Der Strom fällt aus. Kommunikationswege brechen weg. Gleichzeitig müssen Rettungsdienst, medizinische Versorgung und Logistik weiter funktionieren. Wie werden Einsätze koordiniert? Wie bleiben die Führungsstäbe erreichbar? Und wie kann die medizinische Versorgung der Bevölkerung auch unter diesen Bedingungen sichergestellt werden? Genau diesen Herausforderungen stellt sich das Rote Kreuz Steiermark zwei Tage lang unter realitätsnahen Bedingungen. Neben dem Landesrettungskommando und allen Bezirksrettungskommanden des Roten Kreuzes in der Steiermark sind die Landeswarnzentrale, die Stadt Graz, mehrere Bezirksverwaltungsbehörden, das Krankenhaus der Elisabethinen und der Barmherzigen Brüder in Graz sowie das Krankenhaus Vorau in die Übung eingebunden.
Hilfeleistung braucht funktionierende Strukturen
Einsatzkräfte, Fahrzeuge, Standorte und Versorgungsgüter müssen bei einem länger andauernden Stromausfall verfügbar bleiben. Im Rahmen der Übung trainiert das Rote Kreuz Steiermark deshalb den koordinierten Einsatz seiner Mitarbeiter:innen, die Treibstoffversorgung der Dienststellen und der Fahrzeugflotte sowie Lagerung, Transport und Verteilung wichtiger Güter und Lebensmittel. Als Partner ist dabei auch das SPAR-Zentrallager im Süden von Graz eingebunden. Alle Rotkreuz-Standorte verfügen über eine Notstromversorgung und können ihre Kernfunktionen auch im Blackout-Fall aufrechterhalten. Sie dienen der Bevölkerung im Ernstfall als wichtige und wohnortnahe Anlaufstellen.