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YO!MOYO – ein sicheres Zuhause

Der Schriftzug yo!moyo wurde künstlerisch gestaltet und aufbereitet
Herzlich willkommen bei yo!moyo
Bei yovita in Mils gibt eine Deutschlehrerin gerade zwei minderjährig geflüchteten Männern Unterricht
Lernstunde bei yo!moyo

Laut UNHCR befinden sich weltweit knapp 32 Millionen Menschen unter 18 Jahren auf der Flucht. Viele von ihnen sind alleine unterwegs. Einige von ihnen erreichen Österreich als Zielland.

Das Rote Kreuz Landesverband Tirol hat sich seit vielen Jahren zum Ziel gesetzt, Jugendliche in dieser schwierigen Situation zu unterstützen und betreibt seit 2021 das Wohnheim yo!moyo zur Unterstützung unbegleitet geflüchteter Jugendlicher in Kufstein. Das Wohnheim wird gemeinsam mit dem Land Tirol und den Tiroler Sozialen Diensten betrieben und bietet rund 30 geflüchteten minderjährigen Menschen Platz. 

Mehr als nur Daheim sein

Drei minderjährige geflüchtete Jugendliche werden bei yomoyo von einer Betreuerin in ein Gespräch verwickelt
Sozialpädagogische Begleitung bei yo!moyo

Bei yo!moyo hat es sich das Team zur Aufgabe gemacht, den Jugendlichen nach ihren, in der Regel traumatischen, Fluchterfahrungen einen geschützten Raum zu bieten, in dem sie sich persönlich entfalten und realistische Perspektiven entwickeln können. Ziel ist es, die Jugendlichen dort abzuholen, wo sie gerade stehen, ihr Stärken zu stärken und sie zu fördern.

Dafür ist ein sicherer Ort unabdingbar. 

Neben der individuellen, sozialpädagogischen Begleitung werden die Jugendlichen auf ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben vorbereitet. Dies beinhaltet:

  • Alltägliche Fertigkeiten erlernen (kochen, Haushaltsführung, Budgetverwaltung usw.)
  • Informationen managen (Informationsbeschaffung, -verarbeitung, -vermittlung)
  • Altersgemäße Entwicklungsaufgaben wahrnehmen (Identitätsfindung, Selbstwert und Selbstvertrauen, Autonomie usw.)
  • Kennenlernen des österreichischen Systems (Schule und Weiterbildung, Lehre und Arbeit, Gesundheit, soziale Normen usw.)

Vielseitige Angebote kennenlernen

zwei junge Männer sind im Museum und schauen sich Kunstwerke an
Sinnvolle Freizeitbeschäftigung für unbegleitet geflüchtete, minderjährige Menschen

Yo!moyo bieten den Jugendlichen einen Raum zur Stabilisierung, Orientierung und die erste Möglichkeit nach der Flucht, eine Tagesstruktur aufzubauen. Zudem wird Augenmerk auf die Bildung gelegt. Intern wird für die Jugendlichen ab der Ankunft ein Deutschkurs angeboten. In einer kleinen Gruppe findet der Unterricht statt und so kann gezielt auf die vorhandenen Lernerfahrungen und Vorkenntnisse aufgebaut werden. Durch die enge Zusammenarbeit mit den Betreuer:innen werden mögliche Schwierigkeiten (Konzentrationsprobleme, Schlafschwierigkeiten, Lernschwächen usw.) sehr schnell erkannt und es können Interventionen eingeleitet werden. Eine gezielte Nach- und Lernhilfe ist ein weiterer Baustein, der das Angebot abrundet.

Bei gemeinsamen Unternehmungen werden neue Aktivitäten kennengelernt, Stärken entdeckt und Tirol erkundet. Freizeitunternehmungen bilden einen spielerischen Rahmen, um sich selbst und die eigenen Grenzen zu erfahren und geben den Betreuer:innen die Möglichkeit, die Jugendlichen nicht nur innerhalb des Wohnheimsettings, sondern auch in ungewohnten Umgebungen und in der Gruppe zu erleben. Die Freizeitaktivitäten werden hierbei möglichst vielfältig gestaltet und reichen von wandern, Fußball spielen, Ausflüge zu Sehenswürdigkeiten bis hin zu kreativen Beschäftigungen wie malen und basteln, backen oder musizieren.  

Ein multidisziplinäres Team im Einsatz

Zu sehen sind Kunstwerke, die von unbegleitet geflüchtete minderjährige Menschen geschaffen wurden
Auseinandersetzung mit Kunst als Teil der Freizeitgestaltung

Die Jugendlichen werden bei yo!moyo an allen Tagen im Jahr und rund um die Uhr betreut. Hierfür steht ein multidisziplinäres Team aus hauptamtlichen Mitarbeiter:innen zur Verfügung. Das Team setzt sich zusammen aus Sozialarbeiter:innen, Pädagog:nnen, Psycholog:innen sowie aus Mitarbeiter:innen aus anderen sozialen Bereichen. Das Team wird komplimentiert durch die Deutschtrainer:innen, den Reinigungskräften und den Zivildienern.

Anas ist geflüchtet und wohnt nun in Tirol. Er trägt schon mit Stolz eine rotes Rotkreuz Jacke und schaut sich dabei selbst in seinem Handy an. Anas ist get social Jugendreporter des Roten Kreuzes
Stolz auf die Deutschkenntnisse
Anas

Ich habe bei yo!moyo ein neues Daheim gefunden. Stolz bin ich darauf, wie rasch ich die deutsche Sprache erlernt habe. 

wir sind da
Vanessa Sari im Rot Kreuz Polo und im Portrait

Mag. Vanessa Sari

Leitung yo!moyo

Landesverband Tirol

Steinbockallee 13
6063 Rum

MO bis DO, 09:00 bis 18:00 Uhr 

+43 664 604 66 31 911
vanessa.sari@roteskreuz-tirol.at
Stefanie Fauster im Portrait und im Polo des Roten Kreuzes

Stefanie Markart-Fauster, BA

Teamleitung yo!moyo

Landesverband Tirol

Steinbockallee 13
6063 Rum

Die Wohngemeinschaft ist 24 h / 7 Tage die Woche unter den Telefonnummern: +43 664 604 663 1919 oder +43 664 604 663 1920 erreichbar 

+43 664 604 663 1918
yomoyo@roteskreuz-tirol.at