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Ein Jahr danach: Würdigung von Rotkreuz-Einsatzkräften und gemeinsames Gedenken

Rund ein Jahr nach der schrecklichen Gewalttat vom 10. Juni 2025 in Graz gedachte das Rote Kreuz Steiermark am 2. Juni in der Rotkreuz-Landeszentrale der Opfer, ihren Familien und allen Betroffenen und würdigte jene Rotkreuz-Einsatzkräfte, die damals und in den darauffolgenden Tagen im Einsatz standen.

Präsident Siegfried Schrittwieser begrüßt die anwesenden Kolleg:innen © Rotes Kreuz Steiermark/Noah Ulrich

Ein Jahr nach der schrecklichen Gewalttat am BORG Dreierschützengasse hat das Rote Kreuz Steiermark heute in der Rotkreuz-Landeszentrale innegehalten, um jene fast 300 Rotkreuz-Mitarbeiter:innen zu würdigen, die am 10. Juni 2025 und in den Tagen darauf für die Bevölkerung im Einsatz standen. Gleichzeitig wurde im Rahmen der Veranstaltung auch Andacht gehalten, um den Opfern, ihren Angehörigen und allen Betroffenen zu gedenken. Siegfried Schrittwieser, Präsident des Roten Kreuzes in der Steiermark: „Was damals geschehen ist, lässt uns bis heute nicht los. Umso wichtiger ist es, innezuhalten, zu gedenken – und zugleich jenen Danke zu sagen, die in diesen schwierigen Stunden für andere da waren.“
 

Dank und Anerkennung für außergewöhnlichen Einsatz

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Würdigung jener Rotkreuz-Einsatzkräfte, die unter besonders belastenden Bedingungen am 10. Juni 2025 – dort, wo möglich – Leben gerettet und Not gelindert haben. Ein wesentlicher Faktor für die Bewältigung dieses Einsatzes war das enge und professionelle Zusammenspiel von freiwilligen und hauptberuflichen Mitarbeiter:innen sowie Zivildienern. Insgesamt waren rund 300 Mitarbeiter:innen des Roten Kreuzes am 10. Juni selbst und in den darauffolgenden Tagen für die Bevölkerung da, aus den verschiedensten Einsatzbereichen wie dem Rettungsdienst, der Rettungsleitstelle, der Krisenintervention, dem Landes- sowie dem Bezirksrettungskommando und der Kummernummer.

Die heute gewürdigten Rotkreuz-Mitarbeiter:innen erhielten als Zeichen des Dankes und der Anerkennung eine Urkunde sowie einen gerahmten Patch. Überreicht wurden diese von Siegfried Schrittwieser, Präsident des Roten Kreuzes Steiermark, Univ.-Prof. DDr. Gerald Schöpfer, Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes, dem Präsidium des Roten Kreuzes Steiermark sowie von Landesgeschäftsführer Helmut Schellnegger, Landesgeschäftsführer-Stellvertreterin Silke Jungbauer und Landesrettungskommandant Dr. Peter Hansak. Das Engagement der Mitarbeiter:innen steht beispielhaft für die Werte des Roten Kreuzes und das gemeinsame Handeln im Dienste der Menschlichkeit.

Große Solidarität der Bevölkerung

Neben dem Einsatz der Rotkreuz-Mitarbeiter:innen war auch die Unterstützung aus der Bevölkerung am 10. Juni und in den Tagen darauf bemerkenswert. Unmittelbar nach den Ereignissen zeigten viele Menschen in der Steiermark ihre Solidarität – insbesondere durch eine außergewöhnlich hohe Bereitschaft zur Blutspende. Damit wurde ein wichtiger Beitrag zur medizinischen Versorgung geleistet und zugleich ein starkes Zeichen des gesellschaftlichen Zusammenhalts gesetzt. Präsident Schrittwieser: „Die Unterstützung und die Solidarität der steirischen Bevölkerung war überwältigend. Blutspenden retten Leben – wir alle sind auch heute und genau wie damals auf Blutspenden angewiesen. Jede einzelne Spende zählt.

In einer Gedenkminute wurden den Opfern und Betroffenen der schrecklichen Gewalttat gedacht © Rotes Kreuz Steiermark/Noah Ulrich

Raum für Gedenken und Innehalten

Neben der Würdigung der Rotkreuz-Mitarbeiter:innen wurde in einem gemeinsamen Moment der Stille den Opfern der Gewalttat sowie ihrer Angehörigen gedacht. Gleichzeitig wurde daran erinnert, dass ein Ereignis wie dieses weit über den Tag selbst hinaus wirkt. „Die Ereignisse haben tiefe Spuren hinterlassen – bei den Betroffenen, aber auch bei unseren Mitarbeiter:innen. Eine Veranstaltung wie diese schafft zusätzlich Raum, um Erlebtes zu verarbeiten, und ist zugleich ein wichtiges Zeichen des gemeinsamen Erinnerns und des Zusammenhalts“, so Mag. Bettina Galli-Magerl, Leiterin der psychosozialen Betreuung.

Überwältigende Einsatzbereitschaft der (freiwilligen) Rotkreuz-Mitarbeiter:innen

Das Rote Kreuz war am 10. Juni und in den Tagen darauf mit fast 300 Mitarbeiter:innen aus den Bereichen Rettungsdienst, Krisenintervention (KIT), Rettungsleitstelle, Landesrettungskommando, Bezirksrettungskommando und der Kummernummer im Einsatz. Aus acht Rotkreuz-Bezirken wurden insgesamt 65 Fahrzeuge eingesetzt. Rotkreuz-Präsident Siegfried Schrittwieser bedankt sich bei allen Mitarbeiter:innen, die in den dunkelsten Stunden für andere da waren: „In den dunkelsten und herausforderndsten Stunden zeigt sich, wer wir sind – und an diesem schrecklichen Tag und den folgenden haben wir als Rote Kreuz Steiermark gezeigt: Wir sind da.