Notruf 144  |  Service-Hotline +43 5522/77000
Wir sind da Österreich
Das Logo des Roten Kreuzes Logo Slogan Aus Liebe zum Menschen unten

Rotes Kreuz Vorarlberg im Gespräch

Dietmar Hartmann, Wolfgang Hartmann, Janine Gozzi & Gerhard Kräutler (v.l.n.r.)

Was passiert, wenn ein Notruf eingeht? Was bewegt Menschen dazu, ihre Freizeit in den Dienst anderer zu stellen? Und wie wird aus einer Blutspende konkrete Hilfe? Antworten auf diese und viele weitere Fragen gibt der neue Podcast des Roten Kreuzes Vorarlberg.

In sechs rund 25-minütigen Folgen erzählen Menschen aus der Organisation, was sie antreibt, welche Aufgaben sie übernehmen und wie vielfältig Hilfe im Roten Kreuz gelebt wird.

Mit dem Podcast feiert das Rote Kreuz Vorarlberg eine Premiere: Erstmals werden die unterschiedlichen Leistungsbereiche in diesem Format vorgestellt und damit hörbar gemacht. Das Ergebnis ist ein persönlicher, informativer und emotionaler Blick hinter die Kulissen einer Organisation, die für viele Menschen da ist – im Notfall, im Alltag und oft auch dann, wenn Hilfe ganz leise geschieht.

 

Die erste Folge widmet sich dem Ehrenamt – und damit einer der wichtigsten Säulen des Roten Kreuzes. Freiwillige engagieren sich im Rettungsdienst, in der Katastrophenhilfe, in den Gesundheits- und Sozialen Diensten, in der Jugendarbeit, bei Besuchsdiensten, in der Ausbildung und bei Erste-Hilfe-Kursen. Sie schenken ihre Zeit, übernehmen Verantwortung und leisten einen unverzichtbaren Beitrag für das Funktionieren der Organisation.

Doch Ehrenamt bedeutet mehr, als anderen zu helfen. Es schafft Gemeinschaft, vermittelt Sinn und eröffnet Möglichkeiten zur persönlichen Entwicklung. Im Podcast erzählen Berufliche und Freiwillige, was sie bewegt, welche Erfahrungen sie sammeln und was ihnen ihr Engagement zurückgibt.

Die zweite Folge beschreibt den Weg vom Jugendrotkreuz bis zu den Gesundheits- und Sozialen Diensten. Für viele Kinder und Jugendliche ist das Jugendrotkreuz der erste Kontakt mit dem Roten Kreuz. Erste Hilfe, Teamarbeit, Zivilcourage und soziale Verantwortung stehen dabei ebenso im Mittelpunkt wie Selbstvertrauen und Persönlichkeitsentwicklung. Aus einem ersten Interesse kann so eine langfristige Verbundenheit entstehen.

Die Gesundheits- und Sozialen Dienste stehen für jene Hilfe, die oft leise und kontinuierlich wirkt. Unterstützung im Alltag, Besuchsdienste, Bewegungseinheiten, soziale Begleitung und betreute Reisen fördern Begegnung, Selbstständigkeit und Lebensqualität. Im Mittelpunkt stehen Zuhören, Respekt und Würde – und die Gewissheit, das Rote Kreuz Vorarlberg ist da.

Die dritte Folge führt dorthin, wo Hilfe mit einem Anruf beginnt: in die Notrufleitstelle und den Rettungsdienst. Über die Notrufnummer 144 werden jährlich bis zu 260.000 Anrufe entgegengenommen. Hinter jedem Anruf stehen eine rasche Einschätzung der Situation, die Priorisierung des Einsatzes und die Alarmierung der passenden Einsatzkräfte.

Für die Leitstelle sind genaue Angaben entscheidend: Wo befindet sich der Einsatzort? Was ist passiert? Wie geht es der betroffenen Person? Unter welcher Nummer ist die anrufende Person erreichbar? Ruhe zu bewahren, die Fragen der Leitstelle zu beantworten und nicht vorschnell aufzulegen, kann die weitere Hilfe wesentlich unterstützen.

