Elf Jugendliche absolvierten beim Salzburger Jugendrotkreuz eine siebentägige Ausbildung zu Ambulanzdiensthelfer:innen. Dabei vertieften sie ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse, trainierten Maßnahmen der erweiterten Notfallversorgung und lernten die Abläufe bei Großeinsätzen kennen.
Von 25. bis 29. August absolvierten elf Mitglieder des Salzburger Jugendrotkreuzes die Ausbildung zu Ambulanzdiensthelfer:innen. In insgesamt sieben intensiven Ausbildungstagen erhielten die Jugendlichen umfassende Einblicke in die Praxis der Ersten Hilfe und Notfallversorgung. Neben theoretischen Grundlagen stand vor allem das praktische Training im Mittelpunkt. Ziel der Ausbildung war es, die Teilnehmer:innen darauf vorzubereiten, in Notfallsituationen sicher und kompetent zu handeln und erste Erfahrungen bei Ambulanzdiensten, Übungen und später auch bei größeren Einsätzen zu sammeln.
Wichtige Erfahrungen für den Nachwuchs
„Mit der Ausbildung zu Ambulanzdiensthelfer:innen geben wir unseren Jugendlichen die Möglichkeit, früh Verantwortung zu übernehmen und wichtige Erfahrungen in der Praxis zu sammeln. Gleichzeitig schaffen wir damit eine wertvolle Grundlage für den Nachwuchs im Rettungsdienst. Wer bereits im Jugendrotkreuz lernt, in herausfordernden Situationen ruhig, strukturiert und kompetent zu handeln, bringt wichtige Voraussetzungen für eine spätere Tätigkeit im Rettungsdienst mit“, erklärt Sebastian Minichmayr, Leiter Jugendrotkreuz Salzburg, Jugendservice.
Umfassende Ausbildung mit viel Praxis
Die Ausbildung setzt sich aus drei Modulen zusammen. Im 16-stündigen Erste-Hilfe-Grundkurs wurden zunächst die Grundlagen der Ersten Hilfe vermittelt. Die Jugendlichen beschäftigten sich unter anderem mit lebensrettenden Sofortmaßnahmen sowie der Versorgung bei Verkehrsunfällen, Erkrankungen und Verletzungen.
Darauf aufbauend vermittelte das 33-stündige Modul „Erweiterte Erste Hilfe“ weiterführende Kompetenzen für den Einsatz. Neben Kommunikation und erweitertem Selbstschutz standen die strukturierte Notfallbeurteilung, Maßnahmen der erweiterten Ersten Hilfe und die Erhebung von Messwerten auf dem Programm. Auch der Umgang mit Belastungssituationen und Stressbewältigung war Teil der Ausbildung.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Großeinsatzmanagement. Im achtstündigen Modul „Großeinsatzmanagement 15+“ lernten die Jugendlichen die grundlegenden Abläufe bei größeren Einsatzlagen kennen. Dazu gehörten unter anderem der Aufbau einer Sanitätshilfsstelle, der Umgang mit Sanitäts- und Katastrophenhilfsdienst-Anhängern, die Patient:innen- und Mitarbeiter:innen-Registrierung sowie der Einsatz von Patientenleittaschen. Auch das Funken, verschiedene Listen für die Einsatzorganisation und die Zusammenarbeit mit dem Fachdienst Information und Kommunikation des Bayerischen Roten Kreuzes wurden praktisch und theoretisch behandelt.
Die Ausbildung richtet sich an Mitglieder des Jugendrotkreuzes ab 14 Jahren. Für die spätere Teilnahme an Einsätzen ist ein Mindestalter von 15 Jahren vorgesehen. Damit bietet das Jugendrotkreuz jungen Menschen bereits früh die Möglichkeit, sich fachlich und persönlich weiterzuentwickeln und Schritt für Schritt Verantwortung im Roten Kreuz zu übernehmen.
Fotos (c) Samuel Ziegler
Foto 1: Die Jugendlichen erhielten im Rahmen der Ausbildung umfassende Einblicke in die Praxis der Ersten Hilfe und Notfallversorgung.
Foto 2: Teil der Ausbildung war ein 16-stündiger Erste-Hilfe-Grundkurs, der mit zusätzlichen Modulen erweitert wurde.
Foto 3: Ein Schwerpunkt der Ausbildung lag auf dem Großeinsatzmanagement, bei dem die Jugendlichen die grundlegenden Abläufe bei größeren Einsatzlagen kennenlernten.
Foto 4: Auch die Zusammenarbeit mit dem Fachdienst Information und Kommunikation des Bayerischen Roten Kreuzes wurde behandelt.
Foto 5: Kursteilnehmer:innen mit Sebastian Minichmayr (1. v.l.; Leiter Jugendrotkreuz Salzburg, Jugendservice, und Kursleiter), Alexander Maier (2. v.l.; Referent, Großeinsatzmanagement) und Michael Mühlegger (1. v.r.; Jugendrotkreuz Salzburg, Jugendservice).
Salzburg, am 2. September 2026
