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80 Jahre Rotes Kreuz Burgenland

Informationen in einfacher Sprache

Hier finden Sie die Inhalte der Sonderausstellung „80 Jahre Rotes Kreuz Burgenland“ in einfacher Sprache – klar erklärt und leicht verständlich.

Allgemein

Das Rote Kreuz hilft Menschen in Not. 
Seit ungefähr 160 Jahren.
Damals starben bei der Schlacht von Solferino tausende Soldaten. Solferino ist eine Stadt in Italien.
Es gab auch sehr viele Verwundete. Die Verwundeten wurden von freiwilligen Frauen versorgt.

Henry Dunant

Der Schweizer Henry Dunant war zufällig Augen-Zeuge bei der Schlacht von Solferino.
Er half den Frauen bei der Versorgung der Verwundeten.
Dabei entstand die Idee für das Rote Kreuz.
Es steht für Menschlichkeit und Neutralität. Neutralität bedeutet: Niemanden zu bevorzugen oder zu benachteiligen.
Für die Gründung des Roten Kreuzes wurde Henry Dunant mit dem Nobel-Preis ausgezeichnet. Das war der erste Nobel-Preis, der je vergeben wurde.

Burgenland

Das Burgenland kam 1921 zu Österreich.
Damals gab es im Burgenland Rotkreuz-Vereine.
Das Rote Kreuz organisierte vor allem Kurse für Erste Hilfe.
Fahrten mit Rettungs-Autos machten Männer der Feuerwehr. Einige von ihnen waren auch Sanitäter.

Das Deutsche Rote Kreuz

1938 übernahmen die National-Sozialisten in Österreich die Macht.
In dieser Zeit wurde das Österreichische Rote Kreuz ein Teil des Deutschen Roten Kreuzen. Damit war es nicht mehr neutral. Es half nicht mehr allen Menschen. Verfolgte Gruppen wie Juden und Roma waren von der Hilfe ausgeschlossen.
Nach Kriegs-Ende wurde das Rote Kreuz in Österreich und im Burgenland neu gegründet.

Gründung

Seit 1946 gibt es den burgenländischen Landes-Verband des Roten Kreuzes. Er wurde im burgenländischen Landesmuseum gegründet.
Heute gibt es in allen 7 Bezirken im Burgenland Bezirksstellen.

Hilfsaktionen nach Kriegsende

Nach dem Zweiten Weltkrieg waren viele Menschen im Burgenland sehr arm.
Das Rote Kreuz brachte ihnen Essen und Kleidung.
Kindern wurden Ferien ermöglicht. Zum Beispiel in Tirol und in der Schweiz.
Das Rote Kreuz suchte auch nach vermissten Soldaten.

Landesverband & Bezirksstellen

Im Burgenland gibt es 7 Bezirks-Stellen vom Roten Kreuz.
Dazu kommen noch 6 Rettungs-Stellen.
Ungefähr 3.500 Menschen arbeiten freiwillig beim Roten Kreuz mit.
Sie spenden ihre Zeit und helfen anderen Menschen.
Sie sind zum Beispiel Lese-Paten oder helfen beim Team Tafel Österreich. Lese-Paten helfen Kindern beim Lesen lernen. Das Team Tafel Österreich versorgt bedürftige Menschen mit warmen Mahlzeiten.

Gesundheits- und soziale Dienste

Früher haben die Familien alte und kranke Angehörigen selbst daheim gepflegt.
Heute bietet das Rote Kreuz verschiedene Unterstützungen bei der Pflege an.
Die Arbeit im Pflege-Bereich wird von Frauen und Männern erledigt.
Auch Führungs-Aufgaben werden in der heutigen Zeit von Frauen und Männern übernommen.

Gemeinsam helfen

Beim Roten Kreuz gibt es viele Möglichkeiten zum Mitmachen.
Junge Männer können ihren Zivil-Dienst beim Roten Kreuz machen. Und seit 2015 gibt es das Freiwillige Sozial-Jahr beim Roten Kreuz. In dieser Zeit können Frauen und Männer erste Erfahrungen in sozialen Berufen sammeln. Sie arbeiten bei der Rettung oder betreuen alte Menschen.

Katastrophen-Hilfe

Das Rote Kreuz hilft bei Unglücks-Fällen und Natur-Katastrophen. Wie zum Beispiel bei Hochwasser.
Es hilft im Burgenland, in Österreich und auch in anderen Ländern.
Das Rote Kreuz betreut Menschen auf der Flucht oder sucht nach vermissten Menschen.
Regelmäßig finden Notfall-Übungen mit anderen Einsatz-Organisationen statt.

Hilfe im Zentrum Europas

Das Rote Kreuz im Burgenland hilft seit vielen Jahren bei Krisen und Notfällen.
1956 hat es wurden Menschen auf der Flucht aus Ungarn unterstützt.
Von 1989 bis 1995 half das Rote Kreuz im Burgenland Geflüchteten aus Ost-Europa und den Balkan-Staaten
2015 hat das Rote Kreuz sehr vielen Menschen aus Kriegs-Gebieten nach ihrer Flucht nach Europa geholfen.
Während der Corona-Pandemie wurden Test-Straßen organisiert und betreut. Kranke Menschen bekamen Lebensmittel nach Hause gebracht.

Rettungsfahrzeuge

Früher wurden kranke oder verletzte Menschen mit Pferde-Kutschen transportiert.
Bereits vor ungefähr 100 Jahren gab es im Burgenland die ersten Rettungs-Autos.

Zum Ende des Zweiten Weltkriegs waren im Burgenland alle Rettungsautos zerstört oder gestohlen.  
Erst ein Jahr später kam wieder ein Rettungsauto ins Burgenland.
Später kamen Notarzt-Autos dazu. Im Notarzt-Auto fährt ein Arzt mit. Er kann Kranke oder Verletzte vor Ort behandeln. Vor etwa 30 Jahren bekamen alle Notarzt-Fahrzeuge die gleiche Ausstattung.

Das Rote Kreuz im Burgenland besitzt heute einen modernen Fahrzeug-Bestand.
Neben Rettungs-Autos und Notarzt-Autos sind auch drei Rettungs-Hubschrauber im Einsatz.