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Gemeinsam seit Generationen helfen: 135 Jahre OÖ. Rotes Kreuz

Wenn Menschen Hilfe brauchen, ist das OÖ. Rote Kreuz zur Stelle – seit 135 Jahren. Was 1891 als Initiative engagierter Bürgerinnen und Bürger begann, ist heute ein flächendeckendes Netzwerk der Menschlichkeit. Mehr als 25.000 freiwillige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen täglich dazu bei, dass Hilfe dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Damit das auch in Zukunft so bleibt, sind neue Freiwillige unverzichtbar.

Seit 135 Jahren hat das OÖ. Rote Kreuz die passende Jacke.
  • Freiwilliges Engagement stärkt das gesellschaftliche Miteinander, schafft persönliche Erfüllung und wirkt integrierend.
  • Starkes Wachstum: von rund 15.500 Freiwilligen (2007) auf mehr als 25.000
  • Gesundheits- und Soziale Dienste haben an Bedeutung gewonnen und auch Gesamtzahl der freiwilligen Stunden ist gestiegen.
  • Um neue Freiwillige zu gewinnen und zu halten, sollen alle Menschen angesprochen werden – besonders ihr Wunsch, etwas Sinnvolles zu tun.

 

Freiwillige leisten jährlich rund 3,1 Millionen Stunden für das Gemeinwohl. Das Engagement ist in den vergangenen Jahren gewachsen: Während im Jahr 2007 rund 15.500 Menschen freiwillig im OÖ. Roten Kreuz tätig waren, sind es heute mehr als 25.000. Parallel dazu stieg auch die Gesamtleistung von rund 2,6 Millionen um rund eine halbe Million Stunden jährlich. Diese Zahlen unterstreichen die zentrale Rolle freiwilliger Arbeit für das Sozial- und Gesundheitssystem.

 

Wandel im Engagement: Mehr Menschen, neue Formen

Gleichzeitig sind aber die jährlich durchschnittlich geleisteten Stunden pro Freiwilligem von rund 170 Stunden (2007) auf etwa 123 Stunden gesunken. Das bedeutet nicht weniger Einsatz, sondern neue Rahmenbedingungen. Freiwilligkeit wird flexibler und besser mit Beruf, Familie und Freizeit vereinbar – Verantwortung verteilt sich auf mehr Schultern. Der Rettungsdienst bleibt mit rund 2,4 Millionen Stunden das Rückgrat.

Wie gelebtes Engagement aussieht, zeigt die Familie Wegerer aus Walding. Luzia, Klaus und Andrea engagieren sich seit 2005 gemeinsam beim OÖ. Roten Kreuz. Ihre Geschichte steht stellvertretend für tausende Freiwillige, die Verantwortung übernehmen. „Wir wollen Menschen in Not helfen und aktiv Verantwortung übernehmen“, sagen sie.

Das OÖ. Rote Kreuz bietet ihnen die Möglichkeit, konkret und unmittelbar zu helfen – und dabei Teil einer starken Gemeinschaft zu sein. Besonders schätzen sie, dass sie ihr Engagement als Familie gemeinsam leben können. Luzia (65) ist Rettungssanitäterin, Einsatzlenkerin und Praxistrainerin, organisiert als Bezirks-Freiwilligenkoordinatorin Schnupperdienste und begleitet neue Interessierte. Ihr Mann Klaus (65) ist ebenfalls Rettungssanitäter, bildet in Erster Hilfe aus, arbeitet mit Suchhunden und ist als Drohnenpilot im Einsatz. Tochter Andrea (43) bringt ihre Erfahrung als Notfallsanitäterin ein, führt Einsätze als Offizierin vom Dienst und ist Teil des Bezirksrettungskommandos.

Ihr Engagement kennt keine Feiertage: Ob Weihnachten, Ostern oder Muttertag – oft stehen sie gemeinsam im Dienst. Besonders in Erinnerung ist ihnen ein Einsatz am 24. Dezember geblieben: Eine werdende Mutter wurde rechtzeitig ins Krankenhaus gebracht, wenige Stunden später kam ein gesundes „Christkind“ zur Welt. Solche Erlebnisse zeigen, was freiwilliges Engagement bewirken kann.

Der Einstieg der Familie begann durch persönliche Erfahrungen: Der Zivildienst ihres Sohnes und ein Gespräch mit dem Hausarzt gaben den Anstoß. Heute ist das OÖ. Rote Kreuz fixer Bestandteil ihres Lebens. „Es erfüllt uns mit Sinn und Zufriedenheit, aktiv Gutes zu tun.“

 

Gesellschaft im Wandel: Jeder Vierte will seine Freizeit sinnvoller gestalten

1891 entstand aus dem „Patriotischen Landeshilfsverein für das Erzherzogtum Österreich ob der Enns“ und dem „Patriotischen Frauenhilfsvereines für Oberösterreich“ das OÖ. Rote Kreuz. Neun Jahre später kam es zur Gründung des Jugendrotkreuzes. 1930 gründete sich in Linz die „Freiwillige Rettungsgesellschaft“. Der Schwerpunkt der Arbeit des OÖ. Roten Kreuzes lag in dieser Zeit in der Tuberkulosefürsorge. Erst nach Ende des 2. Weltkriegs begann das OÖ. Rote Kreuz nach und nach, ein flächendeckendes Ortsstellennetzwerk mit freiwilligen Mitarbeitern aufzubauen. 1974 wurde die Hauskrankenpflege ins Leben gerufen, 1984 nahm das OÖ. Rote Kreuz die Rufhilfe in sein Leistungsangebot auf, im Jahr 2000 folgte die Krisenintervention.