Die Folge zeigt: Der Rettungswagen ist nur ein Teil der Rettungskette. Erst das präzise Zusammenspiel zwischen Notrufleitstelle, Rettungsdienst und weiteren Einsatzkräften sorgt dafür, dass Hilfe rasch und gezielt ankommt. Hinter jeder Alarmierung stehen Menschen, die zuhören, entscheiden, koordinieren und handeln.

Die vierte Folge widmet sich dem Zivildienst und dem Freiwilligen Sozialjahr. Für viele junge Menschen ist diese Zeit der erste intensive Kontakt mit dem Roten Kreuz und mit sozialer Verantwortung. Zivildienstleistende unterstützen unter anderem im Rettungsdienst, bei Krankentransporten und in den täglichen Abläufen der Organisation.

Das Freiwillige Sozialjahr bietet die Möglichkeit, sich bewusst sozial zu engagieren, berufliche Erfahrungen zu sammeln und neue Perspektiven zu gewinnen. Praxis, Ausbildung, Kommunikation und Teamarbeit gehören ebenso dazu wie der Umgang mit herausfordernden Situationen.

Viele Teilnehmende werden durch diese Zeit selbstständiger und entwickeln ein neues Verständnis für unterschiedliche Lebenssituationen. Für manche endet der Dienst nach einem Jahr – die Verbindung zum Roten Kreuz und die gesammelten Erfahrungen bleiben jedoch bestehen.

In der fünften Folge steht der Blutspendedienst im Mittelpunkt. Blut kann bis heute nicht künstlich hergestellt werden. Gleichzeitig werden Blutprodukte täglich in Krankenhäusern benötigt – etwa nach Unfällen, bei Operationen oder im Rahmen medizinischer Behandlungen. Weil Blutprodukte nur begrenzt haltbar sind, braucht es regelmäßige Spenden.

Der Podcast erklärt auch, was nach der Blutspende geschieht: Das Blut wird untersucht und in seine Bestandteile aufgetrennt. Rote Blutkörperchen, Plasma und Blutplättchen können für unterschiedliche medizinische Zwecke verwendet werden. Eine einzige Blutspende kann dadurch mehreren Menschen zugutekommen.

Den Abschluss bildet eine Folge über das Rote Kreuz Vorarlberg als Gesamtorganisation. Die Geschäftsleitung spricht über die unterschiedlichen Leistungsbereiche und deren Zusammenspiel. Thematisiert werden auch die Bedeutung des Ehrenamts, die Finanzierung durch Spenden und Mitgliedsbeiträge sowie aktuelle Herausforderungen. Dazu zählen der steigende Bedarf im Rettungsdienst, gesellschaftliche und demografische Veränderungen, die Sicherung freiwilligen Engagements und die Weiterentwicklung der Organisation.

Über alle sechs Folgen hinweg wird eine gemeinsame Botschaft sichtbar: Das Rote Kreuz Vorarlberg ist ein Netzwerk, in dem Engagement wachsen kann – vom Jugendrotkreuz über Ausbildung, Zivil- oder Freiwilligendienst bis hin zu langjährigem Ehrenamt und hauptberuflicher Tätigkeit.

Der neue Podcast macht hörbar, was das Rote Kreuz Vorarlberg auszeichnet: Professionalität und Menschlichkeit, sichtbare Einsätze und stille Unterstützung, fachliches Können und gelebte Solidarität. Er bringt jene Menschen vor das Mikrofon, die sonst oft im Hintergrund wirken, Verantwortung tragen, und zeigt, wie viel Herz, Einsatz und Teamarbeit hinter der Hilfe steckt.

Jetzt geht das Rote Kreuz Vorarlberg auf Sendung – und erzählt seine Geschichten selbst.