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Großübung „Rosalia 2026“: Über 80 Rotkreuz-Einsatzkräfte trainierten für den Ernstfall

Ein Fettbrand bei einem Hoffest, ein schwerer Verkehrsunfall nach einem Polterabend und vermisste Personen im Wald: Die Katastrophengroßübung „Rosalia 2026“ stellte am 17. Oktober die Einsatzkräfte des Roten Kreuzes und der Feuerwehr vor anspruchsvolle Herausforderungen. Über 80 Rotkreuz-Mitarbeiter aus dem gesamten Burgenland trainierten bei zwei realitätsnahen Szenarien die Zusammenarbeit im Großeinsatz. Organisiert wurde die Übung von der Rotkreuz-Bezirksstelle Mattersburg.

Ziel der Großübung war es, die Zusammenarbeit zwischen Rettungsdienst, Katastrophenhilfe und Feuerwehr zu trainieren. Im Mittelpunkt standen die Versorgung zahlreicher Verletzter, die Koordination unterschiedlicher Einsatzkräfte und die Führungsstrukturen bei Großeinsätzen. Neben Rettungsdienstteams und Schnelleinsatzgruppen (SEG) aus dem gesamten Burgenland waren auch spezialisierte Rotkreuz-Einheiten wie die Suchhunde Burgenland, Krisenintervention Burgenland, die Mobile Leitstelle und die neue Rotkreuz-Drohne Burgenland beteiligt. Auch mobile Sanitätseinrichtungen kamen zum Einsatz. Die Feldküche des Roten Kreuzes Burgenland sorgte für die Verpflegung der Teilnehmer. Zahlreiche Statisten mit realitätsnah dargestellten Verletzungen schufen herausfordernde Einsatzbedingungen.

Zwei Szenarien forderten die Einsatzkräfte

Beim ersten Szenario wurde ein Fettbrand während eines Hoffestes auf einem Pferdehof angenommen. Rund 60 Personen waren betroffen, etwa 30 davon verletzt, darunter mehrere Kinder. Im Mittelpunkt stand die Versorgung zahlreicher Brandverletzungen und die enge Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Rotem Kreuz.

Das zweite Szenario stellte einen eskalierten Polterabend mit schweren Folgen dar: Ein Traktoranhänger war umgekippt, zudem kam es zu einem Verkehrsunfall mit einem Pkw und Fahrerflucht. Von rund 30 beteiligten Personen waren 23 verletzt, vier weitere wurden im angrenzenden Wald vermisst. Neben der medizinischen Versorgung galt es daher, eine großangelegte Personensuche zu koordinieren.

MR Dr. Werner Krischka, Präsident des Roten Kreuzes Burgenland

"Die Übung hat eindrucksvoll gezeigt, wie vielfältig und leistungsfähig das Rote Kreuz Burgenland aufgestellt ist. Hinter dieser Einsatzbereitschaft stehen engagierte Menschen, die viel Zeit in ihre Ausbildung und in gemeinsame Übungen investieren. Mein besonderer Dank gilt allen Beteiligten und dem Organisationsteam der Bezirksstelle Mattersburg, das diese anspruchsvolle Großübung ermöglicht hat."

Helga Ludwig, Bezirksstellenleiterin des Roten Kreuzes Mattersburg

"Solche gemeinsamen Übungen sind von unschätzbarem Wert, um die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Rotem Kreuz weiter zu stärken. Bei zahlreichen Verletzten und vermissten Personen zählt jeder Handgriff. Unser Ziel ist es, im Ernstfall bestmöglich vorbereitet zu sein und gemeinsam Menschenleben zu retten.“

Simon Wukovits, Übungsleiter: „Die beiden Szenarien haben unsere Einsatzkräfte vor unterschiedliche Herausforderungen gestellt – von der Versorgung zahlreicher Brandverletzter bis zur Suche nach vermissten Personen. Entscheidend waren dabei klare Führungsstrukturen, eine funktionierende Kommunikation und der koordinierte Einsatz unserer spezialisierten Einheiten. Genau diese Abläufe wollten wir unter möglichst realistischen Bedingungen trainieren.“

Ein besonderer Dank gilt allen beteiligten Einsatzkräften, den mitwirkenden Organisationen und Partnerorganisationen sowie den zahlreichen Statisten, die mit ihrem Engagement zum Gelingen der Großübung beigetragen haben. Ebenso bedankt sich das Rote Kreuz Burgenland beim Organisationsteam der Bezirksstelle Mattersburg für die hervorragende Vorbereitung und Durchführung.

Copyright Fotos: Rotes Kreuz Burgenland

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