Das Aufgabenfeld für das OÖ. Rote Kreuz wächst stetig, das Bild der Hilfe ändert sich laufend. Arbeitszeit und Freizeit verschränken sich, die Zahl pflegebedürftiger Menschen steigt und der digitale Wandel beeinflusst die Strukturen für freiwilliges Engagement. Um allen Anforderungen der Zukunft nachzukommen, die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen und unser Zusammenleben positiv mitzugestalten, sucht das OÖ. Rote Kreuz freiwillige Mitarbeiter. Sie sind das Herzstück der humanitären Hilfsorganisation. Ohne ihr tagtägliches Engagement würden die Kosten für unser Sozialsystem massiv ansteigen. „Egal, ob im Rettungsdienst, im Besuchsdienst, bei Essen auf Rädern, als Mitarbeiter in einem unserer Rotkreuz-Märkte, in der Arbeit mit Jugendlichen oder in den vielen anderen Bereichen. Wir haben die passende Jacke für jeden“, sagt Dr. Günter Mayr, Vizepräsident des OÖ. Roten Kreuzes.

Parallel zu diesem gesellschaftlichen Wandel rückt eine zentrale Herausforderung immer stärker in den Fokus: Freiwillige zu finden und langfristig zu binden. Denn nur mit ihrem Engagement kann Hilfe auch in Zukunft verlässlich sichergestellt werden. Gleichzeitig zeigt die Umfrage zu den Neujahrsvorsätzen 2026 des market Institut deutlich, wohin sich die Gesellschaft entwickelt: Der Wunsch, soziale Kontakte stärker zu pflegen, ist seit 1993 von 19 auf 28 Prozent gestiegen, ebenso wie das Bedürfnis, die eigene Freizeit sinnvoller zu gestalten (von 16 auf 25 Prozent).

Genau hier setzt das OÖ. Rote Kreuz an – und berücksichtigt dabei unterschiedliche Lebensrealitäten: Alle Generationen sollen angesprochen werden, denn jede Lebensphase bringt eigene Bedürfnisse mit sich. Ebenso entscheidend ist es, Menschen mit Migrationshintergrund aktiv einzubinden, da gemeinsames Engagement verbindet und Zugehörigkeit schafft. Gleichzeitig suchen immer mehr Menschen nach Sinn und Erfüllung in ihrem Tun. Freiwilligenarbeit bietet genau das – vorausgesetzt, auch die Rahmenbedingungen stimmen und erfahren gesellschaftliche Anerkennung. „Freiwillige erleben, dass sie gebraucht und geschätzt werden – das macht glücklich und liefert Energie für ein erfülltes Leben“, betont Mag. Erich Haneschläger, Landesgeschäftsleiter des OÖ. Roten Kreuzes. Die Beweggründe für ein Engagement sind Befragungen zufolge vielfältig:

  • Eine sinnvolle Tätigkeit ausüben
  • Spaß am Engagement haben
  • Wertvolle Erfahrungen sammeln
  • Gemeinschaft erleben
  • Selbst aktiv bleiben

 

Freiwilligkeit als tragende Säule der Zukunft

Diese Entwicklung zeigt: Immer mehr Menschen suchen nach Möglichkeiten, ihre Zeit bewusst einzusetzen und einen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten. Genau hier setzt das OÖ. Rote Kreuz mit 88 Orts- und 17 Bezirksstellen als flächendeckender „sozialer Nahversorger“ an. Die überwiegend freiwilligen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen kommen aus allen Gesellschaftsschichten und engagieren sich aus eigener Überzeugung für das Gemeinwohl. „Wer sich für andere engagiert, übernimmt Verantwortung und trägt wesentlich dazu bei, dass wir schwierige Zeiten bestmöglich meistern“, sagt Haneschläger.

Das OÖ. Rote Kreuz steht seit 135 Jahren für Menschlichkeit, Zusammenhalt und gelebte Solidarität. Dieses Netzwerk funktioniert nur, weil Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Oder, wie es Luzia, Andrea und Klaus Wegerer auf den Punkt bringen: „Wir tun es für die Menschen, für unsere Heimat und für eine Gesellschaft, die zusammenhält.“

Wer helfen möchte, ist jederzeit willkommen – egal in welchem Bereich und egal, wie viel Zeit zur Verfügung steht. Weitere Informationen unter www.passende-jacke.at oder 0732/7644-157 bzw. an jeder Rotkreuz-Dienststelle.

wir sind da

Daniel Gruber

Öffentlichkeitsarbeit und Medienservice

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