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Wiederbelebung macht Schule: 5.500 Schüler trainierten für den Ernstfall

Drücken statt zögern: Von Schulbeginn bis zum Welttag der Wiederbelebung am 16. Oktober trainierten rund 5.500 Schüler in Oberösterreich, was bei einem Atem-Kreislauf-Stillstand zu tun ist. Mit der Initiative „Schüler retten Leben“ bringt das OÖ. Jugendrotkreuz Wiederbelebung direkt in die Klassenzimmer. Regelmäßiges Üben soll Kindern und Jugendlichen die Sicherheit geben, im Ernstfall zu handeln.

In der PlusCity in Pasching übten Schülerinnen und Schüler die Atemkontrolle, die Herzdruckmassage und die Beatmung.
In der PlusCity in Pasching übten Kinder, Jugendliche und Erwachsene die Atemkontrolle, die Herzdruckmassage und die Beatmung.

Ein Mensch bricht zusammen, reagiert nicht mehr und atmet nicht normal. Was jetzt passiert, kann über Leben und Tod entscheiden: Bewusstsein und Atmung prüfen, den Notruf 144 wählen und sofort mit der Herzdruckmassage beginnen. Genau diese Schritte trainieren Kinder und Jugendliche bei „Schüler retten Leben“.

Nach Angaben des Österreichischen Rates für Wiederbelebung erleiden rund 12.000 Menschen in Österreich jährlich einen plötzlichen Herzstillstand. Etwa 10.000 von ihnen versterben. Würden mehr Laien unmittelbar mit Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen, könnten jährlich mehr als 1.000 Menschen zusätzlich gerettet werden. „Erste Hilfe sollte so selbstverständlich sein wie Lesen, Schreiben oder Rechnen. Je früher junge Menschen lernen, wie Wiederbelebung funktioniert, desto selbstverständlicher können sie im Ernstfall handeln“, sagt OÖ. Rotkreuz-Präsident Dipl.-Päd. Gottfried Hirz.

Erste Hilfe fest im Schulalltag verankern

Aus diesem Grund setzt sich das OÖ. Jugendrotkreuz gemeinsam mit dem Österreichischen Rat für Wiederbelebung seit 2018 dafür ein, Wiederbelebung stärker im schulischen Alltag zu verankern. Mit „Schüler retten Leben“ werden Schulen ab der 5. Schulstufe angesprochen. In zwei Unterrichtseinheiten pro Schuljahr können Schüler direkt im Unterricht Wiederbelebungsmaßnahmen trainieren – beispielsweise im Biologie-, Sport- oder naturwissenschaftlichen Unterricht.

Das Prinzip dahinter: Wiederbelebung soll nicht einmal gelernt und anschließend wieder vergessen, sondern bis zum Ende der Pflichtschulzeit beziehungsweise bis zur Matura regelmäßig trainiert werden. Dafür schult das OÖ. Jugendrotkreuz Erste-Hilfe-Lehrbeauftragte im Rahmen ihrer Fortbildung. Sie können das Wiederbelebungstraining anschließend direkt mit ihren Schülern durchführen.

Wie groß die Reichweite bereits ist, zeigt ein Blick auf das vergangene Schuljahr: 29.947 Schüler nahmen an „Schüler retten Leben“ teil. Darüber hinaus besuchten 14.177 Kinder und Jugendliche einen von 798 Erste-Hilfe-Kursen. Weitere 11.933 Kinder wurden mit der Stoffpuppe „ROKO" im Kindergarten und dem Helfi-Programm in der Volksschule altersgerecht an Erste Hilfe herangeführt.

Was im Klassenzimmer immer wieder trainiert wird, soll im Ernstfall abrufbar sein. Denn wenn jede Sekunde zählt, muss aus Wissen Handeln werden.

Weitere Informationen sowie Termine für Erste-Hilfe-Kurse in Ihrer Nähe finden Sie unter www.erstehilfe.at

 

Rund 5.500 Schülerinnen und Schüler trainierten seit Schulbeginn mit dem OÖ. Jugendrotkreuz die Herzdruckmassage, um im Ernstfall rasch helfen zu können.
Rund 5.500 Schülerinnen und Schüler trainierten seit Schulbeginn mit dem OÖ. Jugendrotkreuz die Herzdruckmassage, um im Ernstfall rasch helfen zu können.
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Daniel Gruber MSc

Pressesprecher

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