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Diese Generation macht Mut: Wie junge OÖ. Rotkreuzlerinnen den „Funken des Helfens“ weitergeben

Ein Lachen hallt durch den Gruppenraum in Traun (Bezirk Linz-Land), gefolgt von konzentrierter Stille. Eine Zehnjährige legt ihrer Freundin fachmännisch einen Druckverband an – unter den wachsamen und stolzen Augen von Pia Krapf und Sarah Knoll. Die beiden 23-Jährigen leiten gemeinsam die örtliche Rotkreuz-Jugendgruppe und stehen stellvertretend für mehr als 650 Jugendgruppenbetreuerinnen und -betreuer in Oberösterreich. Während oft über eine angeblich teilnahmslose Jugend debattiert wird, beweist die Realität beim OÖ. Jugendrotkreuz das Gegenteil: In den 134 oberösterreichischen Jugendgruppen wachsen rund 2.800 Jugendliche mit Begeisterung zu den Lebensrettern von morgen heran.

Sarah Knoll (li.) und Pia Krapf leiten die Rotkreuz-Jugendgruppe in Traun.
Sarah Knoll (li.) und Pia Krapf leiten die Rotkreuz-Jugendgruppe in Traun.

„Wer für junge Menschen da ist und sie fördert, macht unsere gesamte Gesellschaft stärker. Bei uns lernen Jugendliche, dass man mit der Kraft der Gemeinschaft die Zukunft positiv mitgestalten kann. Das gibt Sinn und stiftet Identität“, betont OÖ. Rotkreuz-Präsident Dipl.-Päd. Gottfried Hirz anlässlich des Internationalen Tages der Jugend am 12. August. Wie diese Philosophie in der Praxis aussieht, zeigen Pia Krapf und Sarah Knoll. Beide sind als Sanitäterinnen im Rettungsdienst tätig – und stecken zusätzlich ihre Freizeit in den Aufbau und die Leitung der Trauner Jugendgruppe.

Ein gemeinsamer Traum: Vom Gruppenraum in den Rettungsdienst

„Durch meine berufliche Tätigkeit kam ich freiwillig zum Rettungsdienst. Als ich gefragt wurde, ob ich die Jugendgruppe mitgestalten möchte, habe ich sofort Ja gesagt“, erzählt Krapf und ergänzt: „Die Arbeit mit den Kindern macht jeden Tag aufs Neue besonders. Es ist schön zu sehen, mit wie viel Motivation sie Neues lernen und über sich hinauswachsen.“ Knoll teilt diese Leidenschaft: „Am meisten freue ich mich über die strahlenden Augen der Kinder, wenn sie etwas Neues gelernt haben und die Angst vor Notfällen verlieren“, sagt die 23-Jährige.

Beide jungen Frauen verbindet ein besonderer Zukunftstraum: „Es wäre für uns das Schönste, wenn wir in einigen Jahren mit einem unserer heutigen Jugendgruppen-Kinder gemeinsam eine Schicht im Rettungswagen fahren. Dann wissen wir, dass wir den Funken des Helfens erfolgreich weitergegeben haben.“

Mehr als Pflaster kleben: Lebenskompetenz und Gemeinschaft

Seit mehr als 75 Jahren bietet das OÖ. Jugendrotkreuz jungen Menschen einen Ort für Gemeinschaft, Action und gelebte Hilfsbereitschaft. Für die Kinder bedeuten die Gruppenstunden und Camps nicht nur Spaß und neue Freundschaften, sondern vor allem echtes Selbstbewusstsein: Sie lernen spielerisch, wie sie Ängste abbauen und anderen helfen können. Ein Mehrwert, den auch die Eltern schätzen: Sie wissen ihren Nachwuchs in einer starken Gemeinschaft gut aufgehoben, in der wichtige Lebenskompetenzen vermittelt werden – für ein sicheres Gefühl bei den Eltern und eine Freizeit mit Sinn.

Mehr zu den Jugendgruppen unter www.jugendrotkreuz.at/oberoesterreich/jugendgruppen oder telefonisch unter 0732/7644-197

 

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Daniel Gruber

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