Sommerliches Wetter und die Ferienzeit führen viele Menschen ins Freie. Gleichzeitig steigt damit erfahrungsgemäß auch das Risiko schwerer Freizeit- und Verkehrsunfälle. Wie jüngst medial berichtet wurde, war das Zentrum für Akutmedizin am LKH-Universitätsklinikum Graz vor Kurzem mit einer außergewöhnlichen Häufung schwerster medizinischer Notfälle konfrontiert. Innerhalb nur eines Tages wurde viermal der sogenannte „Code Red“ ausgelöst. Diese Alarmstufe kommt zum Einsatz, wenn Patient:innen mit lebensbedrohlichen Verletzungen und starken Blutungen in der Notaufnahme erwartet werden. Für die Versorgung der schwerstverletzten Patient:innen mussten an diesem Tag mehr als 50 Blutkonserven bereitgestellt werden.
Blut muss im Notfall bereits verfügbar sein
In solchen Situationen zählt jede Minute. Das benötigte Blut muss bereits geprüft, aufbereitet und unmittelbar verfügbar sein. Es kann nicht erst dann gespendet werden, wenn ein schwerer Unfall passiert oder mehrere Schwerverletzte gleichzeitig in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Dass an diesem Tag mehr als 50 Blutkonserven bereitgestellt werden konnten, war nur möglich, weil Menschen zuvor freiwillig Blut gespendet hatten.
Blut kann bis heute nicht künstlich hergestellt werden. Krankenhäuser sind daher bei der Versorgung von Unfallopfern, bei großen Operationen sowie bei der Behandlung schwer erkrankter Menschen täglich auf freiwillige Blutspenden angewiesen.