Beim ersten steiermarkweiten Vernetzungstreffen zum Thema FGM/C kamen zahlreiche Fachkräfte und Institutionen in der Rotkreuz-Landeszentrale zusammen. Übergeordnetes Ziel: Prävention, Sensibilisierung und Unterstützung für gefährdete Mädchen und betroffene Frauen gemeinsam weiter zu stärken.
Im Rahmen des vom Land Steiermark geförderten Programms „WeCare – FGM/C Prävention Steiermark“ fand am 08.10.2026 in unserer Landeszentrale das erste Vernetzungstreffen für Fachkräfte statt. Im Mittelpunkt standen die weitere Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Institutionen und Expert:innen, der Ausbau gemeinsamer Präventionsmaßnahmen sowie der fachliche Austausch zum besonders sensiblen Thema FGM/C. Diskutiert wurden unter anderem die Bedeutung vertrauensvoller Beziehungsarbeit, die Sensibilisierung von Fachkräften mit direktem Zugang zu gefährdeten Mädchen sowie die stärkere Einbindung von Männern aus Prävalenzländern in die Präventionsarbeit.
Hintergrund: das ist FGM/C (Female Genital Mutilation/Cutting)
FGM/C (Female Genital Mutilation/Cutting, auf Deutsch: weibliche Genitalverstümmelung oder Beschneidung) bezeichnet die teilweise oder vollständige Entfernung bzw. Verletzung weiblicher Genitalien ohne medizinische Notwendigkeit und stellt eine schwere Menschenrechtsverletzung sowie eine schwere Form geschlechtsspezifischer Gewalt gegen Frauen und Mädchen dar. Weltweit sind über 200 Millionen Frauen und Mädchen von Genitalverstümmelung betroffen. In der Steiermark leben ca. 1.000 betroffene Frauen und knapp über 200 Mädchen sind potenziell von FGM/C bedroht.
In Umsetzung von „WeCare – FGM/C Prävention Steiermark“ und der österreichweiten FGM/C Koordinationsstelle leistet das Rote Kreuz Steiermark zusammen mit anderen Organisationen umfassende Beratungs- sowie Aufklärungs- und Präventionsarbeit zum Thema weibliche Genitalverstümmelung.