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24-Stunden-Challenge: Jugendrotkreuz setzt starkes Zeichen für Erste Hilfe

Anlässlich des Tages der Wiederbelebung am 16. Oktober setzt das Jugendrotkreuz Steiermark mit einer besonderen Challenge ein starkes Zeichen für die Bedeutung von Erster Hilfe und insbesondere auch für das Setzen von Wiederbelebungsmaßnahmen. Seit Mitternacht wechseln sich Jugendrotkreuz-Gruppen aus allen steirischen Bezirken im Halbstundentakt an Übungspuppen ab und halten eine durchgehende Wiederbelebung 24 Stunden lang aufrecht. Damit macht das Jugendrotkreuz auf eine einfache Botschaft aufmerksam: Jeder Druck kann Leben retten.

Geschafft: 30 Minuten am Stück wurde am Schloss Seggau reanimiert © Rotes Kreuz Steiermark

Ein besonderer Programmpunkt der 24-Stunden-Challenge fand auf Schloss Seggau statt: Dort gestalteten die Sieger:innen des diesjährigen Bundesbewerbs des Jugendrotkreuzes aus den Bezirken Leibnitz und Deutschlandsberg einen der insgesamt 48 Zeitslots. Stellvertretend für die vielen jungen Menschen im Jugendrotkreuz verdeutlichen sie, worum es bei der Aktion geht: Hemmschwellen abzubauen und zum Helfen zu ermutigen. „Prüfen, rufen, drücken: Mehr braucht es oft nicht, um den entscheidenden ersten Schritt zu setzen“, betont Bianca Buchgraber-Schnalzer, Landesreferentin für Jugendgruppen in der Steiermark.

Für Elke Krois, Jugendrotkreuz-Bezirksreferentin in Deutschlandsberg, die die Challenge auf Schloss Seggau maßgeblich koordinierte, unterstreicht die Aktion das Engagement des Jugendrotkreuzes in der Steiermark. „Uns ist es wichtig zu vermitteln, wie stark das Jugendrotkreuz in der gesamten Steiermark zusammenarbeitet. Von Mitternacht bis Mitternacht tragen Jugendgruppen aus allen Regionen dazu bei, dass die gemeinsame Wiederbelebungskette nicht abreißt. Gleichzeitig zeigen sie, dass Erste Hilfe einfach und Leben retten keine Frage des Alters ist. Jede und jeder kann helfen“, so Krois.

Wie relevant das Thema ist, zeigen aktuelle Zahlen: Rund 10.000 Menschen erleiden in Österreich pro Jahr außerhalb eines Krankenhauses einen Kreislauf-Stillstand. Aktuell überlebt nur etwa jede achte betroffene Person. Die 24-Stunden-Challenge des Jugendrotkreuzes ist Teil der diesjährigen Erste-Hilfe-Schwerpunktsetzung des Roten Kreuzes Steiermark. Mit Kursangeboten, Informationsmaßnahmen und der Kampagne #Jetzterstehilfe wird auf die Bedeutung von Erste-Hilfe-Kenntnissen aufmerksam gemacht und zur regelmäßigen Auffrischung des Wissens motiviert. Mit dem Tag der Wiederbelebung findet die Schwerpunktsetzung ihren Abschluss.

„Die ersten zehn Minuten entscheiden maßgeblich darüber, ob und wie Menschen einen Atem-Kreislauf-Stillstand überleben. Deshalb kommt es darauf an, dass Menschen den Mut haben zu handeln. Der größte Fehler ist, nichts zu tun.“

- OSR Dir. Dipl. Päd. Michael Gruber, BEd MBA
Amtsführender Präsident

Praktische Tipps und Erklärvideos rund um die Erste Hilfe finden Sie hier:
https://www.roteskreuz.at/erste-hilfe-videos

Wissen testen und auffrischen mit dem kostenlosen Erste-Hilfe-Quiz: https://jetzt.erstehilfe.at/