Ob Sturz, plötzlicher Schwächeanfall oder einfach das Bedürfnis, im Notfall niemals alleine zu sein – die Rufhilfe des Roten Kreuzes in der Steiermark sorgt als praktisches und innovatives Notrufsystem dafür, dass Hilfe zu Hause und unterwegs nur einen Knopfdruck entfernt ist. Seit dem Frühjahr dieses Jahres vertrauen in Summe bereits 10.000 Menschen in der Steiermark auf die Rufhilfe-Angebote. Eine beeindruckende Zahl, hinter der tausende persönliche Geschichten stehen, die von Vertrauen, Selbstbestimmung und Sicherheit in allen Lebenslagen erzählen.
Drei Jahrzehnte Wachstum und Vertrauen
Seit mittlerweile mehr als 30 Jahren entwickelt sich die Rufhilfe stetig weiter – technisch, organisatorisch und im Service. Allein im vergangenen Jahr wurden zehntausende Alarme entgegengenommen und tausende Einsätze koordiniert. Die steigende Zahl an Teilnehmer:innen zeigt zudem deutlich: Das Bedürfnis nach Sicherheit im eigenen zuhause und unterwegs wächst.
„10.000 Teilnehmer:innen sind für uns weit mehr als eine Zahl – sie stehen für 10.000-mal Vertrauen in unsere Arbeit“, betont Sabine Pasterk, Leiterin der Rufhilfe Steiermark. „Unser Anspruch war und ist es, Menschen ein möglichst langes, selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden und darüber hinaus zu ermöglichen. Dass so viele Steirer:innen auf unsere Unterstützung setzen, erfüllt uns mit großer Dankbarkeit und motiviert uns, unser Angebot laufend weiterzuentwickeln.“
Eine von 10.000 Erfolgsgeschichten: Karmen Schulmeister
Eine von inzwischen 10.000 Teilnehmer:innen ist die Steirerin Karmen Schulmeister. Die 40-jährige Bereichsleiterin am Campus02 wohnt gemeinsam mit ihrem Mann und ihrer zehnjährigen Tochter im weststeirischen Lieboch. Nach einem medizinischen Notfall im Herbst 2025 wurde ihr im Krankenhaus von den Ärzt:innen erstmals die Nutzung der Rufhilfe empfohlen.
Anfangs habe sie gezögert, erzählt Schulmeister: „Ich habe die Rufhilfe zuerst eher mit betagteren Menschen verbunden und mir schwergetan, mir einzugestehen, dass auch ich Unterstützung brauchen könnte.“ Ausschlaggebend für ihre Entscheidung war schließlich ihre Familie. „Nicht nur mir gibt die Rufhilfe Sicherheit, sondern auch meinem Mann und meiner Tochter. Dieses Gefühl ist praktisch unbezahlbar.“
Heute trägt sie die mobile Notrufuhr Livo der Rufhilfe täglich im Alltag – ohne Einschränkungen. „Im Alltag hat sich nichts geändert – und doch alles. Ich kann mein Leben ganz normal weiterleben, arbeiten, unterwegs sein und für meine Tochter da sein“, so Schulmeister.
Für sie sei besonders entscheidend, jederzeit Hilfe rufen zu können – auch in Situationen, in denen sie sich beispielsweise aus gesundheitlichen Gründen nicht artikulieren kann. „Dank der Rufhilfe weiß ich, dass Hilfe nur einen Knopfdruck entfernt ist. Das beruhigt den Kopf und gibt mir das Gefühl von absoluter Sicherheit.“
