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Bundesübung der WASH-Einheit des Roten Kreuzes in Bischofshofen erfolgreich abgeschlossen

Ein Mann in Rotkreuz-Jacke analysiert eine Wasserprobe
Eine Frau in Rotkreuz-Jacke bedient eine Filtrations-Anlage
Ein Mann in Rotkreuz-Jacke und Atemschutz schöpft Wasser aus einem Becken
Gruppenfoto der Teilnehmerinnen der WASH-Bundesübung

Am 14. Und 17. Mai 2026 fand am Gelände der Skisprungschanze in Bischofshofen eine groß angelegte Bundesübung der WASH-Einheit des Roten Kreuzes statt. Zahlreiche Einsatzkräfte trainierten unter realitätsnahen Bedingungen die Aufbereitung von Trinkwasser sowie Maßnahmen in den Bereichen Sanitär und Hygiene.

Die WASH-Einheit (Water, Sanitation and Hygiene) des Roten Kreuzes Salzburg führte gemeinsam mit Kolleg:innen aus mehreren Bundesländern eine umfassende Bundesübung durch. Ziel war es, die Einsatzbereitschaft im Katastrophenfall weiter zu stärken und die Abläufe der Wasseraufbereitung sowie der sanitären Versorgung unter praxisnahen Bedingungen zu erproben. Das Gelände der Skisprungschanze in Bischofshofen bot dafür ideale Voraussetzungen.

 

WASH: Spezialisiert auf Wasser, Sanitär und Hygiene

Die WASH-Einheit ist Teil des Katastrophenhilfsdienstes des Roten Kreuzes und auf die Sicherstellung grundlegender Versorgung im Krisenfall spezialisiert. Der Fokus liegt dabei auf der Seuchenprävention: Durch die Bereitstellung von sicherem Trinkwasser, funktionierenden Sanitäranlagen sowie gezielter Hygienesensibilisierung wird das Risiko von Krankheitsausbrüchen deutlich reduziert.

Zum Einsatz kommt die Einheit sowohl national als auch international – insbesondere nach Naturkatastrophen wie Überschwemmungen oder Erdbeben, wenn bestehende Infrastruktur zerstört wurde. Auch in Österreich konnte die WASH-Kompetenz bereits erfolgreich unter Beweis gestellt werden, etwa bei einem Einsatz in Spittal an der Drau, wo nach einem Murenabgang die Trinkwasserversorgung eines Krankenhauses sichergestellt wurde.

 

Vom Rohwasser zum Trinkwasser: Realistische Übungsszenarien

Im Rahmen der Bundesübung wurden drei unterschiedliche Wasseraufbereitungsanlagen betrieben, wie sie auch im regulären Einsatz in mehreren Bundesländern verwendet werden. Ergänzt wurde das Setup durch ein Feldlabor, in dem Wasserproben direkt vor Ort analysiert werden konnten.

Die Übung zeigte anschaulich den gesamten Prozess der Wasseraufbereitung: Von der Entnahme stark verunreinigten Rohwassers bis hin zur Bereitstellung von sauberem Trinkwasser. Dabei wurden chemische und physikalische Parameter überprüft, Wasserproben analysiert, Vorbehandlungen durchgeführt, Filtrationssysteme eingesetzt sowie die sichere Lagerung und Verteilung des Reinwassers gewährleistet.

 

Einblick für Kolleg:innen und Bevölkerung

Neben dem Übungsbetrieb bot die Veranstaltung auch Gelegenheit für Einblicke in die Arbeit der WASH-Einheit. Interessierte Kolleg:innen aus anderen Leistungsbereichen des Roten Kreuzes sowie Interessierte aus der Bevölkerung nutzten die Möglichkeit, sich vor Ort über Aufgaben, Abläufe und technische Ausstattung zu informieren.

Im Rahmen von Führungen wurde insbesondere der Weg „vom verunreinigten Wasser zum Trinkwasser“ anschaulich dargestellt. Auch die Schnittstellen zu den Bereichen Sanitärversorgung und Hygienemaßnahmen wurden thematisiert, wobei erfahrene Einsatzkräfte, darunter auch international tätige Spezialist:innen, ihr Wissen weitergaben.

 

Erfolgreiche Bilanz

Die Bundesübung konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Die Zusammenarbeit der beteiligten Einheiten verlief reibungslos, die technischen Systeme bewährten sich unter realitätsnahen Bedingungen, und es konnten wertvolle Erkenntnisse für zukünftige Einsätze gewonnen werden.

Die WASH-Einheit des Roten Kreuzes Salzburg zeigte damit erneut ihre hohe Einsatzbereitschaft und ihr großes Fachwissen in einem Bereich, der im Katastrophenfall von zentraler Bedeutung ist: Die Sicherstellung von sauberem Wasser, funktionierender Sanitärversorgung und wirksamer Hygienemaßnahmen.

 

Fotos (c) Rotes Kreuz Salzburg

Foto 1: Wasserproben wurden vor Ort analysiert.

Foto 2: Das verunreinigte Wasser wird in Filtrationsanlagen gereinigt.

Foto 3: Das zu behandelnde Wasser wurde in mehreren Becken gesammelt.

Foto 4: 30 Mitarbeiter:innen aus fünf Rotkreuz-Landesverbänden nahmen an der WASH-Bundesübung in Bischofshofen teil. 1. von links: Landesrettungskommandant ad interim Clemens Ebster.

 

Salzburg, am 20. Mai 2026

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