Beim Jugendrotkreuz-Bundesbewerb am 18. Juli in Salzburg stellten 48 Teams aus ganz Österreich ihr Wissen und ihre Fähigkeiten in Erster Hilfe sowie in sozialen Themen unter Beweis. Insgesamt 295 engagierte Kinder und Jugendliche traten in zwei Altersklassen an und überzeugten nicht nur mit Teamgeist und Verantwortungsbewusstsein, sondern auch mit großer fachlicher Kompetenz.
Am 18. Juli 2026 wurde Salzburg zum Treffpunkt für 295 Kinder und Jugendliche aus ganz Österreich: Beim Jugendrotkreuz-Bundesbewerb traten 48 Teams in den Altersklassen Jugend I (10–13,99 Jahre) und Jugend II (14–17,99 Jahre) gegeneinander an. In Fünferteams mit je einem Ersatzmitglied stellten die Teilnehmer:innen ihr Wissen, ihre praktischen Fähigkeiten und ihre soziale Kompetenz unter Beweis. Ziel des Bewerbs war es, junge Menschen für Erste Hilfe und gesellschaftliche Verantwortung zu begeistern und ihre Handlungssicherheit in herausfordernden Situationen zu stärken.
Zu den knapp 300 Teilnehmer:innen kamen noch rund 100 Betreuer:innen sowie rund 200 Helfer:innen hinzu, so dass in Summe etwa 600 Personen nicht nur zu einem erfolgreichen Wettbewerb, sondern einer Umwegrentabilität für die Stadt Salzburg und ihr Umland beitrugen.
Pallauf: „Helfen, wo Hilfe gebraucht wird.“
„Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beweisen mit ihrem Engagement, dass Verantwortung kein Alter kennt. Sie investieren ihre Freizeit, lernen füreinander einzustehen und helfen dort, wo Hilfe gebraucht wird. Dieses Engagement verdient unseren größten Respekt und unsere volle Unterstützung“, so Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf bei der Siegerehrung.
Vielfältige Stationen zu Erste Hilfe und sozialen Themen
Im Rahmen des Bewerbs absolvierten die Teams verschiedene Stationen, bei denen sowohl theoretisches Wissen als auch praktische Fertigkeiten gefragt waren. Ein zentraler Schwerpunkt lag auf der Ersten Hilfe: Von der richtigen Versorgung von Verletzten bis hin zum strukturierten Vorgehen im Notfall.
Darüber hinaus standen soziale Themen im Fokus: In den Bereichen „Zivilcourage“ sowie „Blut und Blutspenden“ setzten sich die Jugendlichen intensiv mit gesellschaftlich relevanten Fragestellungen auseinander. Dabei ging es unter anderem darum, Handlungsspielräume in schwierigen Situationen zu erkennen, Verantwortung zu übernehmen und die Bedeutung von Solidarität und Hilfsbereitschaft zu verstehen. Auch Reflexion, Argumentation und Teamarbeit spielten eine wesentliche Rolle.
Bedeutung für junge Menschen und die Gesellschaft
Der Bewerb unterstrich einmal mehr, wie wichtig es ist, junge Menschen frühzeitig für humanitäre Werte und praktische Hilfeleistung zu sensibilisieren.
„Der Jugendrotkreuz-Bundesbewerb ist weit mehr als ein Wettbewerb; er ist eine Plattform, auf der junge Menschen Kompetenzen fürs Leben entwickeln. Sie lernen, Verantwortung zu übernehmen, im Team zu arbeiten und in kritischen Situationen richtig zu handeln. Diese Fähigkeiten sind für unsere Gesellschaft von unschätzbarem Wert“, betont Dr. Werner Aufmesser, Präsident des Roten Kreuzes Salzburg.
Die Veranstaltung zeigte nachdrücklich, wie engagiert und kompetent die nächste Generation im Bereich der humanitären Hilfe aufgestellt ist.
Erfolgreiche Organisation und positive Bilanz
Auch aus organisatorischer Sicht konnte eine äußerst positive Bilanz gezogen werden. Der Bewerb verlief reibungslos und war von hoher Motivation sowie großer Begeisterung bei allen Beteiligten geprägt.
„Wir blicken auf einen rundum gelungenen Bewerb zurück. Die Stimmung war großartig, die Leistungen der Jugendlichen beeindruckend und die Organisation hat hervorragend funktioniert. Es ist schön zu sehen, mit wie viel Engagement sich junge Menschen für Erste Hilfe und soziale Themen einsetzen“, resümiert Michael Hinterhofer, Bundes- und Salzburger Landesreferent der Jugendrotkreuz-Jugendgruppen.
Neben dem Wettbewerb stand auch der Austausch zwischen den Jugendlichen aus den verschiedenen Bundesländern im Mittelpunkt, wodurch neue Kontakte geknüpft und Erfahrungen geteilt werden konnten.
Die Gewinner des Bundesbewerbs 2026
In beiden Altersklassen wurden herausragende Leistungen gezeigt. Die Siegerteams konnten sich schließlich gegen starke Konkurrenz durchsetzen:
- Jugend I (ex aequo): Team „Leibnitz“ und Team „Notfoi? Stainz kummt!“ aus der Steiermark
- Jugend II: Team „Sillian 2“ aus Tirol
Der Jugendrotkreuz-Bundesbewerb 2026 zeigte eindrucksvoll, wie viel Potenzial, Wissen und Engagement in Österreichs Jugend steckt und wie wichtig es ist, dieses gezielt zu fördern.
Fotos (c) Wildbild (1-3, 5-7), Rotes Kreuz Salzburg (4), Samuel Ziegler (8)
Foto 1: Die ex aequo Sieger:innen in der Kategorie Jugend I, Team „Leibnitz“ aus der Steiermark. Der Preis wurde von der Präsidentin des Salzburger Landtages, Brigitta Pallauf, überreicht.
Foto 2: Die ex aequo Sieger:innen in der Kategorie Jugend I, Team „Notfoi? Stainz kummt!“ aus der Steiermark. Der Preis wurde von der Präsidentin des Salzburger Landtages, Brigitta Pallauf, überreicht.
Foto 3: Die Sieger:innen in der Kategorie Jugend II, Team „Sillian 2“ aus Tirol. Der Preis wurde von der Präsidentin des Salzburger Landtages, Brigitta Pallauf, überreicht.
Foto 4: Die Teilnehmer:innen stellten ihr Fachwissen im Bereich der Wiederbelebung unter Beweis.
Foto 5: Realistisch dargestellte Wunden mussten von den Teilnehmer:innen versorgt werden.
Foto 6: Die Kinder und Jugendlichen simulierten auch den Notruf 144 bei der Rettungsleitstelle.
Foto 7: Ein wichtiger Teil der Versorgung von Verletzten ist die psychische Erste Hilfe, z.B. das Beruhigen der verletzten Person.
Foto 8: Vor dem Start in eine Station erhielten die Teams jeweils eine genaue Beschreibung der zu erwartenden Notfall-Situation.
Salzburg, am 19. Juli 2026
