Die Eröffnung ist für den Weltrotkreuztag am 8. Mai geplant, die Schau ist von 9. Mai bis Ende des Jahres geöffnet. Anhand historischer Dokumente und Objekte wird die Entwicklung des Landesverbandes nachgezeichnet.
Schwieriger Beginn
Schon bald nach Ende des Zweiten Weltkrieges formierte sich 1945 eine Gruppe Freiwilliger mit dem Ziel, im Sinne des Roten Kreuzes die vorherrschende Not zu lindern. „Es gab keine Räume, keine Einrichtungsgegenstände und keinen einzigen Rettungswagen. Die abziehenden deutschen Truppen bzw. die russische Besatzungsmacht hatten die letzten im Land vorhandenen Rettungswagen beschlagnahmt,“ berichtet Dr. Werner Krischka, Präsident des Landesverbandes Burgenland. Trotzdem wurde unermüdliche Aufbauarbeit geleistet. Unter der Leitung von Hofrat Adalbert Riedl konnte der Landesverband Burgenland ab 1946 organisatorisch und wirtschaftlich ausgebaut werden. „Bestes Beispiel ist der Einsatz des Roten Kreuzes beim Ungarnaufstand 1956, wo unter schwierigsten Umständen tausende Flüchtlinge betreut wurden,“ so Dr. Krischka. Heute präsentiert sich das Rote Kreuz im Burgenland als Top-ausgestatte Rettungsorganisation mit 3600 freiwilligen und 309 hauptamtlichen Mitarbeiter*innen.
Modernes Rettungswesen
Im Kaisersaal der Ausstellung in Schlaining werden auf sieben großformatigen Tafeln zentrale Meilensteine präsentiert – ergänzt durch passende Anschauungsobjekte. Die Darstellung reicht von der Gründung des Landesverbandes über den Bau der Bezirksstellen bis hin zur Erweiterung des Hilfsangebotes.
Ein weiterer Raum der Ausstellung widmet sich dem Aufbau des modernen Rettungswesens. Nach und nach entstand ein flächendeckendes Netz aus Dienststellen, Rettungsfahrzeugen und Notfallstrukturen. Heute verfügt das Rote Kreuz im Burgenland über einen der modernsten Rettungsdienste in Österreich. 2025 absolvierte dieser über 96.500 Einsätze.
Text: Brigitte Krizsanits, Martin Hollweck
