Nach dem erfolgreichen Auftakt im Mai wurde das generationenübergreifende Kunstprojekt „MITSAMMEN – Sagenhaftes Miteinander“ am 3. Juli im Park des Rotkreuz-Seniorenwohnhauses Puch fortgesetzt. Im Mittelpunkt stand diesmal die Sage „Kaiser Karl im Untersberg“, die erneut zahlreiche Teilnehmer:innen jeden Alters zu kreativen Begegnungen und künstlerischem Austausch inspirierte.
Am 3. Juli ging das Kunstprojekt „MITSAMMEN – Sagenhaftes Miteinander“ in Puch bei Hallein in die zweite Runde. Wieder verwandelte die Künstler:innengruppe MoKuBa den Park des Rotkreuz-Seniorenwohnhauses in ein offenes Atelier, in dem Kinder, Jugendliche und Senior:innen gemeinsam künstlerisch tätig wurden. Aufbauend auf dem gelungenen ersten Termin knüpfte die Veranstaltung nahtlos an die Idee an, generationenübergreifende Begegnungen durch kreative Prozesse zu fördern.
Erfolgreiche Fortsetzung eines besonderen Miteinanders
„Nach dem gelungenen Auftakt im Mai war für uns spürbar, wie groß das Bedürfnis nach solchen Begegnungsräumen ist. Es freut uns besonders, dass sich beim zweiten Termin erneut so viele Menschen unterschiedlicher Generationen aktiv eingebracht haben“, betont Projektleiter Felix Igler.
Auch Bürgermeisterin Barbara Schweitl unterstreicht die Bedeutung des Projekts: „Man hat bereits beim ersten Termin gesehen, welches Potenzial in diesem Miteinander steckt. Dass sich diese positive Dynamik nun weiter fortsetzt, ist ein großer Gewinn für unsere Gemeinde.“
„Kaiser Karl im Untersberg“ als kreative Inspirationsquelle
Im Zentrum des zweiten Veranstaltungstags stand die Sage rund um Kaiser Karl im Untersberg. Die geheimnisvolle Erzählung über das Warten, die verborgene Welt im Berg und die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt bot vielfältige Anknüpfungspunkte für die künstlerische Auseinandersetzung in drei Workshops, die jeweils einen unterschiedlichen Zugang zur Sage boten.
Aquarell-Workshop: „Sagenhaft malen“
Unter der Leitung von Marion Sauer setzten sich die Teilnehmer:innen malerisch mit der Sage auseinander. Inspiriert vom Stil John Singer Sargents entstanden atmosphärische Aquarelle, die Szenen rund um Kaiser Karl und den Untersberg eindrucksvoll auf Papier brachten.
Bildhauer-Workshop: „Figuren aus dem Untersberg“
Felix Igler leitete den bildhauerischen Zugang zur Sage. Aus Speckstein wurden Zwerge und Edelleute gestaltet – jene Figuren, die laut Überlieferung gemeinsam mit Kaiser Karl am steinernen Tisch sitzen. Dabei entwickelten die Teilnehmer:innen eigene Vorstellungen und setzten diese handwerklich um.
Schreib-Workshop: „Abwarten oder aufwachen?“
Evelyn Hesch führte die Teilnehmer:innen in einen reflektierenden Schreibprozess. Ausgehend von der Symbolik der Sage entstanden persönliche Texte und Gedichte, die sich mit Fragen des Wartens, Entscheidens und inneren Prozessen auseinandersetzten. Unterschiedliche Lebenserfahrungen der Generationen eröffneten dabei neue Perspektiven.
Kunst schafft nachhaltige Verbindungen
Wie bereits beim ersten Termin zeigte sich auch diesmal, wie verbindend gemeinsames kreatives Arbeiten wirken kann. Der Austausch zwischen den Generationen entwickelte sich organisch aus dem Tun heraus und wurde durch die gemeinsame Präsentation der Ergebnisse am Ende des Tages zusätzlich gestärkt.
„Es entstehen hier nicht nur künstlerische Ergebnisse, sondern vor allem persönliche Begegnungen und Erlebnisse, die im Alltag oft zu kurz kommen. Genau darin liegt die besondere Qualität dieses Projekts“, so Felix Igler.
Das Projekt nutzte auch dieses Mal die besondere Infrastruktur in Puch, wo Bildungseinrichtungen, soziale Angebote und das Rotkreuz-Seniorenwohnhaus räumlich eng miteinander verbunden sind. Dadurch entstehen niederschwellige Möglichkeiten für nachhaltige Kooperationen.
Ausblick auf den Abschluss im Herbst
Mit dem zweiten Termin wurde ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung nachhaltiger Vernetzung gesetzt. Der abschließende dritte Teil des Projekts findet am 2. Oktober statt und wird erneut eine regionale Sage in den Mittelpunkt stellen.
Das Projekt „MITSAMMEN – Sagenhaftes Miteinander“ zeigt damit einmal mehr, wie Kunst als verbindendes Element wirkt und generationenübergreifende Beziehungen stärken kann.
Fotos (c) Rotes Kreuz Salzburg
Foto 1: Unter der Leitung von Marion Sauer setzten sich die Teilnehmer:innen im Aquarell-Workshop malerisch mit der Sage auseinander.
Foto 2: Im Bildhauer-Workshop mit Projektleiter Felix Igler wurden Specksteine zu Zwergen und Edelleuten gestaltet.
Foto 3: Evelyn Hesch führte die Teilnehmer:innen im Rahmen des Schreib-Workshops in einen reflektierenden Schreibprozess.
Foto 4: Ausgehend von der Symbolik der Sage entstanden im Schreib-Workshop persönliche Texte und Gedichte.
Foto 5: Ein Bewohner des Rotkreuz-Seniorenwohnhauses freute sich schon auf den Bildhauer-Workshop.
Foto 6: Projektleiter Felix Igler (links) mit Sabine Schröter (Betreutes Wohnen Puch)
Salzburg, am 7. Juli 2026
