Im Nahen Osten verschärft sich die humanitäre Lage: In Iran, Libanon und Israel deutet vieles auf einen wochen- bis monatelangen Konflikt hin – und auf einen dauerhaft hohen Bedarf an humanitärer Hilfe. Teams des Roten Kreuzes und Roten Halbmondes sind im Dauereinsatz: Rettung und Bergung, medizinische Versorgung, psychosoziale Unterstützung, Hilfsgüterverteilung sowie die Betreuung in Notunterkünften prägen die Arbeit vor Ort. Parallel hilft der Suchdienst des Roten Kreuzes, getrennte Familien wieder zu verbinden und Kontakt zu Vermissten herzustellen.
Laut Österreichischem Roten Kreuz (ÖRK) wurden im Iran rund 100.000 Helfer:innen mobilisiert, die rund um die Uhr Leben retten und Verletzte versorgen. Im Libanon unterstützt das Libanesische Rote Kreuz mit 12.000 Freiwilligen Rettungs- und Blutspendedienste; für Vertriebene wurden zuletzt 170 Notunterkünfte eingerichtet. In Israel hat Magen David Adom 39.000 Freiwillige aktiviert und verstärkt Such- und Rettungsmaßnahmen sowie eine nationale Blutspende-Kampagne. Auch in Nachbarstaaten laufen Vorbereitungen auf mögliche Fluchtbewegungen.
Das Österreichische Rote Kreuz stellt 100.000 Euro für erste Nothilfe bereit und kann bei Bedarf Hilfsgüter und Expert:innen entsenden. ÖRK-Präsident Gerald Schöpfer fordert die konsequente Einhaltung des Humanitären Völkerrechts und den Schutz der Zivilbevölkerung sowie der humanitären Helfer:innen – damit lebensrettende Hilfe weiter möglich bleibt.