Mit dem Projekt „Hitzebuddy“ baut das Rote Kreuz Salzburg ein flächendeckendes Unterstützungsangebot auf, um Menschen während Hitzeperioden gezielt zu begleiten. Geschulte Mitarbeiter:innen achten bei Besuchen und Kontakten verstärkt auf hitzebedingte Risiken – unabhängig vom Alter der betreuten Personen.
Die zunehmenden Hitzeperioden stellen für viele Menschen eine ernstzunehmende gesundheitliche Belastung dar. Das Rote Kreuz Salzburg reagiert darauf mit dem Projekt „Hitzebuddy“ und erweitert damit seine bestehenden Angebote in Bereichen wie dem Rettungsdienst, der Mobilen Krankenpflege, der Rufhilfe und „Essen Zuhause“. Ziel ist es, alle Patient:innen, Klient:innen und Kund:innen bestmöglich durch heiße Tage zu begleiten, gesundheitliche Risiken frühzeitig zu erkennen und praktische Tipps zum Umgang mit der Hitze zu geben.
Mitarbeiter:innen werden zu Hitzebuddys
Geschulte Mitarbeiter:innen fungieren dabei als „Hitzebuddys“: Sie achten im Rettungsdienst, bei Hausbesuchen, persönlichen und telefonischen Kontakten, aber auch bei der Lieferung von Mahlzeiten im Rahmen von „Zuhause Essen“ gezielt auf Anzeichen von Überhitzung, erinnern an ausreichendes Trinken und geben praktische Tipps zur Abkühlung. Gleichzeitig wird das Bewusstsein für die Gefahren von Hitze auch bei Angehörigen gestärkt.
Gesundheitshotline 1450: Rund um die Uhr Beratung bei Hitzebeschwerden
Auch die kostenlose telefonische Gesundheitshotline 1450 des Roten Kreuzes ist eine wichtige Anlaufstelle während Hitzeperioden. Expert:innen stehen rund um die Uhr zur Verfügung, um Anrufer:innen bei gesundheitlichen Beschwerden zu beraten, Symptome richtig einzuschätzen und konkrete Tipps zum Umgang mit der Hitze zu geben. Damit erhalten Betroffene rasch und unkompliziert Unterstützung. Die Hotline bildet somit einen weiteren wichtigen Baustein bei Hitzebeschwerden.
Niemand wird allein gelassen
„Mit dem Projekt ‚Hitzebuddy‘ verfolgen wir ein klares Ziel: Wir wollen sicherstellen, dass niemand während der Hitzeperioden allein gelassen wird. Unsere Mitarbeiter:innen sind nahe an den Menschen und können frühzeitig unterstützen, bevor gesundheitliche Probleme entstehen“, betont Landesgeschäftsführerin Sabine Tischler. „Gerade in Zeiten steigender Temperaturen ist diese Form der Aufmerksamkeit und Fürsorge ein entscheidender Beitrag zum Schutz der Bevölkerung.“
Praktische Tipps für heiße Tage
Um gut durch den Sommer zu kommen, empfiehlt das Rote Kreuz Salzburg folgende Maßnahmen:
- ausreichend trinken – idealerweise Wasser oder ungesüßte Getränke; Alkohol und koffeinhaltige Getränke vermeiden
- leichte, wasserreiche Kost wie Obst, Gemüse oder Suppen bevorzugen
- Wohnräume in den kühlen Morgenstunden lüften und tagsüber möglichst kühl halten
- Körper regelmäßig mit kühlen Umschlägen oder Duschen erfrischen
- Medikamente richtig lagern und bei Unsicherheiten ärztlichen Rat einholen
Erste Hilfe bei Hitzeproblemen
Bei ersten Anzeichen von hitzebedingten Beschwerden ist rasches Handeln entscheidend. Kommt es zu Krämpfen (Arme, Beine), Schwindel, Schwächegefühl, sehr roter Kopf oder sehr blasser Haut, so kann das bis zum Kreislaufkollaps führen. „In diesen Fällen ist es besonders wichtig, richtig und schnell zu reagieren“, erklärt Solveig Michler, Teamleitung Erste-Hilfe-Kurswesen im Roten Kreuz Salzburg:
- betroffene Person an einen kühlen, schattigen Ort bringen
- Kleidung lockern oder öffnen und für Luftzufuhr sorgen
- Flüssigkeit in kleinen Schlucken verabreichen (sofern die Person bei Bewusstsein ist)
- Körper mit feuchten Tüchern kühlen
- den Notruf 144 wählen
Fotos (c) Rotes Kreuz Salzburg
Foto 1: Mitarbeiter:innen des Roten Kreuzes geben Tipps, um auch bei Sommerhitze kühl zu bleiben.
Foto 2: 5 Tipps des Roten Kreuzes Salzburg für einen kühlen Sommer.
Salzburg, am 28. Juli 2026
