlungsvermögen, Kommunikation und sicheres Auftreten gefragt. Eigenschaften, die im Ernstfall entscheidend sind. „Erste Hilfe ist keine Frage des Alters, sondern der Haltung. Wer früh lernt hinzuschauen und zu helfen, wird auch später nicht wegsehen. Diese jungen Menschen sind Vorbilder für uns alle“, sagen OÖ. Jugendrotkreuz-Landesreferentin LPäd. HR Isabell Schaurhofer und OÖ. Rotkreuz-Präsident Dipl.-Päd. Gottfried Hirz.
Beeindruckende Erste-Hilfe-Kompetenz
Auch abseits der Bewerbsstationen war die Begeisterung spürbar: Aufgeregte Stimmen, stolze Lehrerinnen und Lehrer sowie beeindruckte Ehrengäste prägten das Bild in der Stadthalle. Beim bunten Rahmenprogramm – mit einem Zauberer, Rettungsauto, Feuerwehr, ÖAMTC, Rettungshundestaffel, Drohneneinheit und Kinderschminken – wurde gelacht, gestaunt und entdeckt. „Was die Kinder heute gezeigt haben, beeindruckt zutiefst. Sie übernehmen Verantwortung, helfen einander und handeln mit einer Selbstverständlichkeit, die uns große Zuversicht gibt. Genau das ist es, was unsere Gesellschaft braucht“, sagt der OÖ. Rotkreuz-Präsident.
Mit der maximalen Punktezahl gewann das Team „144 Profis“ der VS Königswiesen (Bezirk Freistadt) ex aequo mit „VS Klam 1“ der VS Klam (Bezirk Perg). Dahinter platzierten sich mit 994 von 1000 möglichen Punkten zwei Teams: Die „Power Girls“ von der VS Schlüßlberg (Bezirk Grieskirchen) und „Die Mehrnpflaster“ der VS Mehrnbach (Bezirk Ried). Die hohe Teilnehmerzahl ist ein wunderbares Zeichen für das Engagement und die Begeisterung der Schulen, Freiwilligen und Jugendkoordinatoren und macht die Veranstaltung umso wertvoller.
Siegerehrung als emotionaler Höhepunkt
Die Siegerehrung bildete den emotionalen Höhepunkt des Tages. Jubel, Applaus und strahlende Gesichter zeigten, wie viel der Helfi-Landesbewerb, der seit Jahren von Raiffeisen OÖ unterstützt wird, den Kindern bedeutet. „Erste Hilfe kann Leben retten und es ist beeindruckend, mit welchem Engagement die Kinder beim HELFI-Bewerb ihr Wissen und ihren Teamgeist unter Beweis stellen. Dass bereits die Jüngsten in unseren Schulen lernen, wie sie im Notfall helfen können, ist ein unschätzbarer Beitrag für unsere Gesellschaft. Raiffeisen Oberösterreich unterstützt dieses wichtige Engagement aus voller Überzeugung. Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam für andere da zu sein, sind Werte, die uns als genossenschaftliche Bankengruppe besonders am Herzen liegen. Gerade im Miteinander zeigt sich, was wir gemeinsam erreichen können!“, sagt Reinhard Schwendtbauer, Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank OÖ.
Der Helfi-Landesbewerb ist dabei weit mehr als ein einmaliger Wettbewerb: Er ist ein sichtbarer Ausdruck der umfassenden Arbeit des OÖ. Jugendrotkreuzes. Seit über 75 Jahren begleitet es junge Menschen in Oberösterreich auf ihrem Weg, stärkt soziale Kompetenzen und vermittelt zentrale Werte wie Hilfsbereitschaft, Verantwortung und Zusammenhalt. Mit 3.574 freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, 134 Jugendgruppen sowie zahlreichen Bildungsinitiativen – von Erste-Hilfe-Programmen über Lernbegleitung bis hin zu Ferienaktionen – erreicht das OÖ. Jugendrotkreuz jedes Jahr tausende Kinder und Jugendliche. Damit leistet es einen wesentlichen Beitrag für eine solidarische Gesellschaft: Es befähigt junge Menschen, nicht nur im Notfall richtig zu handeln, sondern auch im Alltag füreinander einzustehen und unsere Zukunft aktiv und menschlich mitzugestalten.
