Junge Menschen wollen helfen und in ihrem Umfeld etwas bewegen. Im Finale im OÖN-Forum prämierte eine fachkundige Jury die innovativsten Projekte. Das OÖ. Jugendrotkreuz unterstützt die Siegergruppen nun mit bis zu 2.500 Euro und begleitet sie bei der weiteren Umsetzung. „Alle teilnehmenden Gruppen haben bewiesen, wie viel man mit Engagement und Zusammenhalt erreichen kann. Die jungen Menschen haben gezeigt, dass jeder von uns das Zusammenleben positiv beeinflussen kann. Ein großes Dankeschön an alle, die mitgemacht haben“, sagt OÖ. Rotkreuz-Präsident Dipl.-Päd. Gottfried Hirz.
Drei Projekte, die Menschlichkeit greifbar machen
Platz 1: Welser Schule gewinnt mit „Herzen, die von Herzen kommen“
Rund 300 Herzkissen nähen Schülerinnen und Schüler des Franziskus-Gymnasiums Wels jedes Jahr für Frauen nach Brustoperationen – als Zeichen von Mut, Trost und Hoffnung. „Wir arbeiten schon seit der 1. Klasse an diesem Projekt“, sagen Julia Skaroupka, Lara Krammesberger und Marlene Egger aus der 5B. Es ist ein schulklassenübergreifendes Projekt. Während die Oberstufenschülerinnen die Botschaften schreiben, gestalten die Unterstufenschülerinnen damit persönliche Briefe und nähen die Herzen. „Es ist schön zu sehen, dass die Kissen und Botschaften den Patientinnen in ihrer schwierigen Zeit helfen, ihnen Kraft und Mut geben und sie dadurch neue Hoffnung schöpfen“, sagen die Schülerinnen, die zukünftig noch mehr Herzen herstellen wollen und damit ein starkes Zeichen gelebter Menschlichkeit setzen.
Link zum Projekt: https://www.missionhumanity.at/projekte/2025-26/new-herzen-die-von-herzen-kommen
Platz 2: HTL Leonding überzeugt mit VR-Projekt
Im Zuge ihrer Diplomarbeit ist das Projekt „Unseen Obstacles“ entstanden. „Wir wollten etwas Sinnvolles machen und haben rasch bemerkt, dass das Thema Barrierefreiheit mehr Aufmerksamkeit braucht“, sagen Linnea Schönbauer und Elisa Kaltenberger von der HTL Leonding. Sie entwickelten und bauten einen Prototypen, der den Alltag aus der Perspektive von Rollstuhlfahrern erlebbar macht. Durch die Kombination aus Virtual Reality, realem Rollstuhl und beweglicher Plattform werden Hindernisse wie Bordsteine oder unebene Wege realitätsnah simuliert. „Uns war nicht bewusst, wie problematisch hohe Randsteine oder beispielsweise der Sichtschutz beim Bankomaten für Rollstuhlfahrer sind.“ Ziel war es, insbesondere Entscheidungsträger für Barrieren im öffentlichen Raum zu sensibilisieren, Empathie zu fördern und die Gestaltung barrierefreier Lebensräume nachhaltig voranzutreiben. „Betroffene sind vom Projekt begeistert. Der 2. Platz ist eine schöne Anerkennung und hoffentlich bekommt dieses wichtige Thema zukünftig mehr Aufmerksamkeit“, sagen die Schülerinnen.
Link zum Projekt: https://www.missionhumanity.at/projekte/2025-26/new-unseen-obstacles
Platz 3: Das JRK Sierning verbindet Generationen
Mit dem Projekt „GenerationConnect“ bringt das OÖ. Jugendrotkreuz Sierning junge Menschen und ältere Generationen zusammen – für echte Begegnungen statt sozialer Isolation. „Wir haben an ältere Menschen in unserer Verwandtschaft gedacht und dass sie öfter Unterstützung und Besuche brauchen würden“, sagt Marie Gsöllradl. In gemeinsamen Aktivitäten entstehen wertvolle Momente, in denen Lebensgeschichten, Erfahrungen und neue Perspektiven geteilt werden. „Eine Dame hat mir Sockenstricken beigebracht“, erzählt die Elfjährige. Jugendliche lernen Empathie, Respekt und soziales Engagement, während ältere Menschen neue Lebensfreude und Aufmerksamkeit erfahren. Durch das Projekt wird Einsamkeit reduziert, das Miteinander der Generationen gestärkt und ein nachhaltiges Bewusstsein für Zusammenhalt und gegenseitige Verantwortung geschaffen.
Link zum Projekt: https://www.missionhumanity.at/projekte/2025-26/new-generationconnect
„Es ist wahnsinnig erfrischend zu sehen, welche tollen Ideen die jungen Leute haben“
Seit mehr als 75 Jahren fördert das Jugendrotkreuz Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung in Schule und Freizeit. Es bestärkt sie, Verantwortung zu übernehmen und Teil einer solidarischen Gemeinschaft zu werden. Durch die Initiative Mission Humanity können junge Menschen das Zusammenleben aktiv mitgestalten. „Es ist wahnsinnig erfrischend zu sehen, welche tollen Ideen die jungen Leute haben und wie sie diese in Projekte umsetzen. Mission Humanity bedeutet mir und der gesamten Lenzing AG sehr viel, denn uns sind auch Werte wie soziale Verantwortung, Nachhaltigkeit und Umweltschutz sehr wichtig. Da gibt es eine große Schnittmenge mit dem OÖ. Roten Kreuz“, sagt Mag. Birgit Jedinger von der Lenzing AG, die die Initiative Mission Humanity von Beginn an unterstützt.
Das Finale zum Nachschauen: https://www.youtube.com/live/JY15IfScrhM
