19. Internationale Kriseninterventionstagung 2020

25. und 26. September 2020, Universität Innsbruck, Campus Innrain 52

Komplexe Einsätze nach Gewaltereignissen, unter besonderer Berücksichtigung von Terror, Amok und Geisellagen

Die unterschiedlichen Betroffenengruppen nach Gewaltereignissen - Angehörige der Opfer, Angehörige der/des Täter/s, Freunde, Nachbarn, die Gemeinde uvm. stellen uns vor besondere Herausforderungen. Allen Anforderungen dieser sehr heterogenen Betroffenengruppen gerecht zu werden und alles "unter einen Hut" zubekommen, ist eine sehr anspruchsvolle Herausforderung im Bereich Krisenintervention und Einsatzkräftenachsorge.

Bei komplexen Ereignissen, wie Terroranschläge, Amok und Geisellagen, sind die Anfangssituationen zudem noch unüberschaubar und unklar, sodass dies den Aufbau einer Betreuungsstruktur für alle Betroffene erschwert und sich erst langsam entwickeln kann. Zudem sind diese Arten von Ereignissen auch Bedrohungslagen für die unmittelbar Betroffenen und für Einsatzkräfte.

An der Tagung wollen wir uns über die verschiedenen Erfahrungen nach solchen Ereignistypen austauschen mit dem Ziel praktisches Wissen und "Handwerkszeug" auf einem best practice Level zu diskutieren und anzubieten.

Wichtig ist für uns wie immer die Rückführung theoretischer und wissenschaftlicher Inhalte in die gelebte Praxis im Sinne einer praktischen Fundierung der Krisenintervention.
In gewohnter Manier kooperieren wir mit vielen anerkannten Fachkräften aus dem deutschsprachigen Raum.

Neben Einführungsvortragen mit Fallbeispielen aus der Praxis soll in Vertiefungsvorträgen und in fallbezogenen Beiträgen eine Vertiefung in die breite Thematik gegeben werden, auch unter Berücksichtigung von Schwierigkeiten und Grenzen, mit denen wir in unserer Arbeit konfrontiert sind.

Zusätzlich soll mit sogenannten Qualitätssicherungsvorträgen der Austausch und das Vernetzen über best practice bzw Erfahrungswerte aus der Praxis in der Umsetzung von Qualitätssicherungsmaßnahmen im Bereich Krisenintervention und Einsatzkräftenachsorge gefördert werden.

 

Die seit 2002 bestehende Kriseninterventionstagung in Innsbruck versteht sich als Schnittstelle zwischen Forschung und der gelebten Praxis – eines der wenigen erfolgreichen Felder der direkten Umsetzung von psychologischer Forschung und Anwendung mit großer positiver Resonanz in Politik und Gesellschaft.

Sie ist die größte Fachtagung zum Thema Krisenintervention im deutschsprachigen Raum und ein Fixpunkt im Bereich des Wissenstransfers und der Vernetzung von Kriseninterventionsteams, Peer-Support Teams, NotfallpsychologInnen, NotfallseelsorgerInnen, Einsatzkräften und PsychotherapeutInnen und vielen anderen mehr.

 

Die Tagung ist für alle Interessierten offen.

Aus Gründen der Qualitätssicherung ist die maximale TeilnehmerInnenzahl auf 600 Personen begrenzt.

Besuchen Sie unsere Homepage regelmäßig. Weitere Informationen werden laufend ergänzt.

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