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Realitätsnah lernen: Rotes Kreuz Salzburg bildet Nachwuchs in der Realistischen Wund- und Unfalldarstellung aus

Schminkübungen in Rahmen des R-U-D-Kurses
Schminkübungen in Rahmen des R-U-D-Kurses
Schminkübungen in Rahmen des R-U-D-Kurses
Schminkübungen in Rahmen des R-U-D-Kurses
Schminkübungen in Rahmen des R-U-D-Kurses

Am 16. und 17. Mai 2026 fand in Puch b. Hallein ein zweitägiger Grundkurs in der Realistischen Unfalldarstellung (RUD) des Roten Kreuzes Salzburg statt. Elf Jugendliche aus den Jugendrotkreuz-Gruppen ab 14 Jahren erhielten dabei spannende Einblicke in die Arbeit der Spezialeinheit und konnten selbst erste praktische Erfahrungen sammeln.

Die Realistische Wund- und Unfalldarstellung (RUD) ist eine spezialisierte Einheit des Roten Kreuzes Salzburg mit dem Ziel, Notfallszenarien so authentisch wie möglich darzustellen. Durch täuschend echt geschminkte Verletzungen und das realistische Verhalten von sogenannten Figurant:innen schafft sie bei Übungen und Ausbildungen möglichst realitätsnahe Bedingungen für Einsatzkräfte. Damit leistet die RUD einen wesentlichen Beitrag zur Qualitätssicherung in der Aus- und Weiterbildung sowie zur optimalen Vorbereitung auf den Ernstfall. Neben der Darstellung von Verletzungen umfasst ihr Aufgabenbereich auch das Erkennen von Erkrankungen und das realistische Nachstellen von Notfallsituationen.

 

Einblick in die Welt der Realistischen Unfalldarstellung

Zu Beginn erhielten die Teilnehmer:innen einen Überblick über die Aufgaben und Einsatzbereiche der RUD. Dabei wurde insbesondere aufgezeigt, wie Jugendliche aktiv unterstützen können – sei es als Figurant:innen oder als angehende Schminker:innen. Auch die rechtlichen Rahmenbedingungen sowie organisatorische Abläufe, etwa das Briefing der Darsteller:innen, wurden thematisiert.

 

Von Materialkunde bis zur realistischen Wunde

Ein zentraler Bestandteil des Kurses war die Materialkunde. Die Jugendlichen lernten den Umgang mit verschiedenen Utensilien wie Modellierwachs, Kunstblut oder Verbrennungspulver kennen. Darauf aufbauend wurden unterschiedliche Verletzungs- und Erkrankungsmuster geschminkt, von einfachen Abschürfungen bis hin zu komplexeren Darstellungen.

„Es ist beeindruckend, wie schnell man mit den richtigen Techniken realistische Verletzungen darstellen kann. Am Anfang war ich noch vorsichtig, aber schon bald habe ich richtig coole Sachen geschminkt“, berichtet Sophia.

 

Praxisnahes Lernen im Mittelpunkt

Neben den theoretischen Inputs stand vor allem die praktische Umsetzung im Mittelpunkt. Die Teilnehmer:innen bereiteten Szenarien vor, schminkten Verletzungs- und Erkrankungsmuster und stellten diese anschließend realitätsnah dar. Dabei wurde auch großer Wert auf das richtige Briefing gelegt, um glaubwürdige Situationen zu schaffen.

„Am meisten Spaß gemacht hat mir, selbst Teil eines Szenarios zu sein: Entweder als verletzte Person oder beim Schminken. Man merkt sofort, wie wichtig unsere Rolle für die Übungen ist“, erzählt Tobias.

 

Bedeutung für die Ausbildung junger Freiwilliger

Für Sebastian Minichmayr, Kommandant der RUD-Einheit des Roten Kreuzes Salzburg, hat der Kurs eine besondere Bedeutung: „Gerade für unsere Jugendgruppen ist die Realistische Unfalldarstellung eine wertvolle Möglichkeit, sich aktiv einzubringen und wichtige Kompetenzen zu entwickeln. Die Jugendlichen lernen dabei nicht nur handwerkliche Fähigkeiten als solches, sondern auch Teamarbeit, Verantwortungsbewusstsein und ein besseres Verständnis für Notfallsituationen.“

 

Nachwuchs für eine wichtige Aufgabe

Mit dem erfolgreich absolvierten Grundkurs konnten die Teilnehmer:innen erste Schritte in Richtung Mitarbeit in der RUD setzen. Gleichzeitig wurde das Interesse an weiterführendem Engagement geweckt und damit ein wichtiger Beitrag zur nachhaltigen Nachwuchsarbeit im Roten Kreuz Salzburg geleistet.

 

Fotos (c) Sam Ziegler

Foto 1: Im Rahmen des RUD-Grundkurses erhielten Jugendliche aus den Jugendrotkreuz-Gruppen Einblicke in die Arbeit der Sondereinheit.

Foto 2: Die Jugendlichen sammelten selbst erste Erfahrungen im Schminken realistischer Verletzungs- und Erkrankungsmuster

Foto 3: Die Jugendlichen stellten eine durch Glassplitter verletzte Hand dar.

Foto 4: Auch die realistische Darstellung von Pfählungsverletzungen wurde geübt.

Foto 5: Die Jugendlichen lernten den Umgang mit verschiedenen Utensilien wie Modellierwachs, Kunstblut oder Verbrennungspulver kennen.

 

Salzburg, am 26. Mai 2026

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Roberta Thanner

Roberta Thanner, MSc.

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